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Quo vadis Regionalliga?

Quo vadis Regionalliga?

Liebe Fußballfreunde,

heiß diskutiert wurde in den letzten Wochen das Thema Regionalligareform. Wir haben als Verein an mehreren Tagungen in Vorbereitung des außerordentlichen Bundestages des DFB , der am 08.12.2017 stattfinden wird, teilgenommen und die Sachlage, Möglichkeiten, Stimmverhältnisse und das Für und Wider verschiedener Modelle diskutiert. Einigkeit herrschte dabei mit sehr großer Mehrheit der Vereine, dass die Regionalliga in ihrer Struktur von Rügen bis zum Fichtelberg und von der Börde bis an die Oder aus wirtschaftlichen Gründen der teilnehmenden Vereine erhalten bleiben muss.

Aus der dritten Liga sollen künftig (erstmals im Mai 2019) vier Mannschaften absteigen. Dies wird wohl so kommen, auch wenn unserer Meinung nach eine Erhöhung auf 22 Mannschaften vertretbar und ein Spielbetrieb mit vier Spielen mehr möglich gewesen wäre.

Derzeit kristallisiert sich für die in Frage kommenden vier Aufsteiger heraus, dass es im Westen und Südwesten dann aber direkte Aufsteiger geben soll und die Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei weitere Aufsteiger aus drei Staffeln ermitteln sollen. Das bringt eine Zweiklassengesellschaft unter den Regionalligisten hervor und kann unsere Zustimmung, sowohl als ZFC Meuselwitz, als auch die von uns Sportfunktionären nicht finden.

Der NOFV deckt mehr 30% der Bundesrepublik ab, bei 18 % der am Spielbetrieb teilnehmenden Herrenmannschaften. Die herangezogene Begründung, dass im Westen und Südwesten der Bundesrepublik auf engstem Raum entsprechend viele Männermannschaften am Spielbetrieb teilnehmen, berücksichtigt aber nicht, dass dies zu 95% Mannschaften auf Kreisebene sind. Das wäre gerade so, als wenn China sich wegen der Anzahl von Fußballmannschaften künftig nicht mehr für die Teilnahme an der WM zu qualifizieren braucht, sondern gesetzt wird.

Der NOFV hat daher Anträge gestellt, entweder in vier Staffeln zu spielen, davon eine der gesamte NOFV oder hilfsweise und aus Gründen der Fairness, alle fünf Regionalligastaffeln rotieren zu lassen, was dann für jede Staffel gleichermaßen zur Folge hätte, dass in fünf Jahren jeweils dreimal direkt und zweimal per Relegation aufgestiegen werden kann.
Das bedeutet zwar keinen Direktaufstieg, aber eine wesentlich höhere Durchlässigkeit, vor allem aber faire Gleichbehandlung aller Regionalligen.

Bei allen Wünschen und Dingen, die wir aus unserer Brille als korrekt und fair betrachten, geht es beim außerordentlichen Bundestag darum, Mehrheiten zu finden. Da sieht es aber dann so aus, dass der NOFV mit seinen Präsidiumsmitgliedern im DFB nur auf 22 von 263 Stimmen kommt. Wie diese sich insgesamt verteilen, kann über nachfolgendem Link eingesehen werden.

https://www.dfb.de/verbandsstruktur/bundestag/stimmberechtigte-delegierte/

Man darf gespannt sein was passiert, wenn die in Cottbus losgetretene Parole: „Meister müssen aufsteigen“ dazu führt, dass in den Regionalligen Südwest und West direkt aufgestiegen wird, im Nordosten aber nicht.

Wir sehen die Gefahr, dass sich der DFB dann eine unnötige Baustelle schafft und genauso unnötig gesellschaftlichen Sprengstoff liefert, weil das Problem nicht gelöst sondern dann nur verschlimmbessert wird.

Holm Pinder
Vizepräsident

Hubert Wolf
Präsident

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