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Zukunft der Schlosspark-Museen: Minister wirbt für Stiftung

Wappen und Flagge der Stadt Altenburg (Foto: der uNi)


Die langfristige Entwicklung der großen Altenburger Museen war Thema einer nicht öffentlichen Informationsveranstaltung, die am 20. Mai im Rathaus stattgefunden hat.

Oberbürgermeister André Neumann hatte den Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Landrat Uwe Melzer und die Mitglieder der Kulturausschüsse des Kreistages und des Stadtrats eingeladen. Die Lokalpolitiker erhielten so die Gelegenheit, Hoff zu der von ihm ins Gespräch gebrachten Bildung einer „Mitteldeutschen Kulturstiftung Schlösser und Gärten“ zu befragen.

Der Minister sieht in der Bildung einer derartigen Stiftung eine große Chance zur Entwicklung des gesamten Gebäude-Komplexes, bestehend aus Lindenau-Museum, Schloss-Ensemble (mit Marstall und Teehaus mit Orangerie) sowie – optional – dem Naturkundemuseum Mauritianum. Zu einer Übertragung von Liegenschaften in die Stiftung kann es Hoffs Worten zufolge nur kommen, wenn die Gremien der Kommunen, also Kreistag und Stadtrat, zustimmen.

Für die Bildung einer mitteldeutschen Kulturstiftung spricht, das wurde in der Veranstaltung deutlich, vor allem die Aussicht auf dauerhafte zusätzliche Investitionsmittel. Der zu gründenden Stiftung stünden insgesamt 400 Millionen Euro zur Verfügung, 200 Millionen Euro kämen vom Bund, je 100 Millionen vom Bundesland Sachsen-Anhalt und dem Freistaat Thüringen.

Minister Hoff machte im Altenburger Rathaus klar, dass bis zu der von ihm befürworteten Gründung der Stiftung noch viele Details geklärt werden müssten. Generell sei es möglich, neben den Liegenschaften auch die Betreibung der Museen in die Hände der Stiftung zu legen. Es müsse geregelt werden, welchen Einfluss Stadtrat und Kreistag gegenüber dem Stiftungsrat haben.

Landrat Uwe Melzer und Oberbürgermeister André Neumann sehen in der beabsichtigten Gründung der Stiftung ebenfalls eine große Chance.

Mit Kreis- und Stadträten soll in den nächsten Monaten das Für und Wider diskutiert werden. Ziel ist es, sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag im Herbst dieses Jahres einen Grundsatzbeschluss zu fassen. Sollten die beiden Gremien die Stiftung generell befürworten, würde im nächsten Schritt entschieden, was konkret an die Stiftung übertragen werden soll.

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