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Rede des Landrates zur Festveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals

Landrat Uwe Melzer (Foto: Landratsamt)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Neumann,
sehr geehrter Intendant Kay Kuntze,
sehr geehrte Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege – sehr geehrte Abgeordnete und Mitglieder des Kreistages und des Stadtrates,
verehrte Gäste,

ich freue mich, dass auch ich Sie heute zur Eröffnung des Denkmaltages sehr herzlich begrüßen darf.

Seit 1993 beteiligt sich unser Landkreis nun schon am europaweit gefeierten Denkmaltag. Viele begeisterte Besucher kommen nicht nur aus dem Altenburger Land, sondern auch aus den benachbarten Regionen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens oder gar von noch weiter her, um ihre ursprüngliche Heimat neu zu entdecken.

Akteure und Initiatoren der einzelnen Veranstaltungen haben im Vorfeld des Denkmaltages wieder Ausstellungen, Vorträge, künstlerische Beiträge, Gottesdienste und kulinarische Leckerbissen vorbereitet. Sie haben Holzstuben, Kellergänge oder Kirchen geputzt und liebevoll ausgestaltet und so manchen bis dato ungenutzten Raum begehbar gemacht.

Das ist eine riesen Arbeit – geleistet von Ehrenamtlichen, Vereinen, privaten Eigentümern, Handwerkerfirmen, Kirchgemeinden, Schulen und Kindergärten, von Architekten und Planern. Sie alle tragen dazu bei, unseren Landkreis nach außen in ein positives Licht zu rücken. Dafür an dieser Stelle schon einmal mein herzlichster Dank.

Den immensen Aufwand betreiben die an diesem Tag agierenden Denkmalschützer nicht ohne Stolz, denn wenn sie vorzeigen, was in den Städten und Gemeinden unseres Kreises alles erhalten, zugänglich und lebendig gemacht wurde in den letzten Jahren, was mit Energie, Engagement und Ausdauer und manchmal auch in einem fortwährenden Kampf gegen den Zahn der Zeit, gegen Unkenntnis, Bürokratie und leere Kassen geleistet wurde – dann meine Damen und Herren, ist das ein wirklich guter Grund, stolz zu sein.

Lassen Sie mich ein kurzes Resümee zum Baugeschehen des vergangenen Jahres ziehen:

Da wurden große Projekte wie das Herrenhaus in Posterstein, der 1. große Bauabschnitt der Fassadensanierung an der Schmöllner Stadtkirche „St. Nicolai“ und der Ausbau unseres längsten Laubenganggebäudes in Schwanditz abgeschlossen und feierlich übergeben.

In Großmecka haben die Sicherungsarbeiten begonnen und Pianist Robert Herrmann wirbt unermüdlich mit tollen Veranstaltungsideen um Mitstreiter und Förderer für den Aufbau seines Kulturhofes. Längst ist sein Vorhaben bei den Denkmalförderern anerkannt und akzeptiert.

Im Ponitzer Renaissanceschloss wurde das an den Sonntagen geöffnete Lesecafè um einen Raum erweitert. Neben den Veranstaltungen werden nun das Cafè, das Antiquariat und die im vergangenen Jahr eingeweihte geräumige Schlossküche rege genutzt.

In der Scheune im Garbisdorfer Quellenhof, seit 2016 im Umbau, wird am Sonntag der Heimatverein Göpfersdorf unter dem Scheunendach eine neue, moderne und zeitgemäße Dauerausstellung zum Landleben feierlich eröffnen, die er in Kooperation mit Mitarbeitern des Museums Burg Posterstein eingerichtet und gestaltet hat.

Am Wasserschloss Dobitschen sah sich der Eigentümer durch konsequente Auflagen und Verfügungen der Behörde nun in der Pflicht, ein gewisses Maß an Notsicherungen durchzuführen.

Es sind 2018 vom Land Thüringen 235.000 Euro Fördermittel für Bauherren in den Gemeinden des Kreises zur Verfügung gestellt worden; davon wurden mit 135.000 Euro acht private Bauherren unterstützt, die tatkräftig zu Werke gehen und oft bewusst verzichten auf modernsten Komfort, um für die nachfolgende Generation in unseren Dörfern einen Teil der Bauten in ihrer einmaligen historischen Qualität zu erhalten.

Meine Damen und Herren,

40 Kulturdenkmale werden am Sonntag im Landkreis geöffnet sein. Die Gäste erwarten historische Führungen, eine Radtour zu Dorfkirchen, Führungen zum Baufortschritt und zur Geschichte verschiedener Denkmale.

Kunstwerke der Malerei und Grafik, historische Puppenwagen und Webstühle, ein originales Marionettentheater, Exponate von Hobbykünstlern, ökologische Baustoffe, landwirtschaftliche Produkte und Geräte, liturgische Gewänder und Instrumente, viele Exponate zu Ortsgeschichten – das alles sind nur einige der Dinge, die in den offenen Denkmalen besichtigen werden können.

Organisten, Schalmaienkapellen, Kindergartenkinder und Schüler bereichern mit kleinen Einlagen die Programme.
Eine Schlossband und Künstler aus Thüringen und Sachsen werden zu einem Jazz- und einem Benefizkonzert aufspielen.

Auf der Homepage des Landratsamtes und der Homepage der Deutschen Stiftung Denkmalschutz finden Sie ein ausführliches Programm und auch hier liegen diese Programme aus. Stellen Sie sich Ihre persönliche Sonntags-Tour zusammen und genießen Sie den Denkmaltag.

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