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Ausstellung Kunst und Revolution verlängert bis zum 20.1. 2018!

Lindenaumuseum Altenburg (Foto: der uNi)


Aufgrund der positiven Publikumsresonanz haben wir uns dazu entschlossen, die Ausstellung „Die einzig revolutionäre Kraft. Kunst und Revolution 1918 und 1968“ um eine Woche bis zum 20. Januar 2019 zu verlängern.

Die Ausstellung läuft seit dem 20. September letzten Jahres und widmet sich zwei historischen Zäsuren: 1918 schlossen sich viele Künstler, die traumatisiert aus dem Ersten Weltkrieg zurückkehrten, zu revolutionären Vereinigungen zusammen. Sie wollten mit künstlerischen Mitteln die Vision einer neuen Gesellschaft realisieren – jenseits von Militarismus, Nationalismus und Kapitalismus. Im Jahr 1968 kulminierten weltweit Proteste gegen den Vietnamkrieg, die Elterngeneration, Repression und Denkschranken. Die Möglichkeit einer besseren Welt schien erneut greifbar, wobei ein wichtiger Träger dieser Bewegung wiederum die Kunst war.

Die Ausstellung fragt nach dem beiden historischen Ereignissen innewohnenden revolutionären Potenzial von Kunst und stellt sich die Frage, wo diese entscheidende Kraft der Kunst heute geblieben ist. In zwei Räumen werden die Jahre 1918 und 1968 und deren Folgen im Spiegel der Kunst vor Augen geführt. Peter Weiss‘ Ästhetik des Widerstands (1975) wird in einer raumgreifenden Wandinstallation präsentiert. Im Eckraum findet sich der Besucher in der Gegenwart wieder, wo Kunst angesichts vielfältiger globaler Krisen erneut als Möglichkeitsform des Politischen entdeckt wird.

Gezeigt werden Werke von Gerhard Altenbourg, Joseph Beuys, der Chemnitzer Künstlergruppe Clara Mosch, Carlfriedrich Claus, Lutz Dammbeck, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Petra Flemming, Otto Griebel, George Grosz, Klaus Hähner-Springmühl, John Heartfield, Käthe Kollwitz, Wolfgang Mattheuer, Jonathan Meese, A. R. Penck, Sigmar Polke, Julian Röder, Klaus Staeck, Volker Stelzmann, Elisabeth Voigt, Peter Weiss und den Wiener Aktionisten.

Auf keinen Fall unerwähnt lassen wollen wir die beiden Höhepunkte des Begleitprogramms, die uns im Januar erwarten: Am 10. Januar veranstalten wir um 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Die globalen Krisen und die Kunst der Gegenwart“, zu der wir Sie bereits Ende letzten Jahres herzlich eingeladen hatten. Welche Rolle spielt die Kunst angesichts vielfältiger politischer Krisen der Gegenwart? Darüber wollen wir auf einem hochkarätig besetzten Podium mit Künstlern, Politikern und Wissenschaftlern diskutieren, zu dem auch Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff zählen wird.

Zur Finissage am 13.1. um 15 Uhr laden wir Sie zu einer letzten Führung durch die Ausstellung ein. Daran wird sich ein Gespräch mit der Germanistin Dr. Christa Grimm über den Roman „Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss anschließen, der in der Ausstellung auf besondere Weise präsentiert wird.

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