
54.000 Euro für Kleingartenvereine / Gelder für elf Projekte bewilligt (Foto: Silke Arnold)
54.000 Euro für Kleingartenvereine
Grund zur Freude hatten die Vertreter von elf Kleingartenvereinen am Donnerstag der Vorwoche, denn Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf überreichte ihnen im Rathaus Fördermittelbescheide. Mit den Geldern sollen nun in den Sparten diverse Vorhaben in Angriff genommen werden. Es fließt bereits zum fünften Mal auf Grundlage der „Förderrichtlinie zur Stabilisierung des Kleingartenwesens“ Geld in Altenburger Kleingartenanlagen. Das finanzielle Volumen der Bescheide liegt in diesem Jahr bei rund 54.000 Euro.
Zwei beantragte Projekte konnten nicht bewilligt werden, die ursprünglich beantragten Fördermittel summierten sich auf rund 73.000 Euro. Über die Vergabe der Zuwendungen war zuvor im Bauausschuss beraten worden, die entsprechende Vorlage stieß in dem Gremium auf Zustimmung. Ausschlaggebend für die Förderzusage war die besagte Förderrichtlinie. Bei dem Geld handelt es sich um Pachtzinseinnahmen, die auf Antrag an förderwürdige Sparten für konkrete Vorhaben zur Verfügung gestellt wurden. Die Kleingartenvereine, die nun in den Genuss der Fördergelder kommen, wollen und sollen mit den bevorstehenden Investitionen weiter an Attraktivität gewinnen.
In diesem Jahr kommen die Anlagen „Bauhof I und Bauhof II“, „Friedenseck“, „Günthers Gärten“, „Waldesruh“, „Tagessonne“, „Glück Auf“, „Grüne Laube“, „Knau“, „Ost“ und „Einheit“ zum Zuge. Die bewilligten Maßnahmen sind Instandsetzung- und Sanierungsarbeiten an Vereinshäusern beziehungsweise Gemeinschaftsflächen, Wegebau und die Erneuerung von Außenzäunen.
In der Gartenanlage Bauhof I werden rund 3700 Euro für Fenster- und Türeinbau am Vereinshaus eingesetzt. „Bauhof II“ erhält rund 1200 Euro für Bänke und die Neupflanzung einer Linde. Ins „Friedenseck“ fließen rund 10.000 Euro für Wegebau. „Günthers Gärten“ bekommen rund 1700 Euro für Sitzflächen vor dem Gemeinschaftshaus sowie die Errichtung eines Geräteschuppens. In der Sparte „Waldesruh“ freut man sich demnächst über sechs neue Gartenbänke, dafür wurden rund 900 Euro bewilligt. In der „Tagessonne“ stehen rund 8000 Euro für die Begegnungsstätte zur Verfügung. „Glück Auf“ kann rund 11.000 Euro in den Wegebau investieren. In der Sparte „Grüne Laube“ stehen rund 1400 Euro für die Sanierung des Terrassenvordachs bereit. In den Anlagen „Knau“ und „Ost“ werden für rund 4000 beziehungsweise rund 9000 Euro Außenzäune erneuert. Schließlich wurden der Sparte „Einheit“ rund 2700 Euro für Wegebau bewilligt.
Aus Sicht des Oberbürgermeisters hält die Skatstadt mit der Förderrichtlinie einen echten Trumpf in der Hand, der den Bestand zahlreicher Kleingartenanlagen sichert. Er berichtete von beachtlichem überregionalen Interesse an der Richtlinie. So hat er in dieser Woche auf Einladung der SPD-Fraktion des Landtags von Sachsen-Anhalt in Magdeburg über den Altenburger Weg zur Stabilisierung und Entwicklung des Kleingartenwesens informiert.
Bei der Übergabe der Bescheide sicherte das Stadtoberhaupt den Empfängern zu, dass es trotz der schwierigen finanziellen Situation, in der sich Altenburg befinde, auch in den kommenden Jahren Ausschüttungen geben werde.
Wer sich ausführlich über die rechtlichen Grundlagen des
Förder-Prozederes informieren möchte, kann das via Internet tun. Auf den städtischen Internetseiten (altenburg.eu) sind unter „Bauen und Wohnen“, Unterpunkt „Kleingartenwesen“, die Förderrichtlinie, der Generalpachtvertrag und der Öffentlich-rechtliche Vertrag nachzulesen.