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Arbeiten am Flächennaturdenkmal „Schmöllner Bastei“


Im Rahmen der Errichtung des Schmöllner Industriegebietes Crimmitschauer Straße Teilgebiet V sind verschiedene Ausgleichsmaßnahmen erforderlich, um die Eingriffe in Natur und Landschaft infolge der geplanten Erschließungsmaßnahmen und der Schaffung neuer Bauflächen zu kompensieren.

So werden im Industriegebiet Crimmitschauer Straße (TG V) selbst Anpflanzungs- und Begrünungsarbeiten durchgeführt. Weitere Anpflanzungen erfolgten bereits mit der Ausgleichsmaßnahme A4 am Kemnitzgrund. Die ca. 2,05 ha große Fläche wurde mit Feldgehölzstrukturen, Gehölzhecken sowie Obstbäumen aufgewertet. Als ein weiteres Projekt finden Aufforstungsarbeiten zur Ausgleichsmaßnahme A3 auf einer Ackerfläche von ca. 1,61 ha zwischen Selka und Burkersdorf statt. Dort soll ein artenreicher Mischwald entstehen.

Am Pfefferberg in Schmölln wird ein Teilprojekt in den nächsten Tagen angeschoben. Das Flächennaturdenkmal „Schmöllner Bastei“ ist gemäß § 28 Abs. 1 ThürNatSchG als besonders schützenswert zu betrachten. Die Schmöllner Bastei als Geotop bzw. geologisches Naturdenkmal bietet einen Einblick in die Erdgeschichte zur Zeit der Trias. Das Flächennaturdenkmal wurde am 25.11.1970 durch einen Beschluss des Rates des Kreises Schmölln unter Schutz gestellt. Im Landschaftspflegeplan wurde die Erhaltung der 12 Meter hohen Sandsteinwand und ein aller zwei Jahre stadtfindender Rückschnitt der Baum- und Strauchschicht festgelegt. Die Durchführung dieser Pflegemaßnahmen für den Erhalt dieses Naturdenkmal erfolgt durch die Entnahme von ca. 25 Großbäumen (Eichen, Kastanie, Birke) im Hanggelände vor dem Felsbereich und von 30 Baumheistern in buschiger und mehrtriebiger Form oberhalb des Felsbereiches und am Felsen sowie 700 Baumheistern und Buschwerk am vorderen Hang- und Böschungsbereich des Felsmassivs zur Verminderung weiterer Erosionen.

Die Großbäume wurden in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Altenburger Landes und des Landschaftspflegeverbandes „Altenburger Land e.V. bereits farblich gekennzeichnet. Für die Arbeiten wurde eine ortsansässige Firma beauftragt. Für die Anlieger der Häuser an der Ronneburger Straße Nr. 62 bis Nr. 82 bedeutet dies Verkehrseinschränkungen zwischen der Bebauung und dem Waldgrundstück. Die Stadtverwaltung Schmölln bittet um die freundliche Kenntnisnahme und um das Verständnis der Anwohner zur Baumaßnahme, die bis Ende Februar andauern wird.

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