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Handball Mitteldeutsche Oberliga: Krimi mit Happyend


SV Aufbau Altenburg – SG Apolda/Großschwabhausen 22:21 (10:9)

„Gekommen, um zu bleiben“ – mit diesem Credo starteten die Handballerinnen des SV Aufbau Altenburg als Neuling in Liga 4. Nach fünf Spielen kann zweifelsfrei schon einmal die Zwischenbilanz „angekommen“ gezogen werden. Denn mit drei Siegen und zwei Niederlagen ergatterten die Skatstädterinnen bereits wichtige Punkte für ihr Vorhaben Klassenerhalt und positionieren sich derzeit im Tabellen-Mittelfeld der Mitteldeutschen Oberliga. Am vergangenen Samstag entschied das Team von Trainergespann Ronny Bärbig/ Antonio Rohr den nächsten Krimi für sich und siegte vor heimischen Publikum knapp, aber nicht unverdient mit 22:21 gegen den zweiten Vertreter des Freistaates aus Apolda/Großschwabhausen.

Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber alles andere als vielversprechend. Erst nach drei Minuten gelang den Altenburgerinnen der erste eigene Treffer – per Siebenmeter. Im Angriffsspiel lief es anfangs überhaupt nicht rund, was die Gäste zu ihrem Vorteil ummünzten und zweimal selbst einnetzten. In der Folge entwickelte sich kein hochklassiges Spiel, das allerdings stetig von Spannung geprägt war. Zunächst waren es auch die Gäste, die den Faden des Spiels an sich rissen und sich nach 4:4-Ausgleich zum 4:7 absetzen konnten. Die Auszeit von Chefcoach Bärbig zeigte dann allerdings Wirkung – endlich wirkte das Aufbau-Spiel flüssiger und auch im Abwehrverband agierte das Team aggressiver. Dies hatte zwar auch zwei Siebenmeterentscheidungen zur Folge, als diese Gina Perkowski jedoch parierte, schien der Knoten geplatzt. Durch zwei schöne Treffer durch Neuzugang Jana Kühnel und einen durch Claudia Voigt glichen die Ostthüringerinnen wieder aus und gingen wenig später bei 9:8 erstmals selbst in Führung. Mit einer knappen 10:9-Führung ging es dann in die Pause.

Die Partie der beiden Vertreter Thüringens in der Mitteldeutschen Oberliga war nach 30 Minuten völlig ausgeglichen. Auch in der zweiten Halbzeit traten die beiden Teams, die beide nicht ihren besten Tag erwischten, auf Augenhöhe auf. Dank vier schneller Tore setzte sich nun zunächst Aufbau zum 13:9 ab. Während es in Hälfte 1 jedoch die Gäste nicht vermochten ihre Führung auszubauen, waren es nun die Altenburgerinnen die ihren Vorsprung beim 14:14 in Spielminute 41 wieder herschenkten. „Nichts für schwache Nerven“ tönte es von den Rängen – und die Zuschauer sollten Recht behalten. Fortan entwickelte sich ein ständiges Bäumchen-wechsel-dich. Bis zum 19:19 wechselte die Führung ständig zwischen Altenburg und Apolda hin und her. Die letzten acht Minuten gehörten dann aber den Skatstädterinnen. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit ackerten die Altenburgerinnen füreinander und hatten in Franziska Bärbig eine bestens aufgelegte Vollstreckerin, die sowohl aus dem Spiel heraus als auch vom Siebenmeterpunkt aus sicher verwandelte. Am Ende behielten die Aufbau-Damen dank ihres Schlussspurts mit 22:21 die Oberhand und damit beide Punkte in heimischer Halle.

„Das war ein absolutes Kampfspiel“, bilanziert Bärbig nach den nervenaufreibenden 60 Minuten. „Wir haben eine gute Partie, aber vor allem im Tempo- und Angriffsspiel zu viele Fehler gemacht. Letztlich sind wir trotz all der Rückschläge mit den schweren Verletzungen in der Liga angekommen“, betonte der Trainer stolz. In der kommenden Woche treffen die Aufsteiger auf die HSG Rückmarsdorf, die bisher keine Punkte in Liga 4 eingefahren haben. Vielleicht also bereits die nächste Chance für die Altenburgerinnen ihre positive Bilanz fortzuschreiben.

Der SV Aufbau Altenburg spielte mit: Perkowski, Wachler (beide im Tor), Zimmermann (1 Tor), Klöppel, Voigt (2), Beine (1), Thurm, Kühnel (4), Pörsel, Ebersbach (1), Hoffmann, Bärbig (10/4)

Artikel: Annekathrin Leipnitz

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