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HERMAN DE VRIES // Besuch im Lindenau-Museum

v. l. n. r.: Bernd Wannenwetsch, herman de vries mit Ehefrau Susanne, Uwe Melzer, Dr. Roland Krischke (Foto: Lindenau-Museum Altenburg)


Nachdem am 11. November 2018 der Beschluss zur Vergabe des Gerhard-Altenbourg-Preises 2019 an Herman de Vries gefallen ist, hat der Künstler erstmals Altenburg und das Lindenau-Museum besucht.

Dort nahmen ihn Landrat Uwe Melzer, Bernd Wannenwetsch – Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Altenburger Land, die den wichtigsten Thüringer Kunstpreis großzügig sponsert – und Museumsdirektor Dr. Roland Krischke in Empfang. Nach einem ersten Gespräch wurde de vries zusammen mit seiner Frau Susanne durch das Museum geführt und es wurden erste Ideen für seine im Herbst 2019 im Lindenau-Museum eröffnende Ausstellung entwickelt.

Der Gerhard-Altenbourg-Preis ist mit 50.000 Euro dotiert, die von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, der Sparkasse Altenburger Land und dem Freistaat Thüringen aufgebracht werden.

Herman de Vries wurde 1931 in den Niederlanden geboren und lebt seit 1970 im niederfränkischen Knetzgau. Er ist durch ein künstlerisches Werk bekannt geworden, das sehr eng mit der Natur verbunden ist. de vries ist zugleich Botaniker, Naturphilosoph, Eremit, Wanderer und Poet. Sein Material ist die Natur, insbesondere die Welt der Pflanzen, die er auf ausgedehnten täglichen Wanderungen sammelt, sortiert und collagiert. Dabei entstanden in den letzten Jahrzehnten enzyklopädische Werke von tiefer poetischer Kraft. Die Vielfalt von Gräsern, Rinden, Blüten, Blättern, Erden und Steinen wird in raumgreifenden Installationen oder seriell fixiert auf großen Papierbögen ganz neu sinnlich erfahrbar.

Herman de Vries besuchte von 1949 bis 1951 die Reichsgartenschule in Hoorn und arbeitete als Gärtner in Frankreich und den Niederlanden. Kurz darauf begann er künstlerisch zu arbeiten. Zunächst entstanden im Umfeld der Gruppe ZERO informelle Bilder, später flocht er sein Interesse an zufälligen Entwicklungsprozessen in seine Arbeiten ein. Parallel dazu blieb sein Hauptinteresse die Erforschung der Natur, der er künstlerisch und phänomenologisch auf die Spur zu kommen sucht. Die Kunst des Niederländers ist international auf Biennalen, in Museen und Galerien zu sehen.

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