
Besuch der Reiseveranstaltermesse TRAVEL 11 im Festsaal des Altenburger Schlosses (Foto: Altenburger Tourismus GmbH)
Ein gut besuchter Stammtisch des Fremdenverkehrsverbandes Altenburger Land e.V. fand am Freitag, den 07.10.2011, in Lucka statt. Bürgermeisterin Kathrin Backmann hatte in das altehrwürdige Hotel „Zum Hirsch“ eingeladen, eines der ältesten barocken Gebäude der Stadt, das seit einiger Zeit wieder von einem neuen Pächter gut bewirtet wird. Landrat Sieghardt Rydzewski führte als Vorsitzender des Verbandes durch die gut gefüllte Tagesordnung. Sehr klar positionierte er sich für die Finanzierung der wichtigen und effizienten Arbeit des Verbandes für den Wirtschaftsstandort Altenburger Land.
Die Berichte der Vorstandsmitglieder über verschiedenen Projekte, an denen der Verband teilweise seit Jahren mitarbeitet, sind durchweg optimistisch. Die Studie zum Viadukt-Radweg ist abgeschlossen und man hofft auf positive Resonanz aus Erfurt. Die Beschilderung der touristischen Radrundwege ist beauftragt und wird aus dem Regionalbudget finanziert. Auch der Wohnmobilstandort in Altenburg wartet auf die Zusage der beantragten Fördermittel. Bei den in ganz Mitteldeutschland geplanten Lutherwegen wird das Altenburger Land eine wichtige Rolle spielen. Als Drehscheibe zwischen den drei Ländern – und mit Altenburg als deutschlandweit bedeutendem Ort der Reformation – schafft eine insgesamt 90 km beschilderte Strecke Verbindungen nach Leipzig, Zwickau, Zeitz und Gera. Für Pilgerer, Wanderer und Radfahrer erschließt sich dadurch ein sanfter Tagestourismus durch die ländliche Region. Der Verband übernimmt die Eigenanteile für das Projekt.
Zum immer wieder kritisch kommentierten Thema der Situation von Hotels und Gaststätten nahm der Schmöllner Hotelier Bernd Adam Stellung. Die offiziellen statistischen Zahlen seien nicht aussagefähig. Sie würden nicht der Tatsache Rechnung tragen, dass im Altenburger Land, anders als zum Beispiel im Thüringer Wald, die Zimmer meist als Einzelzimmer vermietet würden. Die Auslastungen der Häuser lägen bei über 60% und er sei, ebenso wie seine Kollegen vom Hotel „Bellevue“, vom Hotel „Am Rossplan“, vom Hotel „Treppengasse“, vom „Kertscher Hof“ oder vom „Altenburger Hof“ sehr zufrieden. „Wer sich dreht und seine Kunden kennt, hat mit der ATI/FVV einen guten, sehr aktiven Partner“, versicherte er. Nur gemeinsam könne man Tourismus organisieren, aber den Hotels und Gaststätten käme eine besondere Verantwortung zu. Sie würden das Bild der Region für den Gast am stärksten prägen. Worte, die Christine Büring, ATI-Chefin und stellv. Vorsitzende des Fremdenverkehrsverbandes, gerne hörte. Die Reiseveranstaltermesse TRAVEL 11, die die Thüringer Tourismus GmbH TTG im Juli in Altenburg gemeinsam mit der ATI organisiert hatte, sei eine gewaltige Chance, neue Kunden und Reiseveransalter für das Altenburger Land zu gewinnen. Büring stellte einen von der TTG produzierten Film über das Event und das Budget des Verbandes für das Jahr 2012 vor. Die Mitglieder stimmten dem Marketingbudget mit einem Umfang von 54.000 € einstimmig zu und beschlossen, das 20-jährige Jubiläum des Verbandes im kommenden Jahr mit neuen Produkten und einem Tourismus-Treffen gebührend zu feiern.
Im zweiten Teil des Programmes beschäftigten sich die Mitglieder des Fremdenverkehrsverbands mit dem Thema Sport und Tourismus. Mit dem Chef des ZFC Meuselwitz, Hubert Wolf, und dem des SV Aufbau Altenburg, Lutz Härtel, sowie dem Mitorganisator des Skatmarathons Heiko Krahnert hatten sich die Touristiker kompetente Gesprächspartner eingeladen. Über 30.000 Besucher jährlich mobilisiert allein der Fußball. Zehntausende jubeln entlang der Strecken der Thüringer Radrundfahrt der Frauen und beim Skatmarathon. Hunderte Profis, „Jedermänner“ und Kinder nehmen an Radrennen und an den Jugendläufen teil im Beiprogramm der Veranstaltungen teil. Am Mountainbikerennen und beim Marathon beteiligen sich darüber hinaus sogar internationale Profis. „Und“, so Kreisportbundvorsitzender Gerth, „über 20 Vereine mit 40 Mannschaften kämpfen erfolgreich oberhalb der Landesligen“. Die Radballer aus Ehrenberg und die Ringerin Maria Müller seien stolz auf internationale Medaillen. Das dies eine Gelegenheit für Werbung im und für das Altenburger Land ist, darüber sind sich Sportfreunde und Touristiker schnell einig. Für Petra Haase, die mit der Altenburger Brauerei in großem Umfang Sport-Sponsoring betreibt, ist ein großes Potential an „Mitnahmeeffekten“ für beide Seiten möglich, muss aber von den Touristikern organisiert werden. Infomaterial kann verteilt und Links können auf den Internetseiten geschaltet werden. Erste Maßnahmen werden ganz konkret aus den Diskussionen des Stammtisches folgen.
Nach zwei sehr produktiven Stunden touristischen Ideenaustausches trennte man sich in bester Stimmung. Im ersten Quartal 2012 trifft man sich zur Geburtstagsfeier des Vereins gerne wieder. Bis dahin gilt: Nur gemeinsam kann man im Tourismus erfolgreich sein!
Altenburger Tourismus GmbH im Auftrag des FVV Altenburger Land e.V.