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10 Jahre Como Vento auf der großen Leinwand

10 Jahre Como Vento auf der großen Leinwand (Foto: Janek Rochner-Günther)


Dokumentarfilm zu integrativem Sambaprojekt der Johanniter feiert Premiere im Capitol

Ein paar Leute stehen bereits wartend auf dem Vorplatz des Altenburger Filmtheaters Capitol, als gegen 18:00 Uhr immer mehr und mehr Kinder und Jugendliche mit großen brasilianischen Trommeln den Platz erobern. Für ca. 15 Minuten fegte ein Wind aus Musik durch die Stadt. Gekommen waren all diese jungen Musiker und Musikerinnen, um am 17. Dezember etwas zu präsentieren, das mehr ist als man in einer Viertelstunde Tanz und Sambatrommeln erzählen kann. Dieser Aufgabe hat sich CrumanFilms mit dem Film „10 Jahre Como Vento“ gewidmet und das Projekt fast zwei Jahre begleitet.

Über 120 Gäste warteten gespannt im Kino 1, als Janek Rochner-Günther, Leiter und Initiator von Como Vento, die kleine Bühne vor der Leinwand betrat. Mit dem erhobenen Sektglas begrüßte er Freunde aus Coburg, der Sambastadt Deutschlands, aus Weimar,
Sponsoren, Wegbegleiter, viele weitere Gäste und natürlich die, um die es an diesem Abend gehen sollte: Altenburger Kinder und Jugendliche, die sich mit viel Energie, harten Proben und mittlerweile über 550 Auftritten einen gebührenden Platz in der internationalen Sambaszene erspielt haben.

Bevor das Licht erlosch, um kurz darauf auf der Leinwand zum Leben zu erwachen, wurde mit kurzen und dankbaren Worten Wolfgang Schräder auf die Bühne gebeten. Wolfgang Schräder, der Mann hinter CrumanFilms, hat mit seiner Kamera die Sambagruppe seit 2018 durch den Proben- und Auftrittsalltag begleitet. Für den 62-minütigen Film sichtete er tausende Schnipsel Archivmaterial, führte Interviews und arbeitete geduldig und behutsam mit den jungen Sambistas zusammen. Schräder, selbst ehemaliger Sozialarbeiter mit 20-jähriger Berufserfahrung in der Brennpunktarbeit mit Kindern und Jugendlichen, hat mit Augenmaß einen Film geschaffen, der den holprigen Weg einer kleinen Trommelgruppe hinaus in die internationale Welt des Samba beschreibt, Hintergründe beleuchtet und Zuschauer, Sozialarbeiter sowie die Jugendlichen selbst zu Wort kommen lässt.

Als Dankeschön und Erinnerung an die intensive Zeit miteinander, wird ihm eine Kiste mit Altenburger Spezialitäten überreicht: Senf, Bier, Skatkarten, Ziegenkäse, Scchwarzgebrannten und viele weitere kleine Aufmerksamkeiten. Eine Vollausstattung mit
einem Como-Vento-Bühnenoutfit gab es an Tag zuvor bei der kleinen Weihnachtsfeier der Gruppe.

„…anders als alles was es schon gibt“ sind die letzten Worte die auf der Leinwand zu lesen sind, bevor das Licht wieder angeht. Danach kommt langanhaltender Applaus, ein paar dankende Worte an den Filmemacher und das Publikum. Der Dank der jungen Sambistas gilt außerdem: Sven Erfurth und dem gesamten Team des Filmtheaters Capitol, dem nachsichtigen Ordnungsamt und allen, die den Weg der Sambagruppe bislang begleitet und unterstützt haben. Anfang 2020 ist eine weitere Filmvorführung geplant, bei der sich jeder selbst überzeugen kann, wie laut und kraftvoll Como Vento durch die Welt tanzt.

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