TSV Motor Gispersleben : HV Meuselwitz 27:27 (15:15)
Die Vorzeichen für das Landesligaspiel des Tabellenachten Motor Gispersleben und dem Tabellenzehnten aus Meuselwitz standen aus Gästesicht gar nicht gut. Ohne etatmäßigen Torwart trat man die Reise in die Landeshauptstadt nach Erfurt an. Um diese Position gleichwertig zu besetzten schnürte sich der Meuselwitzer Trainer Quaas noch einmal die Sportschuhe und erfüllte seine Aufgabe mit Bravur.
In einer ausgeglichenen Anfangsphase, wo sich beide Teams erst einmal abtasteten erzielten die Meuselwitzer das Führungstor und sogar die 1:3 Führung. Dennoch fehlte in der Defensive die nötige Abstimmung, was die Hausherren mit Toren aus der zweiten Reihe bestraften und prompt den Ausgleich erzielten. Eine ausgeglichene Partie entwickelte sich. Gispersleben versuchte mit einer sehr robusten Deckung sich den nötigen Respekt zu erarbeiten.
Auf der anderen Seite ließen sich die Schnauderstädter nicht zu einem temporeichen Schlagabtausch hinreißen und spielten geduldig die eigenen Angriffe bis zum Torerfolg aus. Bereits nach einer Viertelstunde nahmen die Gisperslebener den Meuselwitzer Spielmacher Thiel in Sonderbewachung. Den sich ergebenden Raum wussten die restlichen Meuselwitzer zu nutzen und erzielten die 9:12 Führung. Nach dreißig gespielten Minuten stand ein gerechtfertigtes 15:15 auf der Anzeigetafel.
Die zweite Halbzeit sollte genauso spannend und ausgeglichen verlaufen wie die erste. Nur diesmal erwischten die Hausherren den besseren Start und erzielten den ersten Treffer. Meuselwitz blieb der bis dahin erfolgreichen Taktik treu und kam zu den nötigen Torerfolgen. Vor allem H. Schulz erwischte einen guten Tag und erzielte sehenswerte Tore aus der zweiten Reihe. Bis zu einem Stand von 20:20 waren beide Teams gleich auf. Einige Unkonzentriertheiten in den Meuselwitzer Reihen bestraften die Hausherren mit vier Kontertoren in Folge und setzten sich mit 23:20 ab. Doch dann zeigte Quaas im Tor, dass er in den vergangenen Jahren nichts an seiner Klasse verloren hatte. Gleich reihenweise parierte er die Würfe und entschärfte insgesamt drei Siebenmeter. Im letzten Angriff gelang Tino Härling zehn Sekunden vor Schluss der umjubelte 27:27 Ausgleich und letztlich Endstand dieser Begegnung. Dank einer kämpferisch und leidenschaftlich agierenden Mannschaftsleistung konnten die Meuselwitzer Handballer ihren zweiten Auswärtspunkt in der Landesliga feiern und bleiben so auf Tuchfühlung zum Tabellenmittelfeld.
Der HVM spielte mit: Quaas (Tor), H. Schulz (10 Tore), Höcker (5), K. Schulz (4), Thurm (3), Fuhrmann (2), Müller (2), Härling (1), Thiel