

Auszeichnung für Kulturdenkmal „Ohlsche Klinik“ (Foto: Ronny Seifarth)
Auszeichnung für Kulturdenkmal „Ohlsche Klinik“
Am 16. August 2011 tagte die Jury zur Vergabe des Denkmalschutzpreises der Stadt Altenburg. In diesem Jahr wurden insgesamt sechs Vorschläge für die Preisvergabe eingereicht. Alle Vorschläge entsprachen der Vergaberichtlinie. Nach Einzelvorstellung und eingehender Diskussion der Vorschläge wurden durch die Mitglieder der Jury einstimmig folgende Entscheidungen getroffen:
Die Mitglieder der Jury waren:
Volker Schwerd - Vorsitzender des Bauausschusses
Thomas Moewes - Kreishandwerksmeister
Frank Knutas - Vertreter des Denkmalbeirates
Christoph Zippel - Vertreter des Kulturausschusses
Anton Geerlings - Vertreter des Sponsors
Der in den Jahren 1907/1912 als Blockrandbebauung zwischen der heutigen Franz-Mehring-Straße und der heutigen Friedrich-Ebert-Straße errichtete Industriebau des ehemaligen Nähmaschinenwerkes L. O. Dietrich ist von besonderer denkmalpflegerischer stadtgeschichtlicher, industriegeschichtlicher und vor allem stadtbildprägender Bedeutung für die Stadt Altenburg.
Herr Dr. Harald Kunze aus Altenburg für die Fassadeninstandsetzung am Gebäude Carl-von-Ossietzky-Straße 18 (Denkmalensemble)
Herr Dr. Harald Kunze hat als Eigentümer und Bauherr die Fassaden des im Jahre 1909 nach Plänen des Altenburger Baurates Gustav Frenzel für Frau Regierungsrat Gertrud Dolch errichteten Wohnhauses denkmalgerecht instand gesetzt und damit eine vorbildliche Leistung bei einer Fassadeninstandsetzung vollbracht. Putzstruktur und Putzfarbe wurden gemäß bauzeitlichem Originalbefund rekonstruiert.
Durch seine exponierte Ecklage sowie seine Kubatur und Fassadengliederung ist das Gebäude von raum- und gestaltbildprägender Bedeutung im heutigen Denkmalensemble „Stadterweiterung ab 1860“.
Herr Kai Rösser aus Nobitz für das Gebäude Carl-von-Ossietzky-Straße 44 (Denkmalensemble)
Herr Kai Rösser hat als Eigentümer und Bauherr im Rahmen der Gesamtinstandsetzung des Gebäudes die gründerzeitliche Schmuckfassade des Wohnhauses Carl-von-Ossietzky-Straße 44 denkmalgerecht instand gesetzt und damit eine vorbildliche Leistung bei einer Fassadeninstandsetzung erbracht.
Die Fenster wurden nach historischem Vorbild aus Holz rekonstruiert. Die originale bauzeitliche Haustür wurde erhalten und restauriert. Das Dach wurde neu eingedeckt. Die Farbgebung der Fassade und der Fenster erfolgte nach Befund. Das Wohnhaus Carl-von-Ossietzky-Straße 44 wurde 1886 nach Plänen des Altenburger Baumeister Wilhelm Wagenbreth für den Stein- und Bildhauer Gustav Rauschenbach erbaut und bereits 1893 nach Plänen von Max Goldmann umgebaut.
Förderverein der Grundschule Karolinum
Der Förderverein der Grundschule Karolinum engagierte sich intensiv für die denkmalgerechte Instandsetzung der Treppenhäuser des Kulturdenkmales Karolinum und unterstützte die Stadt Altenburg bei der Vorbereitung der denkmalgerechten Instandsetzung und Restaurierung der Aula der Schule. Damit hat der Förderverein vorbildliche Aktivitäten und Initiativen zur Rettung, Sicherung und Bewahrung eines Kulturdenkmales geleistet.
Die Preisverleihung erfolgt durch den Oberbürgermeister der Stadt Altenburg im Rahmen der öffentlichen Kulturveranstaltung 9. Altenburger Marstallkonzert zum „Tag des offenen Denkmals“ 2011 am Freitag, den 9. September 2011 in der Reithalle des Herzoglichen Marstalls. Der Preisträger erhält eine Urkunde und einen Geldpreis in Höhe von 2.500 Euro. Die Stadt Altenburg bedankt sich nochmals recht herzlich bei allen Sponsoren des Preisgeldes und den Einreichern der Vorschläge.
Fröhlich / Referat Bauverwaltung und Bauordnung -Untere Denkmalschutzbehörde