Mittwoch , 21 April 2021
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ZFC geht leider leer aus

Energie Cottbus – ZFC Meuselwitz 1:0 (1:0)

Vor einer stattlichen Kulisse von 5 231 Zuschauern endete auch der dritte Vergleich gegen diesen Favoriten mit einer knappen ZFC-Niederlage. Das 0:1 war ärgerlich, weil der Cottbuser Treffer recht glücklich fiel und der ZFC dank der einen oder anderen Chance durchaus hätte einen Punkt entführen können. Am Ende schien der ZFC dem Ausgleich näher als der Gastgeber dem 2:0. Die teilweise einseitigen Entscheidungen bei den Zweikämpfen durch Schiri Rasmus Jessen (Berlin) gegen den ZFC führten zu insgesamt zu vielen Unterbrechungen und unnötigen Diskussionen auf dem Feld. Höhepunkt war die Gelb-Rote Karte in den Schlusssekunden gegen den Torschützen Tim Kruse, als er einen Schuss mit dem Arm abgeblockt hatte.

Zu Beginn mühten sich die Gastgeber mit einer kontrollierten Offensive vergeblich gegen die sehr gut reagierenden zwei Abwehrreihen des ZFC Meuselwitz, ohne zwingende Torchancen zu erspielen. So blieb es bei ungenauen Distanzschüssen von Zimmer (8.) sowie Schlüter (11.) und auch ein Kopfball von De Freitas hatte sein Ziel verfehlt (10.). Trotz überwiegendem Ballbesitz des FCE und leichter Nervosität bei den Gästen gelang es dem ZFC, dank großer Einsatzbereitschaft den Favoriten in Schach zu halten. Sowohl ein direkt getretener Zimmer-Freistoß (17.), den S. Braunsdorf herausfaustete, als auch gute Schüsse von Veteritti und wieder Zimmer brachten nichts Zählbares (18.). Als Kruse vom linken Strafraumeck scharf abzog, landete die Kugel überraschend im langen Eck des ZFC-Tores (19.). Die Frage war nur, hatte Stein in Abseitsposition noch den Ball berührt oder R. Weinert das Abseits aufgehoben. Der Schiri entschied zum Leidwesen der Zipsendorfer auf Tor für die Cottbuser. Nun lösten sich die Gäste entschlossener aus den anhaltenden Drucksituationen und kamen zu ihren besten Spielminuten in der ersten Halbzeit. Dann knallte A. Trübenbach einen Freistoß knapp über den Energie-Querbalken (21.). Der ZFC eroberte zunehmend den Ball und bei deren Angriffen wirkte die FCE-Abwehr mehrmals ungeordnet und unsicher.

Den hochgelobten Mamba bekamen die Meuselwitzer fast die gesamte Spielzeit in den Griff; ihm versprang der Ball vor seinem Torschuss (23.), Stenzel stoppte einen Fehlpass von Zimmer vor dem eigenen Torraum (25.) und nach geschickter Ballabnahme gelingt A. Trübenbach ein harter Torschuss, der aber in den Armen des FCE-Keepers landete (27.). Jedoch die größte Ausgleichschance hatten nach einem guten Albert-Freistoß A. Trübenbach, der knapp den Ball verfehlte, und P.Le Beau, der mit tiefem Kopfball Torhüter Meyer zur Glanzparade herausforderte (31.). In diesem Abschnitt war die Heimelf zu keinem klar strukturierten Spielaufbau in der Lage und auch die Offensive war etwas überfordert. Der auffällige Viteritti, von dem sehr viele Initiativen der Gastgeber ausgingen, schoss beim Abschluss nur in die Oberränge (37.) und Mamba gelang erneut nur ein zu harmloser, viel zu schwacher Abschluss (40.). Vor dem Halbzeitpfiff reichte eine Zweikampfaktion gegen A. Trübenbach im Energie-Strafraum nicht für einen regulären Foul-Elfmeter (42.) und der abschließende Torschuss des ZFC-Stürmers wurde nicht zu einem Problem für FCE-Keeper Meyer (44.).

Nach dem Wiederanpfiff drückte Energie den ZFC zunächst wieder stärker in die Defensive. Als sie aber die Rückgaben zu ihrem Torhüter etwas übertrieben, wäre der heranstürmende F. Lubsch fast noch an den Ball gekommen (50.). Dann hatte J. Mäder den Ausgleich auf dem Fuß, aber sein Abschluss landete nur am Außenpfosten (60.). S. Braunsdorf konnte einen Viteritti-Knaller aus sechszehn Meter Entfernung noch zur Ecke lenken und der anschließende De Freitas-Kopfball verfehlte das ZFC-Tor nur sehr wenig (61.). Nach R. Weinerts Vorlage wurde der Diagonalschuss von A. Trübenbach von Meyer nur mit Mühe noch über den Balken gelenkt (63.) und J. Mogge verfehlte in Tornähe mit langem Bein einen Albert-Freistoß nur äußerst knapp (72.). Das 2:0 verpasste Mamba, als er den guten Querpass von Viteritti nicht mehr erreichte (80.). Im Schlussspurt verfehlte der Kopf von G. Horoszkiewiecz im Torraum nur minimal eine Bürger-Ecke (86.). Die Zipsendorfer waren einem Punkt näher, wie die Gastgeber mit ihrer Art Hauruck-Fußball. In der hektischen Schlussphase zeigte der Schiedsrichter dem Torschützen Kruse noch die Ampelkarte, als er einen Distanzschuss mit dem Arm unglücklich abgeblockt hatte. Eine unglückliche Niederlage, da der ZFC die sonst spielstärkeren Cottbuser nicht wirklich zur Entfaltung kommen ließen, denen es an Kreativität mangelte, aber den Gästen selbst fehlte gegen den klaren Spitzenreiter auch das nötige Quäntchen Glück, um in Cottbus zu punkten.

Trainerstimmen:

Claus-Dieter Wollitz, FCE „Wir haben die ersten 30 Minuten sehr ordentlich gespielt, den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen, und später entwickelte sich eine zähe Partie mit wenigen Torraumszenen. Der ZFC hatte wenige Chancen, meist nach Freistößen, aber wir haben bei eigenen Tormöglichkeiten auch nicht gut genug gestanden. Insgesamt gab es zu wenig Nettospielzeit, da es sehr viele Unterbrechungen und Diskussionen gab. Streckenweise haben wir nicht gut reagiert und nach gründlicher Analyse werden wir unsere Schlüsse ziehen.“

Heiko Weber, ZFC „Wir hatten uns heute vorgenommen zu fighten und den Gegner vor Probleme zu stellen. Wir wollten uns nicht provozieren lassen, um vielleicht einen Spieler zu verlieren, wie andere Mannschaften. Nach einem unglücklichen Tor haben wir nur knapp verloren. Eigentlich spielt Cottbus in einer anderen Liga und wir freuen uns schon sehr auf das Rückspiel in Meuselwitz.“

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