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Optimierter Bürgerservice soll Amtsgänge minimieren

Altenburger Land

Die Kreisverwaltung hat ihren Bürgerservice zum 1. Januar 2018 optimiert, so dass die Bürger von einigen Verbesserungen profitieren können. In den 19 Jahren des Bestehens des Bürgerservice hat sich technisch, rechtlich und organisatorisch viel verändert, so dass sich viele anfängliche Vorteile für den Bürger mit der Zeit nachteilig entwickelt haben.

Der Aufgabenbestand wurde nun in Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachdiensten geprüft und im Sinne der Bürger neu geordnet. Die Prüfung ergab, dass Fachdienste und Bürgerservice die Bürger in vielen Fällen hin- und herschicken mussten, um deren Anliegen abschließend zu klären. Um dies künftig bürgerfreundlicher zu gestalten, wurden die Zuständigkeiten jetzt neu angepasst. Jener Teil der Aufgaben, die für den Bürger optimaler im Fachdienst erledigt werden können, wird auf die verschiedenen Fachdienste der Kreisverwaltung zurückverlagert. Das heißt, wer künftig ein Anliegen hat oder einen Antrag wie beispielsweise zum Erhalt von Wohngeld stellen möchte, tut dies nun direkt beim Sachbearbeiter des entsprechenden Fachdienstes.

Natürlich wird auch weiterhin eine freundliche Mitarbeiterin im Bürgerservice in der Lindenaustraße 9 zur Verfügung stehen, die den Bürgern bei Bedarf telefonisch oder persönlich den richtigen Ansprechpartner vermittelt. Nach thematischen Stichworten aufgelistet sind die Ansprechpartner in den Fachdiensten zudem auf der Homepage der Kreisverwaltung unter www.altenburgerland.de – und zwar direkt auf der Startseite unter der Rubrik „Bürgerservice A bis Z“.

Zu den Neuerungen im Bürgerservice sagte Landrätin Michaele Sojka: „Wir als Kreisverwaltung verstehen uns mehr denn je als Dienstleister für unsere Bürger und Unternehmen im Altenburger Land. Der ab Januar direkte Kontakt des Bürgers zum Sachbearbeiter ermöglicht diese Dienstleistungen nun aus erster Hand – kompetent, vertrauensvoll und schnell.“

Eine weitere Verbesserung betrifft den Sozialpass, der bisher allein vom Bürgerservice erstellt wurde. Um den Pass zu erhalten, musste der Bürger z. B. mit seinem Sozialhilfe-Bescheid aus dem Fachdienst beim Bürgerservice vorsprechen, der diesen Bescheid kopierte und den Sozialpass dann ausstellte. Jetzt wird der Sozialpass vom entsprechenden Fachdienst mit dem Bescheid gleich mitausgedruckt. Damit wird dem Bürger ein Behördengang erspart und das Landratsamt halbiert die doppelte Aktenführung.

Landrätin Michaele Sojka dazu: „Wir können die Fülle von Vorschriften nicht ändern, aber wir können die Bürokratie vor Ort so organisieren, dass der Bürger mit einem Minimum an Aufwand und Behördengängen zu seiner Dienstleistung kommt. Das haben wir getan.“

In Sachen technischer Optimierung sei man ohnehin schon weit vorn. Michaele Sojka lobt: „Ich bin stolz auf meine Mitarbeiter, denn wir halten thüringenweit mit ca. 700 Exemplaren die meisten Vordrucke als Landratsamt online bereit. Von der Landesregierung fordere ich, die Rahmenbedingungen für die E-Akte und weitere Online-Verfahren weiter zu forcieren.“

Hintergrund: Die Gründung des Bürgerservice im Altenburger Land folgte seinerzeit dem allgemeinen Trend, kurze und einfache Sachbearbeiter-Tätigkeiten aus den Fachdiensten herauszulösen. Der Bürgerservice sollte diese Aufgaben bearbeiten und mit schnellem Service und freundlichen Mitarbeitern punkten. Das haben die Kolleginnen und Kollegen in diesem Bereich auch viele Jahre erfolgreich getan. Über die Jahre wurden jedoch viele Aufgaben auf Kreisebene komplexer, so dass der Bürger schließlich doch wieder in die Fachdienste geschickt werden musste oder Rückfragen notwendig waren. Andere Aufgaben entfielen oder können einfacher vom Fachdienst gleich miterledigt werden.

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