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Öffentliche Erklärung des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera zur Flüchtlingsthematik

Auf der letzten Sitzung des Verwaltungsausschusses der Arbeitsagentur Altenburg-Gera vom 04. Dezember 2015 verständigten sich die Mitglieder, eine öffentliche Erklärung zur Flüchtlingsthematik zu verabschieden.

Darin unterstreichen sie die Notwendigkeit, durch abgestimmtes und zielgerichtetes Agieren aller Partner auf dem regionalen Arbeitsmarkt die Herausforderung der Flüchtlingsthematik zu bewältigen. Durch das frühzeitige Aufzeigen von Perspektiven auf dem regionalen Arbeits- bzw. Ausbildungsmarkt und die möglichst nahtlose Verknüpfung von Sprachausbildung, Kompetenzerhebung und ggf. Qualifizierung kann ein wesentlicher Beitrag für erfolgreiche gesellschaftliche Integration geleistet werden

Aber neben dem Fokus auf Flüchtlinge/Asylbewerber muss gewährleistet sein, dass die inländischen Arbeits- und Ausbildungssuchenden gleichrangig betreut und gefördert werden können. Somit geht es um eine Umsetzung einer Doppelstrategie:

1. Inländische Arbeitsuchende müssen gezielt gefördert und aktiviert, ihren Fähigkeiten und den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts entsprechend qualifiziert sowie möglichst passgenau in Beschäftigung und Ausbildung vermittelt werden. Dies gilt insbesondere für junge Menschen, Langzeitarbeitslose, Geringqualifizierte, Berufsrückkehrerinnen und andere Gruppen, die bisher nicht ausreichend von der guten Arbeitsmarktlage profitieren konnten.

2. Flüchtlinge müssen die Möglichkeit haben, schnell die deutsche Sprache zu lernen und sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Dazu gehört die Teilhabe am Arbeitsleben. Hierfür braucht es passende Qualifizierungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungsangebote sowie entsprechende Unterstützung der Arbeitsagenturen, Jobcenter und weiterer relevanter Netzwerkpartner.

Inländische Arbeitsuchende und Ausbildungssuchende dürfen nicht gegen Flüchtlinge und Asylsuchende ausgespielt werden.

Vielmehr müssen beide Gruppen wirksam unterstützt werden, um ihnen eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Hierfür müssen die Jobcenter entsprechend ausgestattet werden, um für die Herausforderungen gerüstet zu sein. Weiter ist durch den Gesetzgeber in Betracht zu ziehen, das bestehende Instrumentarium zur Arbeitsmarktintegration, inklusive der Maßnahmen bezüglich des 2. Arbeitsmarktes, anzupassen.
Die Vertreter der Bänke erklären sich bereit, in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen die enge und zielgerichtete Vernetzung mit der Arbeitsagentur bzw. den Jobcentern zu befördern und zu unterstützen. Damit entsteht die Basis für erfolgreiche Integrationsarbeit.

Der Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera ist ein Bestandteil der regionalen Netzwerke, wenn es um den Arbeitsmarkt in der Region geht. Gewerkschaften unterstützen und begleiten Integrationsbemühungen in Betrieben, Unternehmen stellen Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung und die Kommunen sind ein wichtiger Partner bei der Kooperation mit Ausländerbehörden und der Organisation wesentlicher flankierender Maßnahmen zur Integration in den Arbeitsmarkt.

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