Mittwoch , 21 April 2021
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Doppelspieltag verlangt Aufbau-Frauen alles ab

Vorberichte Punktspiel gegen Calbe, Pokalhalbfinale in Gispersleben

Zwei Spiele in zwei Tagen, 120 Minuten voller Handball, eine entscheidende Partie in der Mitteldeutschen Oberliga und nur wenige Stunden später das Pokalhalbfinale: Den 1. Frauen des SV Aufbau Altenburg steht ein hartes Handball-Wochenende bevor, aber auch die Chance die letzte Möglichkeit zum Halten der Klasse zu nutzen und Geschichte zu schreiben.

Automatisch erinnert man sich an das erste Wochenende im Februar: Damals spielte die Mannschaft von Cheftrainer Volker Friedrich Samstag auswärts in Jena im Pokalviertelfinale und Sonntag gegen Chemnitz im Punktspielbetrieb auf heimischen Parkett. Wichtigster Fakt dieser Rückblende ist die Tatsache, dass beide Spiele erfolgreich gestaltet werden konnten. Gegen Jena zog man nach Verlängerung mit 26:27 ins Halbfinale ein und gegen Chemnitz gelang ein 25:24-Heimsieg. Warum sollte sich dieses schöne und spannungsgeladene Wochenende (gern auch mit etwas weniger Aufregung bis in die letzten Sekunden) nicht noch einmal wiederholen lassen? „Dass die Mädels ein solch hartes Wochenende mit etwas Muskelkater aber mit zwei Siegen und einem breiten Lächeln überstehen können, haben sie schon einmal gezeigt“, erinnert sich Mannschaftsbetreuer und Torwarttrainer Rick Wurzbach.

Der Doppelspieltag startet am Samstag um 18 Uhr im Goldenen Pflug. Im 20. Saisonspiel trifft die Aufbau-Sieben auf den derzeitigen Tabellenletzten aus Calbe. Leicht favorisiert geht dementsprechend das Altenburger Team in die Partie, die von den Unparteiischen Niedtner/Schüller geleitet wird. „Unterschätzen dürfen wir Calbe aber auf keinen Fall. Das ist eine Mannschaft, die nichts mehr zu verlieren hat. Wir erwarten, dass sie mit freiem Kopf auflaufen werden. Und dass sie keinen schlechten Handball spielen, haben sie schon mehrmals bewiesen“, sagt Friedrich mit Blick auf den Gegner. Zu dem unbedingten Willen beide Spiele erfolgreich zu gestalten, gesellt sich am Samstag die Tatsache, dass die Mannschaft zwingend gewinnen muss, um die Minimalchance auf den Verbleib in Liga 4 zu wahren. Keine leichte Aufgabe für die Aufbau-Frauen, die sich wie gewohnt mit zwei technischen/taktischen Einheiten und einer Kraft-/Konditionseinheit auf das Spiel vorbereitet haben. Mit den eigenen Fans und den Samba-Trommeln von Como Vento im Rücken erscheint diese Aufgabe aber keineswegs utopisch.

Ebenfalls nicht zu vernachlässigen, wenngleich nicht mit dem Verbleib in Liga 4 gleichzusetzen, ist das Spiel am Sonntag. Im Pokalturnier trifft die Mannschaft nur 20 Stunden später auf den derzeitigen Tabellenführer der Thüringenliga. In Gispersleben haben die Aufbau-Frauen aber nicht nur die Chance zum dritten Mal in Folge ins Finale des THV-Pokals einzuziehen, vielmehr können sie gemeinsam in die Annalen der Vereinsgeschichte eingehen. Denn erstmals in der Geschichte des Final Four, das am Wochenende 17./18. Mai in Bad Blankenburg ausgetragen wird, könnte ein Verein sowohl mit einem Männer- als auch einem Frauenteam in den Finals vertreten sein. Das wäre ein absolutes Novum, und Grund genug noch eine extra Schippe drauf zu legen.

Und dann ist da ja noch die Tatsache, dass im Finale bereits der LSV Ziegelheim wartet. Das würde bedeuten, dass es im Finale um den THV-Pokal sogar zu einem Altenburger Land-Derby kommen könnte. Vorher bedarf es jedoch 60 Minuten konzentrierten und engagierten Handballs, denn der Gegner ist nicht zu unterschätzen. Zwar spielt das Team eine Klasse tiefer als die Skatstädterinnen, steht jedoch mit zwei Niederlagen relativ unangefochten an der Spitze ihrer Liga. „Wir erwarten eine ehrgeizige, willensstarke Truppe, die uns nicht kampflos ins Finale lässt“, fasst es Friedrich mit Blick auf die Sonntagspartie zusammen. Trotz des Heimvorteils der Gisperslebenerinnen und der eigenen Gesetze des Pokals bleibt auch in dieser Partie die klare Marschroute für sein Team der Sieg.

„Wir müssen uns am Wochenende auf die beiden Spiele fokussieren und auf unsere Stärken besinnen. Wir glauben an uns! Denn dass wir zwei Spiele an einem Wochenende gewinnen können, haben wir schon bewiesen. Wir werden bis zum Ende fighten und uns nicht aufgeben“, bilanziert Wurzbach. Und mit den eigenen Fans im Rücken und dem unbedingten Willen des Teams sind beide Siege absolut realistisch.

Annekathrin Rudolph

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