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Arbeiten an einem Kulturdenkmal in Stünzhain

Oberbürgermeister André Neumann (links) schaute auf der Baustelle vorbei, um sich die Pläne zur
Notsicherung von Jürgen Fröhlich und Joachim Opitz (rechts) erläutern zu lassen. (Foto: Ronny Seifarth)

Notsicherung des Mausoleums

Joachim Opitz hat in diesen Tagen einen ruhigen Arbeitsplatz. Er ist mit der Notsicherung des ehemaligen Mausoleums der Familie von Blödau in Stünzhain beschäftigt. Ziel ist es, das abgelegene Kulturdenkmal vor dem weiteren Verfall zu bewahren. Altenburgs Denkmalschützer Jürgen Fröhlich hatte sich in monatelangen Verhandlungen mit dem privaten Eigentümer des Objekts für die nun eingeleitete Maßnahme zur Herstellung der Wettersicherheit des Daches eingesetzt. Durch die erreichte einvernehmliche Lösung konnte ein langwieriges Verwaltungsverfahren vermieden werden. Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann schaute am Montag dieser Woche auf der Baustelle vorbei, um sich ein Bild vom Stand der Notsicherung zu machen.

Das Mausoleum in Stünzhain, einem zu Altenburg gehörenden Ortsteil, schlummerte jahrelang im Dornröschenschlaf. Es diente dereinst als Begräbnisstätte der Familie von Blödau, die Besitzer des Ehrenberger Schlosses waren. Das Gebäude gleicht einer Halle mit Tonnendach. Das Dach ist vorgezogen und ruht auf vier Pfeilern, welche im oberen Drittel mit Verzierungen versehen sind.

Aus historischen Unterlagen geht hervor, dass das Mausoleum 1912 als Neubau ins Grundstückskataster eingetragen worden war. Alfred Schmidt, ein Stiefsohn des Herrn von Blödau, der den Bau des Mausoleums beantragt hatte, zog 1921 nach Ehrenberg und wurde Besitzer des Ritterguts. Nach seinem Tode im Jahr 1936 wurde Alfred Schmidt in dem Mausoleum beigesetzt.

Das wertvolle Kulturdenkmal bezeugt eine bewegte Geschichte. Mit der eingeleiteten Notsicherung ist nun ein erster, wichtiger Schritt zur Rettung und zum weiteren Erhalt des Mausoleums getan.

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