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Ab Dezember wesentliche Verbesserungen im Stadtverkehr von Schmölln

Altenburger Land


ÖPNV-Projekt „Schmölln macht mobil“

Seit etwa zwei Jahren arbeiten der Landkreis Altenburger Land, die THÜSAC Personennahverkehrsgesellschaft mbH, die Stadt Schmölln und die Mitteldeutsche Verkehrsverbund GmbH (MDV) an einem zukunftsorientierten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im südlichen Altenburger Land. Ziel ist es, einen zukunftsorientierten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Großraum Schmölln, Gößnitz, Nöbdenitz, Nobitz und Umgebung mit seinen 35.000 Einwohnern zu etablieren. Anfang Dezember 2018 wird in einer ersten Stufe der neue Stadtverkehr in Schmölln umgesetzt. Im zweiten Schritt wird in 2019 der Regionalverkehr im südlichen Altenburger Land grundlegend vereinfacht und aufgewertet.

Zur Stadtratssitzung Ende Juni stellte der Schmöllner Bürgermeister Sven Schrade das Projekt „Schmölln macht mobil“ der Öffentlichkeit vor und informierte über Änderungen und Verbesserungen im Stadtverkehr, welche ab Dezember greifen werden. „Nicht nur den Bürgern vor Ort wird durch zusätzliche Verbindungs- und Umsteigebeziehungen ein Mehrwert geschaffen – auch die lokale Wirtschaft erfährt durch die bessere Erreichbarkeit eine Aufwertung. Der Öffentliche Nahverkehr wird zu einer echten Alternative für Azubis und Angestellte“, betonte Schrade.

Was wird neu im Dezember in Schmölln?

In Schmölln wird es durch die zwei StadtBus-Linien „H“ und „F“ ein vereinfachtes und dadurch komfortableres Liniennetz geben. Beide Linien ersetzen die bisherige Linie „R“. Linie H verkehrt ab Heimstätten über Markt und Gymnasium zum Bahnhof (blaue Linie in der Karte rechts im Download-Bereich) und die Linie F verkehrt ab An den Queeren über Weidengrund und Wartenberg zum Bahnhof (rote Linie).

Ein durchgehendes regelmäßiges Angebot ermöglicht Fahrten von morgens bis abends sowie am Wochenende. Mehr Haltestellen sorgen für kürzere Wege und eine flächendeckende Bedienung. Neu sind auch die direkten Anfahrten der Wohngebiete am Wartenberg und am Weidengrund. Von dort kann beispielsweise zum Markt, zum Bahnhof und anschließend weiter in alle Richtungen gefahren werden. Auch das Wohngebiet an der Friedrich-Naumann-Straße wird auf kürzeren Wegen angebunden, sodass zwei Ärzte und eine Einkaufsmöglichkeit bequem erreicht werden können. Der Anschluss zum Zug und dem regionalen Busverkehr ist gewährleistet.

Was wird neu beim Regionalverkehr in 2019?

Die Verbesserung des ÖPNVs im südlichen Altenburger Land soll vor allem durch neu vertaktete Buslinien spürbar werden. Alle Linien werden stündlich oder 2-stündlich immer zur gleichen Minute und mit guten Anschlüssen zu S- und Regionalbahnen fahren. Zudem fahren alle Linien in den Abendstunden, am Wochenende und in den Ferienzeiten stabil. Ergänzt wird dieses Angebot durch einen neuen RufBus. Dieser fährt auf Bestellung per Telefon oder Internet als Zubringer zu den Regional- und StadtBus-Linien. So kommen Bewohner kleinerer Ortschaften mit nur einem Umstieg ohne größere Wartezeiten zum nächsten Bahnhof. Im Laufe des kommenden Jahres werden an dieser Stelle Detailinformationen zu Linienverläufen und Haltestellen veröffentlicht.

Projektinhalte und -ziele

Auf Grundlage der Situation vor Dezember 2018 wurden die Stärken und Schwächen des ÖPNV-Angebotes untersucht sowie die zu erwartende Bevölkerungs- und Gewerbeentwicklung analysiert. Die Ergebnisse wurden durch die Rückmeldungen aus einer Bürgerbefragung im März und April 2016 ergänzt.

Momentan dominiert noch der Schülerverkehr die Angebotsstruktur des Busverkehrs. Ziel des neuen Konzeptes ist es, ein vertaktetes, ganztägiges Angebot für jedermann zu entwickeln. Neben den Schülern soll verstärkt auf Pendler sowie Freizeitnutzer und Einkäufer eingegangen werden, um mit Bus und Bahn im ländlichen Raum eine gute Alternative zum PKW anzubieten.

Hintergrund:
Starke infrastrukturelle, demografische und wirtschaftliche Veränderungen prägten die vergangenen 25 Jahre im Altenburger Land.

Dem zunehmenden Rückzug von Versorgungseinrichtungen und Ärzten aus dem ländlichen Raum soll durch einen optimierten ÖPNV begegnet werden. Durch eine bessere Anbindung an Handelsstrukturen und Gewerbestandorten – aber auch an touristische Ziele – soll die Infrastruktur der Region erheblich verbessert werden.

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