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Aufbau-Frauen scheitern an sich selbst


Handball Mitteldeutsche Oberliga

HSG Rückmarsdorf – SV Aufbau Altenburg 29:28 (15:12)

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg mussten am vergangenen Samstagabend die dritte Niederlage der Saison hinnehmen. Gegen die bis dahin sieglose HSG Rückmarsdorf scheiterte das Team von Ronny Bärbig / Antonio Rohr allerdings nicht an einem überlegenen Gegner, sondern an sich selbst. Aufgrund zahlreicher technischer Fehler und einer über weite Phasen unzulänglichen Abwehrarbeit liefen die Skatstädterinnen überwiegend einem Rückstand hinterher. Dass die Aufsteiger am Ende dennoch die Chance auf die Punkteteilung hatten, verdankten sie allein ihrer erneut äußerst positiven Einstellung – am Ende belohnten sie sich dafür jedoch nicht.

Eine Führung gelang den Altenburgerinnen in dieser Partie – jene zum 0:1. Dabei sollte es jedoch auch bleiben. Denn in der Folge präsentierte sich das Team vor allem im Abwehrverband nicht auf der Höhe. Während die Gastgeber aus Leipzig nach Belieben ihr Angriffsspiel aufbauen konnten, agierten die Ostthüringer nicht aggressiv genug. Zudem erwischten die Torhüterinnen nicht ihren besten Tag, sodass auch von dieser Position keine Initialzündung ausging. Trotzdem versuchten sich die Aufbau-Frauen immer wieder in die Partie hineinzukämpfen. Nach dem 5:2 ackerten sie sich zum 6:6-Ausgleich zurück, nach dem 11:8 glichen sie zum 11:11 aus – mangelnden Einsatz und Kampfeswillen kann man dieser Equipe wahrlich nicht vorwerfen. Bis zur Halbzeit mussten die Spielerinnen ihre Aufholjagden jedoch wieder Tribut zollen und zogen mit einem drei Tore-Rückstand (15:12) in die Pause.
Chefcoach Bärbig fand deutliche Worte und erinnerte seine Mannschaft daran, dass man sich für die Partie bei den bislang sieglosen Sachsen eigentlich einiges vorgenommen hatte. Der Rückstand schien gegen den keinesfalls übermächtigen Gegner absolut händelbar, weshalb die Aufbau-Sieben hochmotiviert und fokussiert in die zweiten 30 Minuten startete.

Zwar fanden die Skatstädterinnen nun besser zu ihrem Spiel, bis zum erneuten Ausgleich dauerte es jedoch fast 24 Minuten! Erst kurz vor Ultimo leuchtete wieder ein Remis an der Anzeigetafel – und plötzlich schien beim 25:25 alles möglich. Für den großen Coup fehlte dem Team von Kapitänin Denise Hoffmann aber das Quäntchen Glück, denn die eigene Führung sollte einfach nicht fallen. Während sich die Rückmarsdorfer immer wieder in Front schoben, glich Altenburg postwendend wieder aus. Als den Gastgebern in der letzten Minute die erneute Führung gelang, vermochte es die Aufbau-Sieben jedoch nicht, den entscheidenden Ball trotz aussichtsreicher Position in den Maschen zu versenken und damit einen durchaus verdienten Pluspunkt mit auf die Heimreise zu nehmen.

Am Ende resultierte aus dem sechsten Saisonspiel eine bittere 29:28-Schlappe, die für die Aufbau-Frauen allerdings kaum Auswirkungen hat und entsprechend schnell abgehakt werden kann. Mit einer ausgeglichenen Bilanz rangiert das Team weiterhin im Mittelfeld der Tabelle in Liga 4. „Die Niederlage ist dennoch ärgerlich. Es war durchaus ein Punkt drin und die Aufgaben werden ja nicht leichter“, bilanzierte Bärbig nach dem Spiel und richtete den Blick auf das kommende Wochenende.

Am Sonntag geht es nämlich direkt weiter im Liga-Alltag. Vor heimischem Publikum trifft der SV Aufbau Altenburg dann im Goldenen Pflug um 14 Uhr auf den HC Rödertal II, der derzeit ebenfalls mit ausgeglichenem Konto im Mittelfeld steht. Laut der Tabellensituation dürfen sich alle Handball-Fans also auf eine spannende Partie freuen, bei der die Skatstädterinnen ihre Zugehörigkeit zur Mitteldeutschen Oberliga wieder unter Beweis stellen wollen.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: Speer, Perkowski, Wachler (alle im Tor), Zimmermann (2 Tore), Klöppel, Winkler, Voigt (7/1), Beine (5), Thurm (2), Kühnel (2), Pörsel, Hoffmann (1), Bärbig (9/4)

Artikel: Annekathrin Leipnitz

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