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Führung mit dem Fotografen Bertram Kober durch seine Ausstellung „Sacri Monti“

Varallo im Piemont (Foto: Lindenau-Museum Altenburg)

Am kommenden Sonntag, dem 30. April, um 15.00 Uhr führt der bekannte Leipziger Fotograf Bertram Kober im Lindenau-Museum durch seine Ausstellung SACRI MONTI.

Fasziniert von den einzigartigen Motiven fuhr Kober von 2004 bis 2009 immer wieder nach Italien, um die „Heiligen Berge“ zu verschiedenen Jahreszeiten und in den wechselnden Lichtstimmungen des Tageslaufs festzuhalten. Im Gespräch mit den Besuchern wird er von den technischen Herausforderungen berichten, die diese besonderen Kunstwerke an ihn als Fotografen stellten.

Als Sacri Monti, heilige Berge, werden auf Anhöhen gelegene Wallfahrtsstätten bezeichnet, die entlang des Westalpenbogens im Piemont und der Lombardei vom späten 15. bis ins 19. Jahrhundert hinein entstanden. Neun dieser Pilgerorte zählen seit 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe: Belmonte, Crea, Domodossola, Ghiffa, Oropa, Orta und Varallo im Piemont sowie Ossuccio und Varese in der Lombardei.

Zu einem Sacro Monte gehören mehrere Kapellen, die in ihrem Inneren lebensgroße farbige Terrakottafiguren beherbergen, die scheinbar mit den gemalten Fresken im Hintergrund verschmelzen. Nur kleine Fenster erlauben dem Beschauer den Blick auf die Darstellungen: In figurenreichen Inszenierungen werden Szenen der biblischen Geschichte – das Leben und Sterben Jesu Christi und der Gottesmutter Maria – oder Heiligenlegenden eindrucksvoll dargestellt. In einer Zeit, in der sich in Deutschland die Ideen der Reformation verbreiteten, bildeten diese vielen tausend Figuren von Heiligen eine Art Armee der Gegenreformation, die sich dem neuen Glauben aus dem Norden (erfolgreich) entgegenstellte.

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