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Ein Altenburger in Italien

Giovanni Santi, Madonna mit Kind, heiligem Sebastian und einer betenden Hirtin, um 1478, Tempera auf Holz, 74,5 x 61,5 cm
(Foto: Lindenau-Museum Altenburg)


Eine Leihgabe des Lindenau-Museums in Urbino

Seit dem 30. November 2018 wird ein Gemälde des Lindenau-Museums in der Galleria Nazionale delle Marche in Urbino gezeigt, die im dortigen Palazzo Ducale – dem Herzogspalast – untergebracht ist. Die Ausstellung Giovanni Santi. “Da poi … me dette alla mirabil arte de pictura” ist noch bis 17. März 2019 geöffnet.

Jedes Jahr verleiht das Lindenau-Museum eine Reihe von Werken aus seinen Beständen, die weltweit in Sonderausstellungen anderer Museen wertvolle Bereicherungen bilden und durch die Besucher dieser Ausstellungen mit dem Lindenau-Museum bekannt gemacht werden. Auch für 2018 fällt diese Liste wieder lang aus. Einige Werke waren bereits verreist, andere sind es noch.

Eine hochkarätige Leihgabe ist derzeit das Tafelgemälde „Madonna mit Kind, heiliger Sebastian und eine betende Hirtin“ von Giovanni Santi, welches um 1478 entstand und derzeit im Rahmen der Sonderausstellung Giovanni Santi. “Da poi … me dette alla mirabil arte de pictura” (30.11.18 – 17.3.19) in der Galleria Nazionale delle Marche in Urbino präsentiert wird.

In der Forschung wird Giovanni Santi mittlerweile als eine der interessantesten Figuren in Urbino während der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts angesehen. Er hat sich nicht nur als Maler, sondern auch schriftstellerisch betätigt, war Bühnenbildner, Direktor des Hoftheaters und das Oberhaupt eines blühenden Werkstattbetriebs, den später sein Sohn Raffael übernahm. Da Santi aber bisher vor allem als Vater seines berühmten Sohns bekannt ist, versucht die Ausstellung in Urbino nun, das Schaffen und die vielseitige Persönlichkeit des unterschätzten Malers eingehend zu beleuchten und einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Das in Tempera auf Lindenholz gemalte Bild des Lindenau-Museums wurde für diese Zwecke nur allzu gern auf Reisen geschickt. Bereits 1845 ist es für die Sammlung früher italienischer Tafelmalereien Bernhard August von Lindenaus angekauft worden, die heute 180 Werke umfasst und die internationale Bekanntheit des Lindenau-Museums maßgeblich begründet.

Weitere Leihgaben des Museums befinden sich derzeit im Landesmuseum Mainz, in der Alten Pinakothek München, der Berlinischen Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Berlin, der Städtischen Galerie Dresden und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

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