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Das Lindenau-Museum blickt auf das Jahr 2019 zurück und steht vor einer spannenden Zeit.

Lindenaumuseum Altenburg (Foto: der uNi)


Ein Museum im Aufbruch

Das Jahr 2019 bot eine Fülle von Ausstellungen und Veranstaltungen, stand aber auch bereits ganz im Zeichen der bevorstehenden Sanierung und Erweiterung des traditionsreichen Museumsgebäudes an der Gabelentzstraße. Am 2. Januar 2020 wurde das Museum geschlossen, der Umzug ist in vollem Gange. Bereits im März wird die Kunstschule des Museums, das Studio Bildende Kunst, seine Arbeit im Interim in der Kunstgasse 1 wieder aufnehmen. Am 13. Juni 2020 wird hier auch eine kleine Dauerausstellung für die Vermittlungsarbeit eröffnet. Auch Veranstaltungen sind hier geplant.

Ein Kunstmuseum zieht um…

Im November 2018 hat der Bundestag die Weichen für die groß angelegte Sanierung und Erweiterung des Lindenau-Museums gestellt. Die Bundesrepublik Deutschland und der Freistaat Thüringen unterstützen die Maßnahme mit insgesamt 48 Millionen Euro. Das altehrwürdige Museumsgebäude wird für die Zukunft fit gemacht: Neben erweiterten Ausstellungsflächen und der Vergrößerung der Kunstschule, werden auch der Kassenbereich und die sanitären Einrichtungen modernisiert und die Räumlichkeiten barrierefrei umgestaltet. Das Museum erhält einen neuen Eingang. Mit diesen Maßnahmen einher geht auch eine grundlegende Neupräsentation der Exponate des Lindenau-Museums.

Um den erhöhten Platzbedarf zu stemmen, wird der Herzogliche Marstall, oberhalb des Lindenau-Museums, als Erweiterungsgebäude renoviert und für Museumszwecke hergerichtet. Die Büroräume der weiter wachsenden Mitarbeiterschaft werden dort ebenso ihren Platz finden, wie das Depot des Kunstmuseums, die Werkstätten, die Grafische Sammlung, weitere Räumlichkeiten der Kunstschule und zusätzliche Ausstellungsflächen.

Bis zum Bezug der beiden Gebäude ziehen das Lindenau-Museum und seine Verwaltung in die Stadtmitte um: Ab dem 13. Juni präsentiert das Museum einen kleinen Querschnitt aus der eigenen Sammlung in der Kunstgasse 1, in Nachbarschaft zum Marktplatz der Stadt. So können die Werke auch nach wie vor von den kunstinteressierten Altenburgerinnen und Altenburgern sowie von den Gästen der Stadt vor Ort besichtigt werden.

Auch die Kunstschule des Museums, das Studio Bildende Kunst, zieht in das neue Quartier um, öffnet seine Räumlichkeiten sogar bereits im März 2020. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums arbeiten bereits seit Dezember 2019 in dem Gebäudekomplex. Die Adresse der Büros lautet Hillgasse 15.

Leihgaben und Neuerwerbungen 2019

Dass das Lindenau-Museum ein weithin vernetztes Haus ist und einen festen Platz in der nationalen und internationalen Kunstszene hat, zeigt sich in den zahlreichen Leihgaben bedeutender Werke, mit denen das Museum in Austausch mit Häusern in Europa und den USA steht. Zu der Reihe der leihnehmenden Museen gehörte 2019 unter anderem das Bucerius Kunstforum in Hamburg, das Museum Kunstpalast Düsseldorf und die Städtische Galerie Dresden.

Auch im äußersten Westen Europas, können derzeit Werke aus Altenburg betrachtet werden: Das Museu Nacional de Arte Antiga in Lissabon stellt in einer Präsentation zum portugiesischen Künstler Alvaro di Piero mehrere Werke aus dem Bestand des Lindenau-Museums aus.

Unter den Ankäufen des letzten Jahres stechen zwei Neuerwerbungen heraus: Hans-Hendrik Grimmlings (geb. 1947) Diptychon „Füreinander“ und Horst Peter Meyers Gemälde „Die Letzten Drei“.

Grimmling zählte zu den wichtigsten unangepassten Künstlern der 1980er Jahre in der DDR, zu denen das Lindenau-Museum eine besonders enge Verbindung pflegt. Durch die dezente Kolorierung hinter massiven nicht-figurativen Motiven, wird bei diesem Werk das Spiel des Künstlers mit den Farben offensichtlich. Seit dem Ankauf nimmt „Füreinander“ den Platz als größtes Werk der Sammlung ein (250 x 360 cm).

Seit dem Ende des Jahres 2019 wird die Sammlung des Lindenau-Museums zudem durch Horst Peter Meyers Gemälde „Die Letzten Drei“ bereichert. Der Künstler zählt zu den bedeutendsten Künstlern Thüringens und ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Reduktion seiner Farbpalette zeigt sich in vielen seiner jüngeren Werke, in denen er lediglich mit Rot, Schwarz und Weiß arbeitet – so auch in der Neuerwerbung des Lindenau-Museums. Als Eigentümer des Werks hat der Freistaat Thüringen das Gemälde dem Lindenau-Museum dauerhaft zur Verfügung gestellt.

Im Sammlungszuwachs des Jahres 2019 nimmt die Schenkung des Nachlasses von Horst Hussel einen besonderen Stellenwert ein. Auch er gehörte zu den unangepassten Künstlern in der DDR. Aufgrund staatlicher Willkür musste er sein Studium mehrfach abbrechen – sein Abschlusszeugnis wurde ihm erst 1990 verliehen. Zur der Schenkung, die nun im Besitz des Lindenau-Museums ist, zählen insgesamt 22 Zeichnungen und Druckgrafiken.

Am 19. September 2019 wurde durch den Förderkreis „Freunde des Lindenau-Museums“ e. V. zum siebten Mal die mäzenatische Aktion „PRO LINDENAU“ durchgeführt. Etwa 100 Unterstützerinnen und Unterstützer haben sich daran beteiligt, um für das Lindenau-Museum Geld zu spenden. Bei der Veranstaltung kamen etwa 24.000 Euro zusammen, mit denen rund 85 Werke angekauft werden konnten. Daneben wurden knapp 2.500 Euro für notwendige Restaurierungen verschiedener Kunstwerke zusammengetragen.

Ausstellungen 2019

Nicht nur im Hinblick auf die bevorstehenden baulichen Veränderungen sondern auch mit Blick auf die Kunst, war das Jahr 2019 aufregend für das Lindenau-Museum und seine Besucherinnen und Besucher.

Im letzten Jahr wurde der 100. Geburtstag des Bauhauses gefeiert. Knapp hundert Kilometer westlich von Altenburg, in Weimar, wurde 1919 die bedeutende Kunstschule von Walter Gropius gegründet. Ihr Einfluss auf Architektur, Malerei und Design reicht bis in die heutige Zeit. Angesichts des bedeutenden Jubiläums hat sich auch das Lindenau-Museum an den Feierlichkeiten zum Bauhaus beteiligt. In der Ausstellung „Das Bauhaus. Grafische Meisterwerke von Klee bis Kandinsky“ wurden ab Februar 2019 die vier bedeutenden Mappen „Neue europäische Graphik“ ausgestellt, die in der deutschen Museumslandschaft nur Berlin, Stuttgart und Altenburg vollständig besitzen.

Aber nicht nur das Bauhaus feierte im Jahr 2019 ein bedeutendes Jubiläum, auch Alexander von Humboldts Geburtstag jährte sich zum 250. Mal. Der große Naturwissenschaftler, der durch seine Expeditionsreisen und seine bahnbrechenden Forschungen berühmt wurde, pflegte eine enge Bekanntschaft mit Bernhard August von Lindenau. Die Ausstellung im Lindenau-Museum – Teil des vom Lindenau-Museum initiierten Gemeinschaftsprojekts „humboldt4“ mit drei weiteren Museen des Altenburger Landes – präsentierte Reisewerke von Humboldts, prachtvolle Blätter aus Folianten über die Expeditionen der Vorgänger, Zeitgenossen und Nachfolger des berühmten Naturforschers wie James Cook und Georg Forster.

Der Frühherbst 2019 stand ganz im Zeichen furchtloser Frauen der Antike: In der Ausstellung „Mit den Waffen einer Frau“ wurden mythologische Frauengestalten in Form von keramischen und skulpturalen Exponaten gezeigt. Ergänzt wurden sie durch Grafiken aus dem 19. Jahrhundert. Nicht nur einzelne Figuren wie Medea, Kirke oder Atalante standen im Fokus, auch das kriegerische Volk der Amazonen wurde vorgestellt.

Das letzte große Ausstellungsprojekt im „alten“ Lindenau-Museum war die Einzelausstellung des niederländischen Künstlers herman de vries. Mit retrospektiven Charakter präsentierte der Gerhard-Altenbourg-Preisträger des Jahres 2019 im Lindenau-Museum neben Schlüsselwerken auch zahlreiche Arbeiten aus verschiedensten Schaffensperioden seines Gesamtwerkes. Seine frühen Jahre als Künstler waren geprägt von der Beschäftigung mit der informellen Malerei. Er bewegte sich in den 1960er-Jahren im Umfeld der Künstlergruppe ZERO. Später bildete sich bei ihm die Faszination für das Spannungsfeld zwischen Natur und Kunst heraus. Das Arrangieren von bloßen Naturalien hin zu Kunstwerken ist zum Markenzeichen des Künstlers geworden. Im Rahmen seiner Ausstellung im Lindenau-Museum zeigte sich dies besonders eindrucksvoll in seinem Werk rosa damascena: 108 Pfund getrocknete Rosenblüten bildeten einen farbenreichen runden „Teppich“, der nicht nur mit den Augen wahrgenommen werden konnte, sondern auch durch den Geruchssinn. Das Werk ist eindrucksvolles Zeugnis seiner Erhebung der Natur zur Kunst. Auch nach der Schließung des Museums sind noch bis in den April hinein Werke von de vries im Schlosspark zu sehen. Seine Arbeit in den Paditzer Schanzen verbleibt für immer dort.

Die umfangreiche Sammlung des Lindenau-Museums wird nicht nur in den eigenen vier Museumswänden präsentiert. Auch an anderen Orten in der Stadt können Kunstwerke aus dem eigenen Bestand bewundert werden. Mit der Ausstellung „Ein Glas voller Erinnerungen“ waren im Klinikum Altenburg Werke des Malers und Grafikers Hans Neubert zu sehen. In der Geschäftsstelle der EWA Altenburg wurden wiederum zahlreiche Fotografien aus dem Gerhard-Altenbourg-Haus der Stiftung Gerhard Altenbourg der Öffentlichkeit gezeigt.

Veranstaltungen 2019

Auch im Hinblick auf die Veranstaltungen im Lindenau-Museum war das Jahr 2019 reich an Höhepunkten. Das Museumsgebäude wurde zu einem Ort der Unterhaltung, des gegenseitigen Austauschs und der Diskussion.

Ein besonderer Höhepunkt im Jahr 2019 war die Zweite Altenburger Kindermuseumsnacht am 1. März. Viele Hundert Kinder mit ihren Eltern haben das Angebot wahrgenommen und dem Museumsgeist seinen Namen gegeben: Rüdiger. Am 18. Mai wurde in der Stadt die 20. Altenburger Museumsnacht realisiert. Mit tatkräftiger Beteiligung des Lindenau-Museums wurde ein buntes Programm für Groß und Klein auf die Beine gestellt.

Darüber hinaus war das Lindenau-Museum, zusammen mit dem Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg, Gastgeber des 4. Regionalen Fachtages Bildung und Kultur des Thüringer Kulturrates. Das Thema war „Kunst und Literatur“.

Vermittlungsarbeit

Anlässlich des 100. Jubiläums des Bauhauses, stand auch das Programm des Studios Bildende Kunst ganz im Zeichen der berühmten Kunstschule.

In den Werkstätten des Studios wurden die Techniken des Bauhauses von den Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern aufgegriffen und eigene Werke nach berühmten Vorbild kreiert. So widmete man sich unter anderem Paul Klee und der „musikalischen Linie“ oder aber den geometrischen Formen, die in Architektur, Design und Kunst des Bauhauses eine hervorgehobene Rolle spielen. Unter dem Motto „Home Sweet Home“ wurde in einem „Bauhaus-Container“ die Frage gestellt: „Wie wollt ihr leben?“ – Zusammen mit Malern, Grafikern, Theaterpädagogen, Bildhauern und Designern konnte auch hier, vom Bauhaus inspiriert, gearbeitet werden.

Außerdem haben mit freundlicher Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen im März 2019 insgesamt 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b des Lerchenberg-Gymnasiums Altenburg unter Anleitung erfahrener Museumspädagoginnen den Audioguide „Hör mal im Museum“ für Kinder aufgenommen.

Das Förderprogramm „Kultur macht stark“ wurde auch im Jahr 2019 fortgeführt. Es hilft, bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen zwischen 3 und 18 Jahren, Zugang zu außerschulischen Bildungsangeboten zu ermöglichen. Auch das Lindenau-Museum beteiligt sich an dem Programm.

Zahlen 2019

Das Lindenau-Museum wurde im letzten Jahr von insgesamt 19.777 Menschen besucht. Davon entfielen 2.379 Besucherinnen und Besucher auf die Angebote der Kunstvermittlung, 3.332 Besucherinnen und Besucher auf die Angebote des Studios Bildende Kunst. Die Zahl der angebotenen Führungen (330) bewegte sich ungefähr auf dem Niveau der letzten Jahre.

Mit seinem diesjährigen Besucherschnitt liegt das Museum deutlich über den Zahlen der letzten Jahre (ca. 17.000 Menschen), was einerseits auf erfolgreiche Veranstaltungsformate zurückzuführen ist, aber auch auf die Ausstellung „Das Bauhaus“, die sich großer Beliebtheit erfreute und Menschen aus nah und fern in das Museum lockte.

Ausstellungen 2020

Die Ausstellungsaktivitäten fokussieren sich im Jahr 2020 auf Werkschauen in anderen Häusern: So bilden die Tafelbilder der Italienischen Meister das Herzstück zweier Ausstellungen in Saarbrücken und Chemnitz. Unter dem Titel „…Lorenzetti, Perugino, Botticelli…-Italienische Meister aus dem Lindenau-Museum Altenburg“ präsentiert das Saarlandmuseum – Alte Sammlung in Saarbrücken vom 1. Februar bis zum 15. November 2020 herausragende Werke aus dem Bestand des Altenburger Kunstmuseums. Die Ausstellung wurde am vergangenen Freitag unter großem Publikumszuspruch in Anwesenheit von Museumsdirektor Dr. Roland Krischke eröffnet.

Vom äußersten Westen der Republik zieht die Ausstellung anschließend in die Nähe Altenburgs: In den Kunstsammlungen Chemnitz werden die Werke ab Dezember 2020 zu sehen sein.

Das Lindenau-Museum wird sich in einem Jahr, das in erster Linie dem Umzug und der Arbeit an der Neupräsentation des Lindenau-Museums gewidmet ist, auch weiterhin andernorts an Ausstellungsprojekten beteiligen. So ist eine Ausstellungskooperation mit Burg Posterstein mit Burg Posterstein geplant (Werke der Grafischen Sammlung) und die Beteiligung an einem umfangreichen Ausstellungsprojekt der Landesregierung anlässlich des hundertjährigen Landesjubiläums zu 100 Jahren Kunst in Thüringen.

In veränderter Form präsentiert sich das ehemalige Bernhard-von-Lindenau-Stipendium, das zu einem Bernhard-August-von-Lindenau-Förderpreis für junge Künstler umgewandelt wird. In Kooperation mit den mitteldeutschen Kunsthochschulen in Weimar (Bauhaus-Universität), Halle (Burg Giebichenstein), Leipzig (HGB) und Dresden (Hochschule für Bildende Künste) soll der Preis alle zwei Jahre durch das Lindenau-Museum vergeben werden.

Für den Preis sollen je zwei Absolventinnen und Absolventen durch die jeweiligen Hochschulen der Kunsthochschulen nominiert werden. Dabei kann der Abschluss ein Staatsexamen, Master oder Diplom sein und sollte nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Zum Zeitpunkt der Nominierung muss der Abschluss bereits vorliegen. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Der Preisträger bzw. die Preisträgerin wird durch eine Jury in Altenburg ermittelt.

Veranstaltungen 2020

Trotz des bevorstehenden Umzugs der Museumsräumlichkeiten in die Kunstgasse 1, bietet der Veranstaltungskalender des Lindenau-Museums auch 2020 zahlreiche Höhepunkte.

Am 6. März findet in Altenburg die Kindermuseumsnacht statt. Zusammen mit dem Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg und dem Residenzschloss Altenburg lädt das Lindenau-Museum zum dritten Mal ein, die Museen und ihre Arbeit auf andere Art kennenzulernen. Im leer geräumten Museumsgebäude bietet sich den kleinen Künstlerinnen und Künstlern, die einmalige Gelegenheit, auf riesigen Leinwänden an den Museumswänden Kunstwerke anzufertigen.

„Von Zwei bis Zwei am Vierten Vierten“ heißt es am 4. April nochmals im Lindenau-Museum. Unter dem Abschiedstitel „Tschüss * Arrivederci * Adios * Valete * До свидания * Au revoir!“ wird zur endgültig letzten Veranstaltung im „alten Kunsttempel“ eingeladen und noch einmal kräftig gefeiert: Am Nachmittag können die kleinen Gäste des Museums malen, zeichnen, musizieren, tanzen und ein Puppenspiel ansehen. Anschließend interpretieren Sybille Hesselbarth, Solocellistin am MDR-Sinfonieorchester, Edwin Diele, Pianist aus Leipzig, und Peter Schnurrock, Soloklarinettist am Gewandhausorchester Leipzig, Werke von Beethoven, Bruck und Schumann. Ab 20 Uhr spielen die zehn Musiker der Chemnitzer Band „Maniak“ eine vielgestaltige Mischung, die vom Groove Südamerikas bis hin zur Folklore des Balkans reicht. Unterstützt wird die Band von den ebenfalls aus Chemnitz stammenden DJ´s von Bataclan. Es darf gern bis in die Nacht getanzt werden.

Ein für das Lindenau-Museum wichtiges Datum ist der 13. Juni 2020: Pünktlich zur Altenburger Museumsnacht eröffnet das Interim des Kunstmuseums seinen neuen Dauerausstellungsbereich und einen Vermittlungsraum in der Kunstgasse 1, wo das Studio Bildende Kunst bereits im März seine Arbeit aufnehmen wird. Für die Jahre bis zur Wiedereröffnung des Hauses an der Gabelentzstraße wird das Interim an der Kunstgasse 1 die erste Adresse für kunstinteressierte Altenburgerinnen und Altenburger sein. Auch Veranstaltungen sollen hier stattfinden.

Hinter den Kulissen

Auch wenn das Museum derzeit geschlossen hat, liegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keineswegs auf der faulen Haut. Bis Anfang April steht der gewaltige Umzug der Sammlungen, der Verwaltung, der Büromöbel, des Studios und der Archive aus der Gabelentzstraße 5 in die Kunstgasse 1 auf dem Programm. Wie groß das ganze Unternehmen ist, kann man sich vorstellen, wenn man sich klarmacht, dass das der erste Umzug des Hauses seit 1876 ist.

Aber es gibt noch mehr zu tun. Ein weiterer Fokus liegt derzeit auf der inhaltlichen Neukonzeption des Lindenau-Museums, die parallel zu den vom Fachbereich Bildung und Infrastruktur des Landkreises verantworteten Baumaßnahmen entwickelt wird. Denn neben der grundlegenden Sanierung und der Herstellung der Barrierefreiheit wird die gesamte künftige Dauerausstellung neu gedacht. Die außergewöhnlichen Exponate der hauseigenen Sammlung sollen nach neuesten Standards und in neuem Licht so präsentiert werden, dass das Museum ein Anziehungspunkt für Familien wird, die dann noch mehr zu entdecken haben werden als bisher. In diese Planungen sind nicht nur die Wissenschaftler, sondern natürlich auch Kunstvermittler und Restauratoren eingebunden.

Schließlich richtet sich das Augenmerk der Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter neben den externen Ausstellungen auf die Vorbereitungen für bevorstehenden Veranstaltungen wie die Kindermuseumsnacht, die Abschiedsveranstaltung im Lindenau-Museum am 4. April sowie die offizielle Eröffnung des Interims am 13. Juni 2020, dem Tag der 21. Altenburger Museumsnacht.

Und im Hintergrund finden Diskussionen über eine neue Trägerschaft des Museums und einen möglichen Übergang an die in Gründung befindliche Kulturstiftung Mitteldeutschland Schlösser und Gärten statt.

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