
Das neugestaltete Pflaster musste vor der offiziellen Übergabe von Ralf Gerth (Gerth Tief- und Pflasterbau GmbH Schmölln), Landrat Sieghardt Rydzewski, Architekt Jan Godts, Fachbereichsleiter Bernd Wenzlau und Planungsingenieur Uwe Doyé erst noch vom Schnee befreit werden. Foto: Cathleen Bethge
Nach Abschluss der Baumaßnahmen erfolgte am 14. Dezember 2010 durch Landrat Sieghardt Rydzewski die offizielle Übergabe der Außenanlagen am Lindenau-Museum in Altenburg. In zwei Bauabschnitten von November 2008 bis Dezember 2010 hatte der Landkreis Altenburger Land als Eigentümer umfangreiche Arbeiten durchgeführt. „Es ist ein Geschenk an die Altenburger und ihre Gäste, die Außenanlagen wieder in einen Zustand zu versetzen, der dem eindrucksvollen Gebäude angemessen ist“, sagte Landrat Sieghardt Rydzewski während der offiziellen Einweihung.
Der 1. Bauabschnitt von November 2008 bis März 2009 umfasste die Sanierung des ca. 400 m langen defekten Regenwasserkanals am Museum. Außerdem wurden ca. 180 m Anschlussleitungen für die Dachentwässerung, die vorhandenen Straßeneinläufe sowie insgesamt 13 Abwasserschächte erneuert. Im Zuge der ausgeführten Tiefbauleistungen wurden die freigelegten äußeren Kellerwände mit einer Dickbettbeschichtung versehen, um die vom Museum genutzten Kellerräume trocken zu halten.
Der 2. Bauabschnitt umfasste die Gestaltung der Freiflächen, wobei witterungsbedingt noch kleine Restarbeiten fertig zu stellen sind. Museum und Parkanlage stehen unter Denkmalschutz, weshalb diese in Anlehnung an historische Entwürfe saniert und gestaltet wurden. Ziel der Sanierungsarbeiten war außerdem, die Zufahrt der Feuerwehr einschließlich der dazugehörigen Aufstellflächen zu gewährleisten, die Begehbarkeit herzustellen, die Anlieferung von Ausstellungsstücken zu ermöglichen und Parkplätze für Mitarbeiter und Besucher zur Verfügung zu stellen.
Insgesamt wurden dabei ca. 1.800 m² Kleinpflaster für Fahrgasse und 10 Parkstellflächen verbaut. Außerdem erfolgte eine Neugestaltung der Grünflächen, um das Museum städtebaulich wieder wirkungsvoll in die Blickachse zum Bahnhof zu bringen. “In den historischen Entwürfen sieht man, dass der Architekt des Hauses und Bernhard von Lindenau die freie Sicht wollten. Das Haus wirkt in der jetzt wieder hergestellten historischen Fassung viel offener und eindrucksvoller”, sagte Museumsdirektorin Jutta Penndorf. Dafür musste die vorhandene Bepflanzung vor dem Gebäude entfernt werden.
Die Freiflächen wurden mit zwei Sitzbänken und zwei Anlehnbügeln aus Edelstahl ausgestattet, die für das Abstellen von Fahrrädern dienen. Die Kosten für beide Bauabschnitte beliefen sich auf insgesamt 444.900 Euro. Ca 75 Prozent davon wurden über das Konjunkturpaket II des Bundes (221.175 Euro) bzw. Fördermittel aus dem Bundesprogramm Investition nationale Kultureinrichtungen in Ostdeutschland (110.000 Euro) finanziert. Der Landkreis Altenburger Land als Eigentümer steuerte weitere 113.725 Euro an Eigenmitteln bei.