Mittwoch , 21 April 2021
Aktuelle Nachrichten

Schwache Leistung

Verbandsliga: SC Leinefelde 1912 – SG Motor/Lok Altenburg 2:0 (0:0)

Wenn es nach den verbalen Diskussionsbeiträgen und der theoretischen Kompetenz auf dem Spielfeld geht, ist die Altenburger Spielgemeinschaft in der Tabelle eindeutig zu schlecht platziert. Auf dem Beton- „Kunstrasen“ von Leinefelde ließ es die Mannschaft jedoch an nahezu Allem fehlen, was erfolgreiches, praktiziertes Fußballspiel auszeichnet.

So kamen die Gastgeber, die vor dem Wechsel auch nicht viel Konstruktives zustande brachten, durch 2 Treffer von Nico Wummel nach der Pause zum hochverdienten Heimsieg, der ihnen im Abstiegskampf Luft verschaffte. In diesem Abstiegskampf könnten sich die Altenburger bald wiederfinden, wenn sie nicht bald als geschlossene Mannschaft auftreten und 90 Minuten für den Erfolg „arbeiten“. Besten Anschauungsunterricht erhielten sie dabei vom Doppeltorschützen der Gastgeber, der trotz körperlichem Übergewicht seine ganze Fußballintelligenz in den Dienst der Mannschaft stellte, mit Selbstvertrauen und Zweikampfcleverness überlegt Lücken aufspähte und diese eiskalt nutzte.

Auf Altenburger Seite hatte man dagegen bis zum Pausenpfiff noch nicht einmal erkannt, dass man bei einfachen, weiten Abschlägen aus der eigenen Abwehr unter diesen Platz- und Wetterbedingungen einfach nur durchlaufen müsste. Dann fiele einem der Ball im Strafraum mindestens fünfmal vor die Füße und man könnte eventuell für Gefahr sorgen. Da Leinefelde aufgrund einer Gelb- Rot Sperre auf seinen Stammtorhüter verzichten musste, wäre es auch nicht schlecht gewesen, die Altenburger hätten versucht, mit Rückenwind hin und wieder mal aufs Tor zu schießen und dieses auch zu treffen. Leider blieb dies trotz guter Gelegenheiten dazu vor der Pause aus, so dass die Gastgeber vor dem Wechsel mit einem Kopfball des freistehenden Martin Weinrich aus 12 Metern die größte Gelegenheit hatten. Allerdings traf er den Ball – und damit auch das Tor- nicht wirklich.

Nach der Pause hoffte man auf Altenburger Seite auf besseren Spielfluss, schon wegen des nunmehr leichten Gegenwindes. Doch es kam anders. Die Gastgeber nutzten die sich wie immer in der Altenburger Deckung bietenden Räume und zogen ein durchaus gefährliches Konterspiel auf. Andreas Rudolf im Altenburger Tor stand plötzlich im Mittelpunkt. So musste er in der 50. Minute gleich zweimal reaktionsschnell klären und tat dies fehlerlos, wie auch über die gesamte Spielzeit hinweg. In der 59. Minute war er allerdings machtlos. Eine weite Flanke flog von links durch den Altenburger Strafraum. Ein Leinefelder Angreifer nahm den Ball an, spielte ein kurzes Tänzchen mit seinem Gegenspieler an der Grundlinie, um dann nach hinten zu passen. Dort lauerte Wummel und zog scharf und trocken ins lange Eck zur 1:0- Führung für die Gastgeber ab.

Das Aufbäumen der Gäste in der Folgezeit kann man nur sporadisch nennen. Außer ein- zwei gefährliche Eingaben und zwei Verzweiflungsschüsse aus der Distanz war nichts Aufregendes zu erleben. Die Gastgeber waren dem gegenüber dem 2:0 mehrmals sehr nahe. Dabei stand den Gästen auch das Glück zur Seite. Dies blieb in der 89. Minute aus, als Altenburg alles nach vorn warf und erneut Wummel aus halbrechter Position nach wiederholtem Konter mit scharfem Schuss ins kurze Eck den Endstand besorgte. Man darf nun wieder einmal gespannt sein, wie die Altenburger die Woche nutzen werden, um ausgerechnet gegen die pfeilschnelle Gerataler Spitzenmannschaft gewachsene Stabilität nachzuweisen. Aber auch im Fußball stirbt die Hoffnung ja bekanntlich zuletzt und das nicht selten.

Aufstellung Leinefelde: Tauber, Reinhold, Wummel (90. Albrecht), Madeheim (GK), Trapp, Bause, Weinrich, Meyer, Schmalstieg, Bachmann, Rittmeier

Aufstellung Altenburg: Rudolf, Staigys (87. Dabelstein), Winter (22. Wuttke), Rolle, Kröber (46. Böhme), Müller, Eichelkraut (GK), Seidel, Gentsch, Weiße, Dennhardt

Thomas Lahr, Motor Altenburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.