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Das Projekt STADTMENSCH nimmt Fahrt auf.

Altenburger Residenzschloss (Foto: der uNi)


Vielfältige Teilnahmemöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger

Ein wahres Füllhorn an Mitmachmöglichkeiten haben die Akteure der Initiative STADTMENSCH am Mittwochabend bei einer Informationsveranstaltung im Paul-Gustavus-Haus präsentiert. Worum geht es dieser Initiative, zu der sich Altenburger Bürgerinnen und Bürger mit Unterstützung des Paul-Gustavus-Hauses und des Schloss- und Kulturbetriebes zusammengetan haben?

Es geht darum, ehrenamtliches Engagement sichtbar zu machen und Altenburg als Lebensort neu zu entdecken und zu gestalten. Hierzu wird es vier Aktionstage zwischen dem 24. und 27. Mai 2018 geben.

Bereits die Projektwebsite verdient Beachtung. Denn auch sie wurde mit ehrenamtlichem Engagement aufgebaut. Susan Seifert von der Farbküche und Kai-Uwe Hoffmann, der auch professionell als Werber tätig ist, haben sie entworfen und online gestellt. Fast ein halbes Jahr vor dem eigentlichen Stapellauf des Projektes im Mai kann es damit bereits für sich auf einem beachtlichen Niveau werben.

Dieses registrieren auch Sponsoren und mögliche Partner. Gespräche für Kooperation und Sponsoring laufen. Daher sind die Akteure zuversichtlich, bald auch Sponsoren und Partner auf der Webpage nennen zu können. Überdies wurde bereits im Juni letzten Jahres ein umfangreicher Förderantrag beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gestellt. Die Nachfrage nach diesem Förderprogramm ist allerdings mit mehreren hundert Posteingängen so groß gewesen, dass sich die Bearbeitung der Bewerbungen verzögert.

So lange wollten die Akteure der Initiative indes nicht warten. Sie setzten die Planungen ihrer Aktionstage unbeirrt und mit einer kräftigen Portion Optimismus fort.

Auf der Projektwegpage sind viele Mitmachmöglichkeiten in ganz unterschiedlichen Projekten genannt. Auch können weiterhin eigene Projekte von Bürgerinnen und Bürgern angemeldet werden, wenn diese ehrenamtlich initiiert sind und dem Allgemeinwohl zur Gestaltung des Lebensortes Altenburg dienen.

Gesucht sind zum Beispiel Bürgerinnen und Bürger, die unter professioneller Anleitung der Bühnenbildnerin Gesine Pitzer Wände für ein temporäres Stadtmensch-Hotel im ehemaligen Heuboden des Marstalls kreativ gestalten. Diese Wände wiederum werden nach den Aktionstagen zum Bau des Bühnenbildes für das Sommertheater „Der eingebildet Kranke“ von Theater und Philharmonie Thüringen genutzt, das im Schlosspark stattfinden wird.

Die Farbküche bietet mit der „Skatstadtgalerie“ eine Aktion an, um grauen, tristen Fassaden etwas Farbe zu verpassen. Aus dem Fokus gerückte Bauten und Räume sollen so wieder als wahrnehmbare und positive Orte des Stadtraumes zurückerobert werden. Wer als Maler oder als Besitzer und Anbieter von Malflächen (Giebel, Hauswände) mitmachen möchte, meldet sich bei Susann Seifert (hallo@farbkueche.org, Telefon 03447 5153716).
Die Tanzpädagogin Anja Losse organisiert einen großen Tanz, der open air von Bürgerinnen und Bürgern zu den Aktionstagen Ende Mai präsentiert werden soll. „Was bewegt mich?“, lautet die Leitfrage zur Entwicklung des Projektes. Die Übungstermine von „Tanz(t) mit Herz“ ab März sind auf der Homepage ausgewiesen (info@tanzraum-altenburg.de, Tel. 0176 78036777).

In dem Workshop „Bewerben leicht & lustig“ können Jugendliche und junge Erwachsene die Erstellung professionelle Bewerbungsunterlagen üben und dabei zugleich zum Teil einer kreativen Kunst-Aktion werden. Eine Vorabinformation ist für den 16. April um 16 Uhr im Schloss- und Kulturbetrieb geplant. Auch werden noch ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger gesucht, die eigene Berufserfahrung aus dem Bereich der Personalführung an junge Menschen durch Anleitung in dem Workshop weitergeben möchten (c.horn@residenzschloss-altenburg., Tel 03447 512713).

Ebenso auf dem Programm steht ein KulturLEERgang. Eine Wanderung durch größtenteils leerstehende Gebäude und somit potentielle Kulturstandorte zeigt dem Besucher, welche Möglichkeiten die historische Bausubstanz Altenburgs bietet. Außerdem ein Radwanderkino. Die Idee: Mit dem Fahrrad und einem mobilen Kino durch die verschiedenen Ortsteile von Altenburg radeln und Kurzfilme an Hauswände

und Tore projizieren. Das Ziel: Altenburger Ortsteile aus anderen Perspektiven zeigen, Vorurteile abbauen, die eigene Stadt neu erleben.
Eine Porträtserie von ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern rückt vor allem diejenigen einmal in den Vordergrund, die sonst in ihrem Engagement nicht sichtbar sind und hinter den Kulissen in Vereinen oder anderswo agieren.

Abgerundet wird dies von einem Ehrenamts-Café auf dem Marktplatz, in welchem alle Interessierten an verschiedenen Tischen mit Expertinnen und Experten zu unterschiedlichen Themen der Vereinsarbeit ins Gespräch kommen können und von einem umfangreichen Programm ausschließlich für die Zielgruppe Schüler und Jugendliche, wozu auch ein Bandcontest und ein Seminar für das Erstellen von Bewerbungsunterlagen gehören.
Und weil auf jedem guten Festival auch gefeiert werden will, fehlt ein Konzertabend nicht. Jörg Neumerkel bringt sich dafür mit dem Jazz-Club Altenburg ein. Am 25. Mai wird Schwarzkaffee seinen Groove nach Altenburg tragen und am nächsten Morgen für Schülerinnen und Schülern einen musikalischen Nachwuchsworkshop anbieten. (Bewerbungsschluss für das professionelle Coaching und den Bandcontest ist der 31.03.2018, Bewerbung unter der E-Mail-Adresse: kjr-altenburg@web.de, Telefon: 03447/ 551095 oder Jazzklub 0176/ 21816128) Beschlossen werden die Aktionstage mit einem Gottesdienst „Heldenzeit“, den der Pfarrer Sandro Vogler vorbereitet: ein Plädoyer für Heldenmut im Alltag.
Den Machern von STADTMENSCH ist aber vor allem daran gelegen, schon jetzt nachhaltig zu planen. Die Aktionstage sollen lediglich ein Impuls und Auftakt sein. Das Festival in den kommenden Jahren verstetigen und dauerhafte Strukturen schaffen zu können, ist ein Traum. Um sich auf diesem Weg Expertise anzueignen, holen sie sich auch extern Rat. Am gestrigen Abend war daher auch ein Stadtteilmanager aus Leipzig zu Gast. Am Beispiel des Quartiersmanagements in der Georg-Schumann-Straße in Leipzig berichtete er, wie dauerhaft Stadtteilentwicklung betrieben werden kann. Und was in Leipzig möglich ist, sollte doch auch für Altenburg nicht auszuschließen sein.

Christian Horn
Schloss-und Kulturbetrieb

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