
Fußball-Europameisterschaft 2012
Am 8. Juni beginnt die Fußballeuropameisterschaft in Polen und der Ukraine. Millionen Zuschauer werden hierzulande vor Fernsehgeräten oder Leinwänden mitjubeln und mitfiebern, wenn die Deutsche Nationalelf um den Titel kämpft. Viele reisen sogar selbst an die Austragungsorte, um die Spiele live zu erleben. In diesem Zusammenhang weist das Thüringer Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz darauf hin, bei Reisen nach Polen und in die Ukraine auf einen entsprechenden Impfschutz zu achten.
In der Ukraine finden die EM-Spiele in der Hauptstadt Kiew, in Lemberg (Westen) sowie in Charkow und Donezk (Nordosten) statt. Es werden Millionen von Besuchern aus zahlreichen europäischen Ländern erwartet. Das Aufeinandertreffen vieler Menschen auf engem Raum aus verschiedenen Ländern führt zu günstigen Bedingungen für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten. Dabei geht es vor allem um solche Erkrankungen, die hoch ansteckend sind und dazu einen einfachen Übertragungsweg (z.B. Tröpfchen-Infektion) haben.
Daher ist es besonders wichtig, auf den besorgniserregenden Masern-Ausbruch in der Ukraine hinzuweisen. Im Westen der Ukraine wird derzeit ein größerer Masernausbruch, bei dem seit Anfang Januar 2012 bereits rund 5500 Menschen erkrankt sind, beobachtet. Schwerpunkt des Ausbruchs sind die Bezirke Lemberg und Ivano-Frankiwsk sowie die Stadt Kiew. Zusätzlich zu den in Deutschland üblichen Standardimpfungen ist etwa der Immunschutz gegen Masern, Hepatitis A und FSME empfehlenswert.
Eine Maserninfektion verläuft insbesondere bei Erwachsenen häufig schwer und kann Komplikationen wie Lungen- und Gehirnhautentzündungen zur Folge haben. Das Hepatitis A-Virus wird durch verunreinigte Speisen und Trinkwasser übertragen. Eine Infektion äußert sich zunächst durch Fieber, Erbrechen und schließlich durch eine Gelbfärbung der Haut.
EM-Besucher, die planen, sich viel im Freien und in der Natur aufzuhalten – etwa auf Camping- und Zeltplätzen – sollten sich zudem vor Zeckenstichen schützen und sich vor der Reise gegen das durch Zecken übertragene FSME-Virus impfen lassen. Weite Teile Polens und der Ukraine gehören zu den FSME-Risikogebieten. Bis zu fünf Prozent der Zecken tragen das Virus dort in sich. FSME-Viren können Frühsommer- Meningoenzephalitis auslösen, eine Form der Hirnhautentzündung. Noch häufiger übertragen die Tiere allerdings Lyme-Borreliose (Bakterien). Eine Impfung gegen Borreliose gibt es bislang nicht. Deshalb ist es umso wichtiger, Zeckenstiche von vornherein zu vermeiden. Wenn man sich in der Natur aufhält, sind geschlossene Kleidung und das Auftragen von Insektenschutzmitteln empfehlenswert.
Besucher der Fußball-EM 2012 in Polen und der Ukraine sollten sich bereits jetzt um notwendige Impfungen kümmern. Das Gesundheitsamt des Landkreises Altenburger Land berät dazu gern (Telefon: 03447/ 586-833).