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Ausstellung – Gerhard-Altenbourg-Preisträger im Lindenau-Museum

Lindenaumuseum Altenburg (Foto: der uNi)

Gerhard-Altenbourg-Preisträger 1998–2017
12. November 2017 bis 18. Februar 2018

Der Gerhard-Altenbourg-Preis gehört zu den wichtigen Kunstpreisen des deutschen Sprachraums. Im Jahr 2017 wird er zum zehnten Mal vergeben: Geehrt wird die Schweizerin Pia Fries, und damit erstmals eine Künstlerin. Das Lindenau-Museum nimmt die zehnte Preisvergabe zum Anlass, auf die bisherigen Preisträger und ihre Ausstellungen in Altenburg zurückzublicken.

Von den erkenntnistheoretischen Collagen Carlfriedrich Claus‘, dem Existenzialismus Roman Opalkas bis zu der Geschichte und Mythos beschwörenden Bildsprache Cy Twomblys: Stets wurden Künstler geehrt, die sich sichtbar mit Philosophie, Literatur, Kunst und Natur auseinandersetzten und einer reflektierten Verbindung von Geschichte und Gegenwart nachgingen. Ob in der Malerei Walter Libudas und Lothar Böhmes, in den Installationen Olaf Holzapfels und Micha Ullmanns oder den so poetischen wie philosophischen Bildwelten von Markus Raetz und Michael Morgner: Seit nunmehr zwei Jahrzehnten macht der Gerhard-Altenbourg-Preis auf Kunst aufmerksam, die sich in ihrer bedingungslosen Unabhängigkeit behauptet.

Mit dieser Vorgabe wird ein enger Bezug zu Leben und Werk des Namensgebers Gerhard Altenbourg gesetzt. Gerhard Ströch, der sich Mitte der 1950er Jahre den Künstlernamen Altenbourg gab, hat in Auseinandersetzung mit seinen Zeitgenossen, vor allem aber mit Natur, Literatur und Kulturgeschichte eine unverkennbare Bildsprache geschaffen. Die Einschränkungen, die ein unabhängiges Künstlerleben in der Deutschen Demokratischen Republik mit sich brachte, hat Altenbourg hautnah erlebt. Er ignorierte die Repressalien weitgehend und eroberte sich durch seinen unermüdlichen Gestaltungsdrang, durch Lektüre und einsame Wanderungen die geistige Freiheit zurück.

In der Ausstellung begegnen sich je zwei Preisträger in einem Dialog. Eine Fotodokumentation erinnert an die vergangenen Präsentationen im Lindenau-Museum.

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