
In Jena trafen sich in der Vorwoche Jugendliche aus allen Teilen Deutschlands, um an der 22. „Lernstatt Demokratie“ teilzunehmen. Unter ihnen waren auch zwei Schülerinnen aus dem Altenburger Land. Der Grund: Beide hatten sich im Vorjahr auf der 2. Schülerkonferenz des Altenburger Landes engagiert.
Das Projekt, 2. Schülerkonferenz im Altenburger Land, nahm erfolgreich am „Wettbewerb Demokratisch Handeln“ teil. Die besagte „Lernstatt Demokratie“ ist als krönender Abschluss des Wettbewerbs gedacht, dazu werden Schüler und Lehrer sowie Projektleiter eingeladen, deren Projekte als „herausragend“ eingestuft werden. Für den bundesweiten Wettbewerb waren dieses Mal 301 Vorschläge eingegangen, 48 durften in Jena mitmachen.
Die Einladung nach Jena war für die Schülerinnen, Carolin Zöpel und Anelie Martin, die die Regelschule in Gößnitz besuchen, eine willkommene Abwechslung. Für die Macher des Projekts, der Kreisjugendring Altenburger Land und der städtische Kinder- und Jugendtreff Abstellgleis, ist der Erfolg in dem bundesweiten Wettbewerb eine schöne Anerkennung. Die 2. Schülerkonferenz im Altenburger Land hatte im September 2011 stattgefunden. Unter dem Motto: „Schule, unser Lebensraum! Wir gestalten unsere Schule(n)“ beschäftigten sich 35 Schülersprecher mit der Frage, wie der Schulalltag und die Schulgemeinschaft positiv gestaltet werden können. Die Ergebnisse der Konferenz wurden öffentlich präsentiert.
Diese Ergebnisse, aber auch die Art und Weise, in der die Konferenz durchgeführt wurde, wurden in Jena gelobt. „Bemerkenswert“ sei unter anderem, dass die Schüler aus dem Altenburger Land die Konferenz mit organisierten, sie die auf der Konferenz entwickelten Ideen direkt in die Schulen trugen und sie sich gegenüber Politikern, Presse, Ämtern und Lehrern Gehör verschafften. Als Würdigung ihres Engagements und zur Erinnerung an die „Lernstatt Demokratie“ gab es neben motivierenden Worten und Erfahrungen auch eine Anerkennungs-Urkunde.
Der „Wettbewerb Demokratisch Handeln“ wird seit 1990 für alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland ausgeschrieben. Gesucht und unterstützt werden gelungene Beispiele für gelebte Demokratie in der Schule und darüber hinaus. Träger des Wettbewerbs ist der „Förderverein Demokratisch Handeln“, der am Lehrstuhl für Schulpädagogik und Schulentwicklung der Schiller-Universität in Jena eine Geschäftsstelle eingerichtet hat. Die „Lernstatt Demokratie” will dabei eine „einzigartige Gelegenheit der Begegnung von Schülerinnen und Schülern“ schaffen.
(Weitere Informationen: www.demokratisch-handeln.de)