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Infos zum Leerstehenden Garagenkomplex in der Zwickauer Straße

Wappen und Flagge der Stadt Altenburg (Foto: der uNi)


Maßnahmenpaket geschnürt

Das Umfeld im Bereich der leerstehenden Garagen an der Zwickauer Straße ist ein Ärgernis. Dies nahm Bürgermeister Frank Rosenfeld zum Anlass, um mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes, des Liegenschaftsamts und der Stadtwirtschaft die Missstände kürzlich bei einer Begehung in Augenschein zu nehmen. So werden die Garagen zur Müllablagerung genutzt, in einer wurde sogar ein Autowrack entdeckt. Zudem ist Vandalismus in großem Umfang zu beklagen.

Auch Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann ist entschlossen, etwas gegen die weitere Vermüllung und Verschandelung des Areals, das an den Tennisclub Altenburg grenzt, zu unternehmen. Mehrere Maßnahmen sollen schnellstmöglich realisiert werden. Die Aufgabe ist allerdings groß, denn insgesamt gehören 160 Garagen zu dem Komplex.

Vorgesehen ist, zunächst die Garagen am Parkplatz zu räumen und anschließend zu verschließen. Sollte es im Einzelfall möglich sein, die Verursacher des Mülls zu ermitteln, werden sie zur Rechenschaft gezogen. Hierzu ist bereits ein Verfahren anhängig. Um das unbefugte Betreten des Geländes zu erschweren, soll es verstärkte Kontrollgänge von Mitarbeitern des Ordnungsamtes geben. Überdies ist das Aufstellen von Zäunen geplant. Auch ein Teilabriss der Garagen wird geprüft.

Welche der ins Auge gefassten Maßnahmen wie schnell realisiert werden können, hängt letztlich davon ab, ob die Stadt die durch eingeholte Angebote ermittelten Kosten für Müllentsorgung und Sicherung von bis zu 8000 Euro trotz Haushaltssperre rasch aufbringen kann. Der Oberbürgermeister verhandelt mit dem WABA (Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsbetrieb Altenburg) über eine Kostenbeteiligung.

Die Verschandelung des Areals ist ein schleichender Prozess. Der städtische Wirtschafts- und Finanzausschuss hatte am 1. Juli 2015 beschlossen, das Nutzungsverhältnis am Garagenstandort Zwickauer Straße zu beenden, die Kündigungen erfolgten zum 31. Dezember 2015. Die damalige Planung sah Abriss und Renaturierung des Geländes vor.

Grund für die Initiative: Der Garagenhof war in den 1970er-Jahren errichtet worden und aus dieser Zeit stammt auch das Entwässerungssystem. Bei einer im Oktober 2014 durchgeführten Begutachtung hatte sich gezeigt, dass die Entwässerungsleitungen verschlissen sind. In der Folge kam es bei Starkregen zu Überschwemmungen der angrenzenden Tennisplätze.

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