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Afrikanerin lernt Skat

Oberbürgermeister Wolf empfing Juliana Oyieko im Rathaus und spielte mit ihr das Skatspiel. (Foto: Ronny Seifarth)
Oberbürgermeister Wolf empfing Juliana Oyieko im Rathaus und spielte mit ihr das Skatspiel. (Foto: Ronny Seifarth)

Kenianische Schulleiterin beim Oberbürgermeister

Ein weit gereister Gast kam am Dienstag dieser Woche ins Altenburger Rathaus. Juliana Oyieko, Leiterin einer Schule im kenianischen Mombasa, folgte einer Einladung von Oberbürgermeister Michael Wolf. Den Kontakt zum Stadtoberhaupt hatte der Verein „education4kenya“ hergestellt, der die Schule seit Jahren finanziell unterstützt. Den Besuch im Altenburger Rathaus absolvierte Juliana Oyieko im Rahmen eines längeren Deutschland-Aufenthalts, der unter anderem der Weiterbildung in den Bereichen Organisation und EDV dienen soll. Das Thüringer Wirtschaftsministerium unterstützte die Qualifizierungsmaßnahme mit der Bereitstellung von 3000 Euro aus Lottomitteln.

Die Kenianerin, die von Vertretern des Vereins begleitet wurde, verständigte sich auf Englisch mit dem Oberbürgermeister. Er hatte sie schon bei der Scheckübergabe und bei einem Konzert im Theater kennen gelernt. Michael Wolf befragte die Afrikanerin nach ihrer Schule, unter anderem nach den Klassenstärken und den beruflichen Perspektiven ihrer Schützlinge nach dem Ende der Schulzeit. Er erfuhr, dass dort dank der Unterstützung durch den Verein jetzt bis zur achten Klasse unterrichtet werden kann.

Der Oberbürgermeister interessierte sich nicht zuletzt deswegen für das Thema, weil er selbst privat seit 2006 eine Schülerin dieser Schule in Kenia mit einer vom Verein vermittelten Patenschaft finanziell unterstützt. „Ich bin überzeugt davon, dass Investitionen in Bildung in Afrika auch den Frieden fördern“, so das Stadtoberhaupt, „ich hoffe, dass sich auch andere dafür engagieren.“

Oberbürgermeister Wolf empfing Juliana Oyieko im Rathaus. (Foto: Ronny Seifarth)
Oberbürgermeister Wolf empfing Juliana Oyieko im Rathaus. (Foto: Ronny Seifarth)

Als Geschenk erhielt die Schulleiterin zum einen ein Buch, das über das Altenburger Schloss informiert. Zum anderen ein spezielles Skatspiel, das anstelle der traditionellen Motive Politikerkarikaturen – von Merkel bis Gysi – zeigt. Juliana Oyieko bekam so einen amüsanten Skatgrundkurs, lernte dabei unter anderem den „King of Bavaria“ – gemeint ist Horst Seehofer – kennen und versprach dem Oberbürgermeister, sich die Regeln anzueignen und das Spiel dann auch in Mombasa bekannt zu machen. Wenn das klappt, könnte es bald auch in Kenia heißen: 18, 20, weg.

Das Stadtoberhaupt führte die kenianische Schulleiterin dann noch persönlich durchs Schloss, um ihr die Stadtgeschichte näher zu bringen. Die letzte Station war dann das Mauritianum, wo sich die Pädagogin über spezielle Angebote des Museums für Schüler informieren wollte.

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