Mittwoch , 21 April 2021
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HBV Jena 90 – LSV Ziegelheim 34:29 (16:16)

LSV Ziegelheim

Eine vermeidbare Niederlage mussten die LSV-Handballer beim vorletzten Auswärtsspiel in dieser Saison beim Tabellenvierten in Jena einstecken.
Obwohl die Gäste über weite Strecken im ersten Durchgang geführt hatten, vermochte man es erneut nicht seine Gelegenheiten in die entscheidenden Treffer umzumünzen. Hinzu kam, dass sich die LSV-Akteure mit dem bestehenden Klebemittelverbot schwer taten und die Gastgeber in einem schwachen Thüringenligaspiel am Ende die besseren Nerven hatten.

Vor der Trauerkulisse von gerade einmal 30 Zuschauern, darunter die Hälfte aus dem Wieratal, begann die Partie recht ausgeglichen und nach fünf Minuten hatten beide Mannschaften jeweils drei Treffer erzielt. Bei den Gastgebern machte sich das Fehlen einiger Stammspieler, darunter die beiden Goalgetter des Hinspieles, Hagen Rose und Swen Gottschalk im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit nur wenig bemerkbar. Bis zum 8:8 ging es auf beiden Seiten rauf und runter und die Ziegelheimer waren häufig per Konter erfolgreich. Nachdem der LSV anschließend sich auf 9:11 absetzen konnte, machte sich im Ziegelheimer Lager Hoffnung breit.

Diese wurde jedoch vom HBV im Keim erstickt. Dies lag vor allem an einer erneut schwachen LSV-Deckung, in welcher es keine Abstimmung gab und welche viel zu offensiv agierte, was der Kreisläufer der Gastgeber immer wieder zu Treffern nutzen konnte. Dies brachte Jena stetig zurück in die Partie und der LSV verpasste es, auch durch eine Vielzahl liegen gelassener Möglichkeiten, seinen Vorsprung auszubauen. Einzig Kevin Raubold erwies sich als treffsicher und traf selbst aus den spitzesten Winkeln ins Tor. Gegen Ende der ersten Halbzeit zeigte sich die Defensive dann ein wenig verbessert. Doch irgendwie fanden die Würfe der Heimmannschaft immer wieder den Weg in die Maschen und auch beide LSV – Keeper hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Mit einem für die Gastgeber glücklichem 16:16 ging es dann in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang wiederholten sich dann fast die Geschehnisse aus dem ersten Durchgang. Jena legte vor, nur dass die Urwank – Truppe kurze Zeit später den Ausgleich erzielen konnte. Der LSV ließ permanent weiter seine Chancen liegen und verpasste es wieder selbst in Führung zu gehen. Das Spiel plätscherte so vor sich hin und hatte eigentlich an diesem Abend, angesichts der Harmlosigkeit beider Mannschaften, keinen Sieger verdient. Ausgerechnet nach einer Auszeit der Ziegelheimer, bogen die ersatzgeschwächten Gastgeber auf die Siegerstraße ein und konnten sich auf drei Tore absetzen.

Zu einem schwachen Spiel beider Mannschaften gesellten sich nun auch noch die beiden Unparteiischen, welche klare Foulspiele nicht sahen, überhart geführte Duelle auf beiden Seiten einfach weiter laufen ließen, als würde es dazu gehören oder härtere Fouls mit gelben Karten ahndeten. Ganze vier Zeitstrafen im ganzen Spiel, spiegelten die Gangart beider Mannschaften einfach nicht wieder. Doch daran sollte sich die LSV – Mannschaft nicht hoch ziehen. Diese Niederlage hat man sich selbst zuzuschreiben, weil der LSV Ziegelheim mit dem Klebemittelverbot und dem damit verbundenen Spielball nicht zu Recht kam und erneut mit seinen Chancen sündigte. Der zweite Auswärtssieg wäre an diesem Tag auf jeden Fall möglich gewesen. Mit 34:29 für die Gastgeber endete ein sehr schwaches Thüringenligaspiel und man konnte sich auch erklären, warum sich lediglich 15 einheimische Zuschauer zum Samstagabend klebemittelbefreiten Handball in Jena antun wollten.

Das einzig Gute an diesem Tag für den LSV war, dass durch die Niederlage des Nordhäuser SV der Vorsprung zum ersten Abstiegsrang konstant geblieben ist. Jedoch sind die Verfolger des LSV auf den Plätzen elf und zwölf bis auf einen Zähler heran gerückt.
Der LSV Ziegelheim spielte mit:

Püschel (9 P.), Rüger (3 P.); Klupsch, Moritz (7/1), Lehmann, Wunderlich, Dietrich (1), Kunz (5/1), Kühnert (1), Jahn (1), Biedermann (6), Raubold (8)

Strafwürfe: HBV 4/4, LSV 4/2

Strafminuten: HBV2, LSV 6

Schiedsrichter: Kallenbach / Vockenberg (Bad Salzungen / Eisenach)

Text: Nico Stötzner

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