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Aufbau-Frauen verpassen das „Triple“


THV Pokal 2018/2019

SV Aufbau Altenburg – Thüringer HC II 25:30 (12:15)

Die Handball-Frauen des SV Aufbau Altenburg haben die Chance auf den dritten großen Titel in dieser Saison leider verpasst. Nach der Landesmeisterschaft in der Thüringenliga und der Auszeichnung zur Mannschaft des Jahres beim Sportlerball des Altenburger Landes reichte es gegen den favorisierten Thüringer HC II nicht zum Einzug ins Pokalfinale. Nach aufopferungsvollem Kampf verlor das Team von Trainergespann Ronny Bärbig und Antonio Rohr das Halbfinale gegen die Reserve des amtierenden Deutschen Meisters mit 25:30. Erhobenen Hauptes verabschiedeten sich die Skatstädter damit aus dem Kampf um den Pokal – doch was dieses Team an Mannschaftsspirit und Willensstärke über die gesamte Saison zeigte und auch am Freitagabend auf die Platte brachte, verdient schlicht Respekt.

Der Auftakt in die Partie, die die Altenburgerinnen vor heimischem Publikum bestreiten durften, gestaltete sich ausgeglichen. Bis zum 3:3 konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Der Anfang war also gemacht und das Credo „konzentriert zu Werke zu gehen“ zunächst erfüllt. Dann schlichen sich erste Unsicherheiten ins Spiel der Gastgeberinnen, die sich vor allem in einer zu lässigen Chancenverwertung widerspiegelten. Die Gäste aus Erfurt-Bad Langensalza nutzten diese Schwächephase, um sich binnen fünf Minuten auf 4:9 in Front zu schieben. Aufgeben galt in diesem „Alles-oder-Nichts“-Spiel aber nicht. Also ackerten die Ostthüringerinnen weiter, stabilisierten ihre Abwehr und fanden in einer bestens aufgelegten Gina Perkowski fortan den sicheren Rückhalt. Beim 8:10 durch Denise Hoffmann war Aufbau zurück im Spiel – auf Augenhöhe gar als Nancy Mahnstein fünf Minuten vor der Pause zum 11:12 einnetzte. Bis zum Pausentee legte der THC II, der wohlbemerkt zwei Klassen über den Altenburger spielt, nochmal eine Schippe drauf und erhöhte zum 12:15 Halbzeitstand.

Noch war alles drin für die Skatstädterinnen, die in den zweiten 30 Minuten allerdings auf Rückraumspielerin Claudia Voigt verzichten mussten, da diese wegen einer Oberschenkelverletzung nicht weiterspielen konnte. Ein erheblicher Qualitätsverlust für das Angriffsgeschehen von Aufbau, aber nun sprangen eben andere in die Bresche. Allen voran Stefanie Lingk, die allein sechs ihrer sieben Tore in Halbzeit 2 machte und ein ums andere Mal ihre Mannschaft im Spiel hielt. Den Rückstand aus Hälfte eins konnten die Altenburgerinnen jedoch nicht mehr wettmachen. Grund dafür waren auch vier verworfene Siebenmeter. Nicht auszudenken, dass allein mit diesen Chancen und einem mageren weiteren Törchen vielleicht sogar eine Verlängerung gegen den Favoriten aus Erfurt möglich gewesen wäre. Aber am Ende sollte es nicht sein. Werbung für den Handballsport in Altenburg war das Spiel aber in jedem Fall!

„Moral und Kampf meiner Mannschaft haben heute absolut gestimmt. Den einzigen Vorwurf, den wir uns machen können ist der, das wir zu viele Chancen ausgelassen haben“, erklärte Ronny Bärbig nach der Partie. Bedanken wollte sich das Team aber dennoch – in der rappelvollen Sporthalle „Süd-Ost“ mangelte es nämlich keineswegs an lautstarker Unterstützung. „Und das an einem Freitagabend! Das zeigt doch, wie beliebt Handball in unserer Stadt ist“, ergänzte er stolz.

Ein Spiel im Liga-Alltag steht für die Aufbau-Damen nun noch auf dem Programm. Gegen den HSV Weimar beendet der Thüringenmeister die Saison 2018/2019 mit einem Auswärtsspiel am 4. Mai. Eigentlich eine Partie „um die goldene Ananas“, doch eins scheint sicher: dieses Team will sich ohne Niederlage aus der Spielzeit verabschieden. 43:19 hieß es im Hinspiel – vielleicht geht da ja noch was in Sachen Torrekord 🙂

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: Gina Perkowski, Maria Speer (beide im Tor), Yvonne Dietrich (5 Tore), Vivien Klöppel (1), Laura Winkler (1/1), Claudia Voigt (3), Nancy Beine, Julia Thurm, Nancy Mahnstein (1), Franziska Pörsel, Benita Ebersbach (1), Stefanie Lingk (7), Denise Hoffmann (2) und Franziska Bärbig (4/1)

Artikel: Annekathrin Leipnitz

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