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LSV Ziegelheim verpasst Überraschung


LSV Ziegelheim – Sonneberger HV 34:36 (14:19)

„Wir haben einen wahnsinnigen Kampf geliefert und waren am Ende ganz nah dran an einer Überraschung. Mein lachendes Auge überwiegt am heutigen Tag. Wir haben das Spiel am Ende im Angriff verloren, weil wir dort zu viele Fehler gemacht haben und wir die Sonneberger zum Kontern eingeladen haben. Unterm Strich haben wir uns heute einfach nicht dafür belohnt, dass wir am Ende unglaublich viel investiert haben“, resümierte Trainer Christian Vincenz nach der Partie. Ein Wechselbad der Gefühle hatte dabei die gesamte Wieratalhalle zu durchstehen. War Sonneberg bis 13 Minuten vor dem Ende eigentlich die tonangebende Mannschaft, kam der LSV in der Schlussphase mit einem unglaublichen Kampf und einer tollen Moral zurück ins Spiel. Lag man in der 47. Noch mit 22:31 im Hintertreffen, verpasste man nach einer starken Aufholjagd eine Überraschung am Ende dennoch. Und wäre die Partie nur fünf Minuten länger gegangen. Sie wäre vermutlich doch noch gekippt.

Mit Selbstvertrauen aus der Goldbach –Partie startete der LSV ins Spiel. Tony Pfefferkorn und Oliver Kunz antworteten mit ihren Treffern auf die Vorlage der Gäste aus der Spielzeugstadt. Doch bereits zum Beginn des Spieles konnte man die Klasse der Sonneberger sehen. Blitzschnell waren sie, meist über Peter Deli, nach vor geeilt und bestraften jeden noch so kleinen Fehler der Ziegelheimer Angriffsreihe. Doch auch das 4:7 nach fast zehn Minuten konnte den LSV nicht so richtig schocken und Kevin Raubold, sowie Maximilian Amtsberg mit seinem ersten Treffer, brachten ihre Farben wieder heran. Doch die Sonneberger ließen nun ihre ganze Klasse aufblitzen. Vor allem Spielmacher Kriztian Benak und den besten Torschützen Marius Bondar bekam der LSV überhaupt nicht in den Griff. Bis auf 7:13 konnten sich die Gäste damit absetzen. Doch die Ziegelheimer kämpften sich über Andre´ Heinig und nach zwei Treffern von Maximilian Amtsberg zurück ins Spiel und waren kurz vor der Pause wieder auf Schlagdistanz (14:17). In doppelter Überzahl verpasste man es dann jedoch die Sonneberger in Gefahr zu bringen. Das Gegenteil war der Fall und nach zwei individuellen Fehlern stellte der pfeilschnelle Peter Deli den 14:19 Halbzeitstand her.

Marcel Jahn eröffnete die zweiten 30 Minuten mit seinem Tor zum 15:19. Doch die Gäste waren weiterhin spielbestimmend und Marius Bondar nun fast nicht mehr zu bremsen. Bei den Ziegelheimern waren es die beiden stärksten Spieler an diesem Tag, welche sich erfolgreich im Abschluss zeigten. Robert Kühnert und Andre´ Heinig fanden immer wieder die Lücke in der SHV – Abwehr. Doch der geballten Angriffswucht der Gäste hatte man zu diesem Zeitpunkt nicht viel entgegen zu setzen. Peter Deli stellte in der 47. Minute auf 22:31 aus LSV – Sicht. Die Partie schien entschieden. Doch das Kämpferherz der Ziegelheime hatte noch lange nicht aufgegeben. Plötzlich klappte beim LSV fast alles. Die offensive 4:2 – Abwehr stellte die Gäste vor große Probleme und im Angriff fand der Ball immer wieder schnell den Weg ins Gehäuse der Gäste. So war man fünf Minuten vor dem Ende wieder auf vier Treffer heran gekommen. Gäste – Trainer Selenow reagierte mit einer Auszeit, in welcher bei den Ziegelheimern nochmal letzte Details besprochen wurden. Und alle waren einer Meinung: „Wir gehen auf alles und holen uns mindestens einen Punkt.“ Der LSV zog weiterhin unheimlich an den Ketten und Andre´ Heinig brachte mit seinem Treffer zum 33:35 zwei Minuten vor dem Ende auch die Halle zum Kochen. Wer hätte das 15 Minuten vor dem Ende für möglich gehalten, das hier vielleicht doch noch etwas gehen könnte. Doch Marius Bondar mit seiner individuellen Klasse sorgte 50 Sekunden vor dem Ende mit seinem zehnten Treffer für die endgültige Entscheidung.

Wieder einmal hatte der LSV bewiesen was in dieser Mannschaft steckt, wenn alle bedingungslos an einem Strang ziehen. Das es am Ende dennoch nicht reichte, sei dahin gestellt. Fest steht aber auch, dass die Ziegelheimer den großen Favoriten stark ins Wanken gebracht haben. Auf diese Leistung lässt sich aufbauen und man kann mit viel Selbstvertrauen in der nächsten Woche zum Ostthüringenderby nach Hermsdorf fahren.

Artikel: Nico Stötzner

Der LSV Ziegelheim spielte mit: Püschel, Wolf; Kühnert (4), Heinig (6), Moritz (2), Pfefferkorn (1), Lehmann, Klupsch (2), Kunz (3/1), Krause, M. Jahn (3), Raubold (4), Amtsberg (9)

Strafwürfe: LSV:1/2 SHV: 2/2

Strafminuten: LSV: 4 SHV:12

Schiedsrichter: Füßler / Schneider

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