Führende Lokalpolitiker des Landkreises Altenburger Land weilten am Montagabend auf Einladung der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen zu informellen Gesprächen im Automobilwerk im Zwickauer Stadtteil Mosel. Angeführt von Landrat Sieghardt Rydzewski und Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf nahmen die Vorsitzenden und Mitglieder der Kreistagsfraktionen von SPD, CDU, FDP und Die Linke Dirk Schwerd, Uwe Melzer, Karsten Schalla und Michaele Sojka sowie der Geschäftsführer des Nobitzer Flugplatzes Jürgen Grahmann, der Nobitzer Bürgermeister und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Flugplatz Altenburg-Nobitz GmbH Hendrik Läbe und der Sprecher der Bürgerinitiative „Zukunft für das Altenburger Land“ Helge Klein an dem mehrstündigen Treffen mit dem Leiter Administration & Kommunikation der Volkswagen Sachsen GmbH, Dr. Gunter Sandmann, teil. Für die Lokalpolitiker war es Ziel des Besuches, sich direkt vor Ort darüber zu informieren, was der VW-Konzern in den kommenden Jahren am Standort Sachsen, wenige Kilometer entfernt vom Landkreis Altenburger Land, plant.
Dr. Sandmann informierte die Kreispolitiker über die Fahrzeugproduktion der letzten Jahre und gab einen Ausblick auf die Entwicklung des Werkes Zwickau bis zum Jahr 2014, die einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung für die gesamte Region verspricht. Zugleich unterstrich Sandmann wiederholt die immense Bedeutung des Flugplatzes Altenburg-Nobitz für den Volkswagen Konzern. Seit Jahren landen die Konzern-Vorstände regelmäßig auf dem Thüringer Airport, um von hier aus binnen weniger Minuten nach Zwickau oder Chemnitz zu gelangen. „Ohne diesen Landeplatz in unmittelbarer Nähe des Werkes wären wichtige strategische Treffen mit den Vorständen und internationalen Partnern so nicht möglich. Ein Ausfall des Flugplatzes wäre ein negativer Einschnitt in die regionale Verkehrsinfrastruktur“, so Dr. Gunter Sandmann, der schließlich am Ende des Treffens in Aussicht stellt: „Wir werden mit unserem künftigen Engagement hier in Sachsen dafür sorgen, dass es einer ganzen Region gut geht.“
Dazu konstatierte Landrat Sieghardt Rydzewski: „Als einer der ersten großen Investoren in Sachsen schreibt VW seit zwei Jahrzehnten Erfolgsgeschichte und ist für Westsachsen und Ostthüringen von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Allein aus dem Altenburger Land arbeiteten viele hundert Menschen im Werk Zwickau und in der regionalen Zulieferindustrie. Durch die Investitionen der Automobilbauer hat sich eine solide regionale Wirtschaftskraft gebildet. Eine bedeutende Zuliefer- und Dienstleistungsindustrie partizipiert heute von Volkswagen in Sachsen. Nicht zuletzt bietet dieser Standort auch Zukunftschancen für unsere Kinder, die hier eine Ausbildung absolvieren können und eine berufliche Perspektive in der Region finden. Die Politik muss endlich davon abkommen, in Ländergrenzen zu denken und auf wirtschaftspolitischem Terrain verstärkt überregional agieren. Es ist an der Zeit, dass auch die Thüringer Landesregierung das erkennt. Insofern ist es gut, dass an diesem Abend auch eine Einladung an Wirtschaftsminister Machnig ausgesprochen wurde.“
Am Ende des Besuches in Zwickau nutzen die Gäste die Gelegenheit, sich einen Überblick zur Produktion von Golf, Passat und Luxuskarosserien in Zwickau zu verschaffen, die Dimension des Werkes und seiner Strahlkraft in die gesamte Region sowie die logistischen Herausforderungen kennen zu lernen.