

Im Vortrag wurde ausführlich der Einsatz von Betonrohrfallen als Bejagungsmethode von Raubwild zum Schutz des Niederwildes erläutert (Foto: privat)
Unter dem Titel „Sicherung und Schutz der Vielfalt von Bodenbrütern und Niederwildbeständen durch verbesserte Habitatgestaltung und geeignete Raubwildbejagung“ fand am 16. März im KompetenzCenter der Sparkasse Altenburger Land in Schmölln ein Informationsabend statt.
Veranstaltet und organisiert wurde dieser von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises und dem Landschaftspflegeverband Altenburger Land e. V. Anton Maas, Mitglied des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen, referierte über seine Erfahrungen beim Einsatz von Betonrohrfallen zur Dezimierung von Raubwild als flankierende Maßnahme zu Gunsten des Niederwildes. Die etwa 60 Besucher, hauptsächlich aus den Reihen der hiesigen Jägerschaft, verfolgten den Vortrag mit regem Interesse.
Anton Maas berichtete einleitend über sein Heimatrevier Störmede-Ost, im Kreis Soest (NRW) gelegen. Eine Region, die ähnlich dem Altenburger Land landwirtschaftlich intensiv genutzt wird und auch darüber hinaus Parallelen aufweist.
Unter Zuhilfenahme zahlreicher Statistiken präsentierte er die über Jahre währende Dokumentation der Entwicklung der Hasenpopulation anhand der Hasenstrecke sowie die Population und Strecke des Fuchses in seinem Revier und verdeutlichte auf diese Weise die vorhandene Kausalität bzw. die Räuber-Beute-Beziehung. Mit steigender Fuchspopulation sinkt die Anzahl der Hasen, wobei die Erfassung der Hasenstrecke in seinem Revier 1995 einen beachtlichen Tiefstand erreichte. Als Ursache nannte Anton Maas hierfür neben einer intensiven Landbewirtschaftung mit Lebensraumverlust die Dezimierung des Niederwildes urch Räuber, insbesondere den Fuchs.
Mittels gezielter Raubwild- bzw. Fuchsbejagung konnte jedoch im Revier von Anton Maas dem Rückgang von Niederwild und Bodenbrütern entgegengewirkt und die Population von vorwiegend Hase, aber auch Rebhuhn, Lerche, Kiebitz, und Wachtel gefördert werden. In diesem Kontext erläuterte Maas umfassend die Vorzüge der Betonrohrfalle als optimale Bejagungsmethode des Fuchses anhand seiner persönlichen positiven Erfahrungen und belegte den Erfolg mit weiteren Dokumentationen der gestiegenen Hasenpopulation.
Der Rückgang des Niederwildes hat aber weitere Ursachen. Besonders der Lebensraumverlust durch die intensive Landnutzung ist hierfür verantwortlich. Am Ende der Veranstaltung stellte sich der Referent den interessierten Fragen des Publikums. Das bekundete Interesse einiger Besucher an besagter Betonrohrfalle zeugt von der Nachhaltigkeit des Vortrages und macht zuversichtlich, dass auch im Altenburger Land ähnliche positive Effekte wie in Nordrhein-Westfalen erzielt werden und Meister Lampe demnächst häufiger in weiter Flur anzutreffen ist.
Linda Leuthardt, untere Naturschutzbehörde