Rechtliche Betreuung geht uns alle an!
„Rechtliche Betreuung geht uns alle an – deswegen müssen wir darüber reden“, sagt Siegmar Mücke (Vorsitzender der BdB-Landesgruppe Thüringen). Denn: Schon heute haben mehr als 1,2 Millionen Menschen in Deutschland einen Betreuer oder eine Betreuerin an ihrer Seite, weil sie in ihrem Leben nicht mehr selbstständig zurecht kommen. Diese Zahl wird weiter wachsen. Und: Jede und jeden kann es heute oder morgen treffen, z. B. aufgrund einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls.
Was ist Betreuung? Was leisten Betreuerinnen und Betreuer? Wie kann ich vorsorgen? Dies sind drei von vielen Fragen, die im Rahmen der aktuellen Kampagne des Bundesverbandes der Berufsbetreuer/innen e.V. (BdB) gestellt und beantwortet werden sollen.
Am 3. September macht die Aktion „SoFa 2010. Sozial & fair“ in Altenburg Halt.
Von 10 bis 13 Uhr wird ein rotes Sofa auf dem Altenburger Hauptmarkt vor dem Rathaus aufgestellt, auf dem verschiedene Gäste zum Talk Platz nehmen werden: unter anderem Thüringens Sozialministerin Heike Taubert, Frau Dr. Birgit Klaubert, Vizepräsidentin des Thür. Landtags, der Oberbürgermeister der Stadt Altenburg, Herr Michael Wolf, Amtsarzt Herr Dr. Bernhard Blüher sowie die Vizelandrätin Christine Gräfe. Gemeinsam mit Vertreter/innen des BdB wollen sie das Thema „Betreuung“ erörtern und darüber sprechen, welche Unterstützung Menschen in komplexen Problemlagen erhalten können. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Altenburg ist eine von insgesamt 13 Stationen: Bundesweit finden in diesen Wochen Aktionen des BdB statt. Ziel der Kampagne „SoFa 2010. Sozial & fair“ ist, Betreuung ins Gespräch zu bringen und gleichzeitig auf die Misere im Betreuungswesen hinzuweisen. Berufsbetreuer/innen übernehmen in unserer Gesellschaft eine verantwortungsvolle Aufgabe: Sie unterstützen und beraten alte, kranke und behinderte Menschen, die im Leben nicht ohne fremde Hilfe zurecht kommen.
Die Rahmenbedingungen für Betreuer/innen haben sich in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert, unter anderem haben sie zu wenig Zeit für ihre Klient/innen und können die notwendige Betreuungsqualität nicht mehr erbringen. „Diese Zustände können wir nicht länger hinnehmen, denn vor allem leiden die Betroffenen hierunter“, so Siegmar Mücke. BdB-Betreuer/innen stehen für Qualität in der Betreuungsarbeit und wollen ihren Beruf auch in Zukunft im Sinne ihrer Klient/innen ausüben. Deswegen fordern der BdB und seine Mitglieder bessere Rahmenbedingungen, z.B. mehr Zeit für den persönlichen Kontakt zu den Klient/innen und eine der Qualität angemessene Vergütung.
Die Aktion findet statt
am: Fr. 03. September 2010
um: 10 Uhr (Ende gegen 13 Uhr)
auf dem Hauptmarkt Altenburg vor dem Rathaus
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August 30th, 2010
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