
DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI heißt das Stück nach dem gleichnamigen Film von Hans Weingartner für die Bühne eingerichtet von Gunnar Dreßler. Die zweite Vorstellung nach der erfolgreichen Premiere steht am Freitag, 29. April, um 19.30 Uhr im Heizhaus auf dem Programm. Der mehrfach ausgezeichnete Film von Hans Weingartner zeigt die verzweifelte Suche einer Jugend nach Möglichkeiten zwischen heutiger Systemkritik und überholten Denkmustern.
Peter (Henning Bäcker) und Jan (Manuel Kressin) haben ihren eigenen Weg gefunden, auf soziale Ungerechtigkeiten hinzuweisen. Sie haben den Bonzen den Krieg erklärt und brechen nachts in deren Villen ein. Aber nicht um zu stehlen, sondern um Chaos und Unsicherheit in die verschanzten Paläste zu bringen. Ihre Arbeit kommentieren sie mit Botschaften wie „Die fetten Jahre sind vorbei“ oder „Sie haben zu viel Geld“. Wie weit darf Widerstand gegen ein System gehen, wenn man keine Alternative weiß? Wie finden wir gesellschaftliche Visionen, wenn die Zeit der großen Utopien vorbei ist? Als Peters Freundin Jule (Vanessa Rose) mit ins Spiel kommt, läuft die Situation aus dem Ruder: Sie werden erwischt ….
Die Altenburger Premiere und zugleich die einzige Aufführung von Richard Wagners romantischer Oper TANNHÄUSER in der Regie

TANNHÄUSER bei Theater&Philharmonie Thüringen
von Philipp Kochheim ist am Sonntag, 1. Mai, 18.00 Uhr im Landestheater. Eine besondere Faszination übten die Opern Wagners auch auf die Familie Mann aus. Thomas Mann (1875-1955) rieb sich zeitlebens an ihnen und identifizierte sich zugleich damit. Regisseur Philipp Kochheim wagt eine Parallelisierung des Wagnerschen Kosmos mit den Personenkonstellationen und Charakteren der Familie Mann und dem Zeitgeist der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts.
Kaum ein Komponist steht für so viele widersprüchliche politische, historische und künstlerische Entwicklungen wie Richard Wagner (1813-1883). Gerade darum entwickelte er für die Figur des Tannhäuser ein besonderes Faible; sie ist ebenso unkonventionell wie der Komponist selbst.
Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Jens Troester. Das Bühnenbild entwarf Thomas Gruber, die Kostüme Bernhard Hülfenhaus. Der Opernchor wird durch Gäste verstärkt. Ivar Gilhuus, Darsteller der Titelpartie, wurde in Norwegen geboren. Sein Operndebüt gab er 1984 an der RingsakerOperaen in Hamar. Seit 1990 verbindet ihn ein Vertrag auf Lebenszeit mit Den Norske Opera. In den großen Partien seines Faches ist der Heldentenor u.a. an der Deutschen Oper Berlin und der Bayerischen Staatsoper München zu erleben. In den weiteren Partien: James Moellenhoff (Hermann), Stephan Genz (Wolfram), Michael Siemon (Walther von der Vogelweide), Bernhard Hänsch (Biterolf), Peter Paul Haller (Heinrich), Kai Wefer (Reinmar von Zweter), Carola Höhn (Elisabeth), Susanne Gasch (Venus), Katrin Strocka (Ein Hirt), Paula Rummel, Eva Barbara Schuster, Christina Bock, Lydia Moellenhoff (Vier Edelknaben).