Mittwoch , 21 April 2021
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Aufbau zu inkonstant und nun mit dem Rücken zur Wand

HC Sachsen Neustadt-Sebnitz – SV Aufbau Altenburg 31:27 (16:11)

Sie legten wieder einmal los wie die Feuerwehr, gingen mit 1:5 auswärts in Neustadt in Führung. Doch bis zur Halbzeit war die Führung bereits wieder verspielt und die Aufbau-Frauen lagen selbst mit fünf Toren zurück. Am Ende hagelte es eine 31:27-Niederlage für die Friedrich-Sieben und die bedeutet nun: Ein Sieg am Wochenende gegen Calbe ist absolute Pflicht, ansonsten ist aufgrund des Restprogramms der Abstieg bereits besiegelt.

Zwölf Altenburger Spielerinnen trafen am Sonntagabend im sächsischen Neustadt auf acht HC-Spielerinnen. Allein diese Tatsache lässt vermuten, dass die Skatstädterinnen ob der größeren Wechselmöglichkeiten leicht im Vorteil liegen sollten, doch dieser Fakt hielt lediglich für die erste Viertelstunde. Die Aufbau-Frauen von Cheftrainer Volker Friedrich legten einen furiosen Start hin. Durch eine konsequente Abwehrarbeit ließen sie die Gastgeber nicht ins Spiel kommen und gingen durch schöne und vor allem erfolgreiche Angriffe schnell mit 1:5 in Führung. Nach 15 gespielten Minuten sollten die Aufbau-Frauen aber wieder einmal ins Straucheln geraten und gaben dem spielerisch dezimierten Gastgeber die Chance ins Spiel zurückzukommen. Keine Frage, diese ließ sich der Tabellenvierte nicht entgehen und verkürzte postwendend zum 6:6 Ausgleich. Damit war der Schwung weg, Fehlpässe und -würfe gehörten fortan wieder zum Standard-Repertoire der Altenburgerinnen und somit konnte der HC Sachsen bis zur Halbzeitpause sogar mit fünf Toren in Führung gehen. Ein 16:11 leuchtete an der Anzeige – deprimierend, hatte man doch wenige Minuten zuvor selbst noch geführt.

Nach dem Wiederanpfiff gab sich das Team jedoch nicht auf: Angetrieben von einer bestens aufgelegten Franziska Holz, die mit 14! Treffern zur erfolgreichsten Werferin des Spiels avancierte, zeigten die Aufbau-Frauen wieder eine gute Halbzeit. Doch „gut“ reicht in dieser Phase der Saison einfach nicht mehr, um doppelt zu punkten. Wieder schlichen sich Unkonzentriertheiten ins Altenburger Spiel und auch die beiden Torhüterinnen konnten an diesem Tag nicht den gewohnten Rückhalt für ihre Mannschaft bieten. Und damit gesellten sich zu viele Probleme ins Altenburger Spiel, die einen wichtigen Sieg im Kampf gegen den Abstieg vermiesten. Denn Fakt bleibt: Mitspielen können die Aufbau-Frauen gegen jeden Gegner der Mitteldeutschen Oberliga, um jedoch auch die nötigen Punkte zu sammeln, bedarf es einer guten bis sehr guten Leistung auf allen Positionen und die fehlte in den vergangenen Partien.

„Trotz der Niederlage muss der Kopf oben bleiben. Jetzt müssen wir die TSG Calbe angreifen“, fassen die beiden Trainer Volker Friedrich und Rick Wurzbach es nach dem Spiel unisono zusammen. Und bringen damit zum Ausdruck, was nun zwingende Pflicht für die Mannschaft ist: Gegen den Tabellenletzten aus Sachsen-Anhalt muss am kommenden Samstag, den 29. März um 18 Uhr, im Goldenen Pflug unbedingt gewonnen werden. Denn nur mit einem Sieg wahren die Aufbau-Frauen die Minimalchance auf den Verbleib in Liga 4.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit:
Wodrich, Wippich, Dietrich (2 Tore), Lange, Winkler, Mahnstein, Herziger, Langstein, Lingk (2), Pelka-Fedak (9/1), Holz (14/5), Ebersbach

Annekathrin Rudolph

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