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Künste öffnen Welten

Marion Kriebitsch, Innova Sozialwerk e.V., und Jacqueline Glück, Lindenau-Museum, mit einigen Schülerinnen und Schülern in der Metallwerkstatt (Foto: privat)

Vor genau vier Jahren begann in Altenburg eine Kooperation zwischen der Gemeinschaftsschule „Erich Mäder“, dem Lindenau-Museum Altenburg und dem Innova Sozialwerk e. V. und noch immer entdecken alle Beteiligten neue, unerwartete Möglichkeiten der Begegnung. Finanziert und gefördert wird diese ungewöhnliche Zusammenarbeit übrigens im Rahmen des bundesweiten Projektes „Künste öffnen Welten“.

Beinahe alle Mäderschüler und viele junge Kursteilnehmer des Innova Sozialwerks haben in dieser Zeit das Lindenau-Museum und seine einzigartigen Sammlungen kennengelernt. Das Entwerfen von modischen Accessoires mit der Modegestalterin Thekla Noack entzückte vor längerem besonders die jungen Damen der Erich-Mäder-Schule, wohingegen „Comic-Zeichnen“ mit dem amerikanischen Grafiker James Turek Schülerinnen und Schüler gleichermaßen begeisterte. Auch Kochen in der Lehrküche der Innova stand hoch im Kurs.

In jüngster Zeit war es die Ausstellung „Altenbourg in Altenburg“, die die Museumspädagoginnen und Künstlerinnen des Studios inspirierte, die Atmosphäre um diesen Ausnahmekünstler einzufangen und Wissen über einen Altenburger zu vermitteln, der weit über die Grenzen unseres Landes Bekanntheit erlangt hat. Gerhard Altenbourgs Metallarbeiten sollten im Fokus dieses neuen Workshops stehen.

Der Geschäftsführer des Innova Sozialwerk e. V., Dr. Nikolaus Dorsch, bot dafür die Nutzung der Metall-Werkstatt der Innova an und deren ambitionierte Leiterin Marion Kriebitsch griff die Idee, einmal mit Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines Workshops arbeiten zu können, begeistert auf.

Zwölf „Mäderschüler“ besuchten mit der Kunstpädagogin Jacqueline Glück und der Grafikerin Therese Heller zunächst die aktuelle Sonderausstellung im Museum. Hier fanden sie auch die künstlerischen Impulse für die Verarbeitung von Metall. Kerstin, Amelie, Max, Somaye, Celina, Neele, Jana, Lara, Felix, Joline, Pascal und Erik fertigten Entwürfe für Schmuckstücke und Verschlüsse und bearbeiteten später in der Metallwerkstatt Kupfer und Messing. Es wurde gefeilt, gehämmert und gestichelt. Im Atelier des Studios Bildende Kunst wurden außerdem verschiedene Drucktechniken ausprobiert, mit Tusche und Feder, Kreide und Kohle gezeichnet und eine Aufbewahrungsmappe gestaltet – Tätigkeiten, die auf jeden Fall nicht zum Schulalltag gehören und daher besonders gerne angenommen wurden.

Noch bis zum August dieses Jahres wird diese erfolgreiche Kooperation vom Bund gefördert. Die Projektbeteiligten sind allerdings einhellig davon überzeugt: Nach dem Ende der Förderung ist noch lange nicht Schluss!

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