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Viel Sport und einige Überraschungen

14 Frauen und Männer,
die sich in Sportvereinen engagieren,
wurden geehrt. (Foto: Ronny Seifarth)


Rückblick auf den Neujahrsempfang

Spendenaktion: 3284 Euro für guten Zweck

Der traditionelle Neujahrsempfang stand diesmal im Zeichen des Sports. Das gesellschaftliche Ereignis, das wieder gemeinsam von der Ewa (Energie- und Wasserversorgung Altenburg), den Stadtwerken Altenburg, der Städtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) und der Stadt ausgerichtet wurde, fand am vergangenen Freitagabend statt.

Circa 400 Gäste folgten der Einladung in den Goldenen Pflug. Auf sie wartete so manche Überraschung. Und als Überraschungserfolg entpuppte sich eine Spendenaktion für einen guten Zweck: Für zwei Dialysevereine kamen 3284 Euro zusammen.

Doch der Reihe nach: Nachdem die „Hip-Hop-Kids“ der Tanzschule Schaller zum Auftakt eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt hatten, folgte ein echter Hingucker. Der traditionellen Neujahrsansprache ging nämlich eine gekonnte Showeinlage voraus: Das Manuskript schwebte mit einem kleinen, motorisierten Modellflugzeug über die Köpfe der erwartungsvollen Gäste hinweg zum Redner – für einen originellen Beginn war somit gesorgt. Oberbürgermeister Wolf, der nach 18 Jahren im Amt bekanntlich nicht zur Wiederwahl antritt, nutzte seine letzte Neujahrsrede, um schwerpunktmäßig sechs Wünsche für die künftige Entwicklung der Stadt zu skizzieren.

Sein erster Wunsch: eine gemeinsame Entwicklung der renommierten Museen auf dem Schlossberg sollte als große Chance begriffen und

Der Turn- und Sportverein Friesen
präsentierte sich mit den Röhnrädern
(Foto: Ronny Seifarth)

gefördert werden. Dabei sollte besonderes Augenmerk auf die Schaffung einer modernen Spielewelt im Prinzenpalais gelegt werden. Der erforderliche, gebündelte Einsatz der finanziellen Mittel für die Kultur mache es unmöglich, zudem noch eine Landesgartenschau in Altenburg auszurichten, so der Redner.

Als zweites empfahl der Oberbürgermeister „eine ausgeglichene Entwicklung“ des Wohnstandortes Altenburg. Die Stadt brauche sowohl moderne Architektur als auch attraktive Altbausubstanz. Das Stadtoberhaupt kündigte in diesem Zusammenhang an, in Kürze die Entwicklung eines neuen Eigenheimstandorts am Franzosengraben auf den Weg zu bringen.

Der dritte Wunsch betrifft die Schulen, die der Redner als „Zukunftswerkstätten der Gesellschaft und Wertevermittler für unsere Kinder und Jugendlichen“ bezeichnete. Es müsse auch in Zukunft trotz knapper Kassen gelingen, weitere Mittel für dringend benötigte Investitionen in die Schulgebäude aufzubringen.

Das Thema Wirtschaftsförderung bildete den vierten Schwerpunkt. Der Oberbürgermeister warb für die Fortsetzung des kontinuierlichen Ausbaus der städtischen Gewerbegebiete, sie seien „der Nährboden für die Aussaat zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt in den kommenden Jahrzehnten.“

Für die Sozialpolitik, dem fünften Themenfeld, mahnte der Oberbürgermeister Korrekturen an und beklagte, dass die Kommunen allzu oft mit ihren Problemen alleingelassen würden. Das gelte insbesondere bei der Flüchtlingspolitik. Das Stadtoberhaupt appellierte an die Verantwortlichen im Kreis, im Freistaat Thüringen und im Bund, Altenburg stärker zu unterstützen und für eine gelingende Integration nachhaltige Lösungsansätze zu erarbeiten.

Der sechste Wunsch des Oberbürgermeisters: Die geplanten Tiefbaumaßnahmen sollten realisiert werden. Die Mittel für den angepeilten Ausbau wichtiger Straßen wie Schmöllnsche Vorstadt, Moritzstraße, Zille-Straße, Stiftsgraben und der Bereich Gabelentzstraße bis zur Rosa-Luxemburg-Straße müssten unbedingt aufgebracht werden. Das Stadtoberhaupt warnte mit Blick auf den anstehenden Kommunalwahlkampf davor, der Bevölkerung unrealistische Versprechungen zu machen. „Ich wünsche mir für diese politische Wahlauseinandersetzung auf jeden Fall Fairness und Anstand. Wir müssen in der Lage sein, danach noch miteinander zusammenarbeiten zu können.“

Der Neujahrsempfang bildete auch in diesem Jahr wieder den feierlichen Rahmen für die Auszeichnung von ehrenamtlich tätigen Bürgern. In diesem Jahr fiel die Wahl auf 14 Frauen und Männer, die sich auf unterschiedliche Art und Weise seit Jahren in den Sportvereinen der Stadt engagieren.

Dr. Hendrik Baum (rechts) überreichte
Oberbürgermeister Wolf eine Ehrenurkunde.
(Foto: Ronny Seifarth)

Der Neujahrsempfang endete, wie er begonnen hatte: mit einer Überraschung. Dr. Hendrik Baum, Vorsitzender des Kreissportbunds Altenburger Land, trat an das Rednerpult und fand lobende Worte für den Oberbürgermeister. „Sportfreund Wolf“ erhielt dann eine Ehrenurkunde des Landessportbunds Thüringen „für besondere Förderung des Sports“.

Wie eingangs erwähnt wurde auf dem Neujahrsempfang Geld für einen guten Zweck gesammelt, indem durch zwei Sportvereine ein Torwandschießen und ein Basketballkorbwerfen veranstaltet wurden. Für jeden Wurf beziehungsweise Schuss stifteten Spender einen Betrag von fünf Euro. Im Laufe des Abends kamen sage und schreibe 612 Würfe und Schüsse zusammen, was einer Summe von 3060 Euro entspricht. Hinzu kamen 224 Euro Barspenden.

Als Spender standen zur Verfügung: die Ewa und die SWG, sie spendeten je 800 Euro, das Medizinische Zentrallabor Altenburg und der Ratskeller Altenburg, sie spendeten je 500. Der Rechtsanwalt Helge Klein spendete 230 Euro und die Apothekerin Anke Sonntag ebenfalls 230 Euro.
Die 3284 Euro werden zu gleichen Teilen, also jeweils 1642 Euro, dem Altenburger Dialyseverein und dem Kinderdialyseverein für Ostthüringen (mit Sitz in Jena) durch Oberbürgermeister Michael Wolf übergeben. Der Oberbürgermeister bedankt sich bei allen Spendern und allen, die mitgemacht haben, aufs Herzlichste.

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