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Tausende am Denkmaltag unterwegs – Das Portal war erste Wahl

Oberbürgermeister Michael Wolf gratulierte Jörg Kebbel (rechts) im Marstall zum Denkmalpreis der Stadt. (Foto: Ronny Seifarth)

Bei schönem Spätsommerwetter machten sich am vergangenen Sonntag in Altenburg wieder Tausende auf den Weg, um bekannte und weniger bekannte Denkmäler zu erkunden. Ein Ziel steuerten dabei besonders viele an: das barocke Eingangsportal am Teehaus. Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf nahm die feierliche Übergabe des Portals zum Anlass, sich bei dem Teehaus-Förderverein und der Entertainerin Dagmar Frederic für das vorbildliche Engagement zu bedanken.

Insgesamt lockten an dem Wochenende 37 Angebote, sodass die Schaulustigen wieder die schöne Qual der Wahl hatten. Die Auswertung ergab, dass am „Tag des offenen Denkmals“ rund 27.000 Besucher gezählt wurden, das sind 9000 mehr als im Vorjahr. Wie immer wurde an jedem Denkmal separat gezählt, sodass, wer an mehreren Objekten vorbeischaute, auch mehrfach gezählt wurde.

Am Teehaus und dem frisch sanierten Portal war den ganzen Tag über viel los. So verwundert es nicht, dass allein dort rund 5000 Besucher gezählt wurden. Gegenüber, in der – ebenfalls in Privatinitiative – sanierten ehemaligen Herzoglichen Hofgärtnerei wurden an dem Sonntag 3000 Besucher gezählt. Über reges Interesse freuten sich auch die Museumsmitarbeiter, die Führungen in der Großbaustelle Schlosskirche anboten: 1470 Besucher wurden dort gezählt. Kaum weniger, nämlich 1400, waren es, die den Historischen Friseursalon in der Pauritzer Straße besichtigten. 1000 Besucher zog es in die ehemalige Malzkaffeefabrik in der Wallstraße, das Paul-Gustavus-Haus. Wer seine Schritte ins Reichenbach`sche Stadtpalais am Weibermarkt lenkte, konnte die Besichtigung eines historischen Gebäudes mit einem Messebesuch kombinieren, denn in dem Objekt fand die Kreativmesse des Altenburger Landes statt. Verleger, Designer, Künstler und andere präsentierten sich und ihre Produkte. Die Leistungsschau verzeichnete am Ende des Tages rund 2500 Besucher. 

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Der Marstall war bis auf den letzten Platz gefüllt. (Foto: Ronny Seifarth)

Jürgen Fröhlich, Denkmalschützer in Diensten der Stadt und Hauptorganisator des Denkmaltages, äußerte sich im Rückblick sehr zufrieden. Das vielfältige Angebot und die hohen Besucherzahlen wertete er als Bestätigung seiner Arbeit. „Ein großes Dankeschön gebührt den vielen privaten Unterstützern, ohne deren Engagement es nicht gehen würde“, so Jürgen Fröhlich.
Die bereits am Sonnabend eröffnete Sonderausstellung des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie zu den archäologischen Grabungsbefunden in der Teichstraße wurde von 850 Interessierten besucht.
Hier geht ein besonderer Dank an den Hauseigentümer für die kostenlose Bereitstellung des Ladengeschäftes für die Ausstellung.

In die Erfolgsbilanz des diesjährigen Denkmaltages gehört unbedingt wieder das Eröffnungskonzert, das am Freitagabend 440 Kulturinteressierte in den Marstall lockte. Das traditionelle Konzert bildete wie in den Vorjahren den feierlichen Rahmen für die Verleihung des Denkmalschutzpreises der Stadt. Oberbürgermeister Michael Wolf überreichte den mit 2.500 Euro dotierten, nach Johann Georg Hellbrunn benannten Preis an Jörg Kebbel. Ihm ist es zu verdanken, dass die bereits erwähnte Hofgärtnerei sich in eine echte Sehenswürdigkeit verwandelt hat. Anerkennungsurkunden gingen überdies an Vertreter des Kulturbunds für die Sicherung und Bewahrung des Kulturdenkmals Brühl 2 sowie an Dietrich Hueck für die denkmalgerechte Fassadeninstandsetzung des repräsentativen Wohnhauses Wettinerstraße 31

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