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Bildungsangebot im Landkreis soll verbessert werden

Altenburger Land


Zielvereinbarung unterzeichnet

„Bildung ist ein Standortfaktor“, stellt Landrätin Michaele Sojka zuletzt während einer Pressekonferenz bezüglich des Bundesförderprogramms „Bildung integriert“ klar. Von diesem soll der Landkreis profitieren, um das Bildungsangebot im Altenburger Land nachhaltig zu stärken und zu verbessern.

„Um uns zukunftssicher aufzustellen, müssen wir uns jede Menge Fragen stellen“, sagt Sojka und führt aus: „Was müssen wir bieten, um junge Familien in den Landkreis zu holen? Wie schwer wiegt die Zahl der Schulabbrecher? Was brauchen Firmen, um sich im Landkreis anzusiedeln – Berufsschulen, Fortbildungsinfrastruktur? Was müssen wir tun, damit junge Leute eine Chance in einer immer komplexer werdenden Arbeitswelt haben – frühkindliche Bildung, Bildungsübergänge gestalten, die Digitalisierung schneller voranbringen?“

Um diese Fragen zu beantworten, steht unserem Landkreis das Förderprogramm „Bildung integriert“ zur Seite. Bei Bewilligung der Fördermittel können bis zu zwei Stellen – eine für das Bildungsmanagement und eine für das sogenannte Bildungsmonitoring – in der Landkreisverwaltung etabliert werden. „Über das Monitoring erfolgt eine datengestützte Erfassung der Bildungssituation vor Ort“, erklärt der zuständige Fachbereichsleiter Dirk Nowosatko. „Beim Management geht es darum, die kommunale Bildungslandschaft gemeinsam mit allen wichtigen Akteuren vor Ort zu gestalten – anbieterübergreifend. Die gemeinsame Entwicklung der Angebote steht im Vordergrund“, fügt er an. Schlüsselakteure – vor allem in Bezug auf ein lebenslanges Lernen – sind etwa Kitas, allgemeinbildende Schulen, Berufsschulen, Weiterbildungseinrichtungen, die Volkshochschule, Unternehmen, die Bundesagentur für Arbeit sowie die Hochschulen und Universitäten um Umkreis.

Über das Bundesprogramm werden Personal- sowie Sachkosten, beispielsweise für Software und Fortbildungen, gefördert. „Wir rechnen mit knapp 90.000 Euro pro Jahr“, erklärt Nowosatko. Potenzielle Bewerber sind Hochschulabsolventen der Richtungen Soziologie oder Sozial- bzw. Bildungswissenschaften. „Vor allem müssen sehr gute Kenntnisse in statistischen Verfahren vorhanden sein“, so der Fachbereichsleiter.

Grundlage für die Förderung ist die Unterzeichnung einer Zielvereinbarung mit der Transferagentur Mitteldeutschland (TransMit), die in Leipzig ihren Sitz hat. Zusammen mit bundesweit acht weiteren Agenturen verfolgt sie das Ziel, die Erfahrungen und Ergebnisse von Vorgängerprogrammen aufzuarbeiten und in angepasster Form auf andere Kommunen zu übertragen. Die Zielvereinbarung wurde Mitte Januar während des Pressegesprächs unterzeichnet. „Kommende Woche werden wir die Anträge für die Fördermittel abschicken“, erklärt Nowosatko und fügt abschließend an: „Sobald der positive Bescheid da ist, beginnen wir mit der Personalsuche.“

Tom Kleinfeld
Öffentlichkeitsarbeit

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