

Michael Wolf - Oberbürgermeister Stadt Altenburg (Bild: Privat)
Jugendthemen künftig stärker in den Fokus rücken
Als einer von vier Teilnehmern der Talkrunde in der Aula des Friedrichgymnasium, hat sich Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf den Fragen und Sorgen der Jugendlichen gestellt. Das Organisationsteam der Jugendwahl U18 um den Kreisjugendring trug bereits im Vorfeld die Themen zusammen, die den jungen Menschen unter den Nägeln brennen. Es bestand aber auch während der Veranstaltung die Möglichkeit zu stellen.
Nach dem Aula-Talk ist sich der Amtsinhaber sicher, dass er mit seiner bisherigen Kinder- und Jugendpolitik für Altenburg und auch speziell den künftigen Ansätzen bei den Jugendlichen punkten konnte. Wolf setzt sich auch weiterhin für den Erhalt der städtischen Jugendeinrichtungen ein, will sie aber weiterentwickeln. So dürfe sich die Arbeit mit den jungen Altenburgern nicht nur in festen Clubs beschränken, vielmehr müssten die städtischen Sozialarbeiter im gesamten Stadtgebiet aktiv sein und die Jugendlichen an ihren Treffpunkten aufsuchen. „Die Zeit der rein stationären Jugendarbeit in Clubs ist aus meiner Sicht überholt. Jugendliche wollen das Stadtgebiet erkunden, sich ihren eigenen Treffpunkt suchen. Hier will ich ansetzen, natürlich in enger Abstimmung mit den Fachleuten“, so Michael Wolf.
Aber nicht nur um die Frage der Jugendclubs ging es, auch die Gestaltung von Schulhöfen und angegliederten Sportplätzen wurde von der Jugend thematisiert. Hier wünscht man sich künftig eine noch stärkere Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Schüler. Michael Wolf griff den Wunsch auf, stellte die bisherigen Erfolge bei der Aufwertung von Plätzen für sportlichen Aktivitäten im Schulgelände heraus und sagte eine Ausweitung der Abstimmungen mit der Schülerschaft bei künftigen Maßnahmen zu.
Wolf könne sich ebenso vorstellen, das Kinder- und Jugendparlament zu reaktivieren. Dabei solle man aber aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und müsse es schaffen, das Gremium so zu besetzen und vernetzen, dass die verschiedenen Alters- und Interessenlagen Berücksichtigung finden. Das Stadtoberhaupt forderte die Jugendlichen auf, sich künftig stärker in die aktive Kommunalpolitik einzubringen. „Wir brauchen auch im Stadtrat junge Leute, um auch wirklich die Breite der Altenburger Bevölkerung zu repräsentieren sowie die Interessen der jungen Generation künftig noch besser berücksichtigen zu können. Bringt euch ein, engagiert euch ganz direkt“, so Michael Wolf.
Als Fazit zu der Veranstaltung hält das Stadtoberhaupt für seine kommende Amtszeit ein Leitmotiv fest: „Wir müssen die Familien- und Jugendthemen künftig stärker in den Fokus rücken, ohne dabei die Belange der älteren Generation aus dem Blickwinkel geraten zu lassen. Stemmen wir uns gegen die Schrumpfungsszenarien, erkennen und nutzen wir die Potenziale unserer Stadt und fokussieren wir uns auf die Bedürfnisse der Leistungsträger“.
Michael Wolf