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Zukunftswerkstatt zum Thema Mitbestimmung in Altenburg Nord

Deutsche Kinder- und Jugendstiftung erarbeitet mit Jugendlichen
Zukunftsideen (Foto:
Frau Almut Ryssel)


Deutsche Kinder- und Jugendstiftung erarbeitet mit Jugendlichen Zukunftsideen

Eigentlich wird montags in den unteren Räumen des Kinder- und Jugendhauses der Johanniter laut und wild mit der integrativen Sambagruppe Como Vento geprobt.

Am 17. Juni bot sich ein anderes Bild: Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) hat die heiligen Sambahallen in Beschlag genommen, Flipcharts und Pinnwände aufgestellt, einige Kästen Limonade herangekarrt und fünf junge Mitarbeiter*innen der DKJS hießen die nach und nach eintreffenden Sambistas willkommen.

Mitbestimmungs-, Gestaltungs- und Beteiligungsmöglichkeiten sollten gemeinsam mit den ca. 25 Teilnehmer*innen, die aus dem ganzen Landkreis kamen, in einer Zukunftswerkstatt ausgelotet werden. Im Laufe des Nachmittages ergaben sich mehrere Ideen und Schwerpunkte, die in Kleingruppen diskutiert, anschließend visuell einander vorgestellt wurden und an denen konkret weitergearbeitet werden soll.

Es stellte sich heraus, dass bestehende Möglichkeiten der Jugendbeteiligung und des ehrenamtlichen Engagements im Altenburger Land unter den Jugendlichen nur unzureichend bekannt sind. Dazu entstanden Ideen z.B. zu einer Ehrenamtsapp speziell für
Jugendliche oder einem zentralen Babysitterdienst. Außerdem wurde der Bedarf an unbürokratischer, eigenverantwortlicher Nutzung von Jugendräumen formuliert. Ebenso signalisierten die Teilnehmer*innen einen, über die bestehenden und gut genutzten
Angebote der offenen und mobilen Jugendarbeit hinausgehenden, Bedarf an Beratungsmöglichkeiten durch geschultes Lehrerpersonal an Schulen.

Mit dem Altenburger Workshop ist die Arbeit am Thema noch nicht zu Ende. Im neuen Schuljahr wird in Leipzig ein Hearing stattfinden, zudem sich weitere Jugendinitiativen zum Ergebnisaustausch treffen und daran gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und anderen Jugendgruppen weiterarbeiten. Anfang 2020 werden die Ergebnisse in Berlin dem zuständigen Ministerium übergeben, um deutlich zu machen, welche Stellschrauben politisch bedient werden müssen, damit eine gelingende Teilhabe Jugendlicher an Entwicklungsprozessen im Land ermöglicht wird.

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