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Landkreis startete Drogenpräventionsprojekt: „Freiheit geSucht!?“

Landratsamt Altenburg (Foto: der uNi)


In Zusammenarbeit zwischen dem Landratsamt Altenburg, der Horizonte gGmbH und den Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen des Altenburger Landes ist in den letzten Monaten an einer Erweiterung des suchtpräventiven Angebotes im Landkreis gearbeitet worden. Entstanden ist dabei das Projekt „Freiheit geSucht!?“, das in diesem Schuljahr für alle 8. Klassen angeboten wird.

Dabei sollen sich die Schüler mit dem Thema Freiheit und Sucht in zweimal einer Doppelstunde im Unterricht auseinandersetzen. Im Zentrum des Projektes steht der Besuch des „Revolution Train“ aus Prag, der vom 16.05. – 17.05.2019 auf dem Altenburger Bahnhof Station macht. Das Angebot wurde von Landrat Uwe Melzer beauftragt und wird vom Landkreis Altenburger Land finanziert.

Wie kann das Projekt zur Suchtprävention im Altenburger Land beitragen?
Der Landkreis hat ein bedarfsgerechtes, differenziertes und aufeinander abgestimmtes Angebot im Bereich der Suchtprävention. Die Suchtberatungsstelle Altenburger Land (inklusive Suchtprävention Altenburger Land), die schulbezogene Jugendsozialarbeit und die mobile Jugendarbeit bieten hierfür eine solide Basis der Primärprävention, die es ständig weiterzuentwickeln gilt. Dabei hat es sich als sinnvoll erwiesen, bestehende Angebote zu koordinieren und in der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen Präsenz zu zeigen. Das Projekt „Freiheit geSucht!?“ soll mit dem Besuch des Revolution Train dazu dienen, einen weiteren öffentlichkeitswirksamen und für die Zielgruppe methodisch Präventionsansatz zu gestalten.

Ziel des Projektes
Das Ziel des Besuchs im Zug ist es, den Teilnehmenden ein authentisches Erlebnis zu vermitteln, das in der bisherigen Präventionsarbeit im Altenburger Land so noch nicht vorkommt. Durch das geplante Projekt soll an die von den Schulsozialarbeiterinnen in vorherigen Jahrgangsstufen vermittelten Inhalte der Suchtprävention angeknüpft werden.
So kann das Wissen um Drogen und Sucht vertieft und gleichzeitig in ein Verhältnis zum eigenen Leben und eigenen Einstellungen gesetzt werden.

Zielgruppe
Die Zielgruppe sind alle achten Klassen (aller Schultypen) des Altenburger Landes; ca. 750 Schüler und die entsprechenden Lehrkräfte.

Projektverlauf

Das Projekt wird in vier Phasen stattfinden:

  1. Zeitraum 11.03.-10.05.2019: Vorbereitung der Jugendlichen auf das Projekt durch die Projektmitarbeiter (ein Besuch á zwei Unterrichtsstunden)
  2. Besuch des Revolution Train am 16. und 17. Mai 2018
  3. Zeitraum 20.05.-05.07.2019: Nachbereitung durch die Projektmitarbeiter (ein Besuche á zwei Unterrichtsstunden). Dabei werden die Erlebnisse aus dem Projekt „Freiheit geSucht“ kreativ in Form von Filmen, Bildern etc. verarbeitet.
  4. Im Zeitraum vom 15.11.-18.12.2019 werden die kreativen Ergebnisse des Projektes im Lichthof des Landratsamtes der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Anschließend wird die Ausstellung als Wanderausstellung an den Schulen geplant.

Vorbereitung auf das Projekt (11.03.-10.05.2019)
Die Vorbereitung an den Schulen erfolgt über die schulbezogene Jugendsozialarbeit, die Suchtberatungsstelle, Mitarbeitern des Jugendamtes und Sozialarbeitern der Jugend(sozial)arbeit des Altenburger Landes. Diese werden nach Absprache mit den Lehrkräften der achten Klassen zwei Unterrichtseinheiten durchführen. Folgende Inhalte sollen dabei integriert werden:
• Freiheit
• Seelischer Tank – was brauche ich, um glücklich zu sein?
• Große und kleine (eigene – fremde) Entscheidungen

Besuch des Revolution Train am 16. und 17. Mai 2019
Der „Revolution Train“ ist ein multimedialer mobiler Zug aus Prag, der sich mithilfe interaktiver und haptischer Elemente insbesondere an Kinder und Jugendliche im Alter von 12 – 17 Jahren wendet und vor allem primärpräventiv wirken soll. Die Teilnehmenden werden per Leinwand durch die Geschichte einer Suchtentstehung bei Jugendlichen geführt und finden sich anschließend selbst in den Kulissen des Films wieder. Damit soll der Kontext direkt erfahrbar gemacht und die Jugendlichen angeregt werden zu reflektieren, welche Entscheidungen sie selbst anstelle der Protagonisten treffen würden. Zum Abschluss können die Besucher einen anonymen Fragebogen zum Gesehenen ausfüllen.

Die Jugendlichen aus den Schulen in größerer Entfernung zum Altenburger Bahnhof, werden mit Bussen abgeholt und nach der Begehung des Zuges wieder zurück gebracht.

Nachbereitung des Projektes (20.05.-05.07.2019)
Die Projektmitarbeitenden werden in einer Doppelstunde mit den Jugendlichen über die Erlebnisse im Zug sprechen: was haben sie wahrgenommen, was hat ihnen gefallen, welche Fragen sind noch offen; was hat der Zug/die Geschichte mit mir persönlich zu tun? Zudem könnte eine kreative Verarbeitung des Themas Freiheit und Sucht durch die Jugendlichen eigenständig an den Schulen erfolgen. Die Ergebnisse würden dann im Landkreis ausgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert.

Nachbearbeitung und Auswertung des Projektes durch Fachkräfte
Um eine Nachhaltigkeit des Projektes „Freiheit geSucht!?“ zu erreichen, werden die anonymen Fragebögen aus dem Zug ausgewertet und die Ergebnisse allen Beteiligten zur Verfügung gestellt.

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