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Lesung: „Irmgard Kiepenheuer und das Bauhaus“

Lindenaumuseum Altenburg (Foto: der uNi)


Sorgen und Freuden einer Verlegerin – Irmgard Kiepenheuer und das Bauhaus

Seit dem 24. Februar zeigt das Lindenau-Museum anlässlich des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums die große Sonderausstellung „Das Bauhaus – Grafische Meisterwerke von Klee bis Kandinsky“ (bis 19.5.19).

Zu einem ersten Höhepunkt des umfassenden Begleitprogramms lädt das Museum nun am kommenden Sonntag, den 17. März 2019. Ab 15 Uhr findet dann die Lesung „Sorgen und Freuden einer Verlegerin – Irmgard Kiepenheuer und das Bauhaus“ statt.

Im Herbst 1921 präsentierte Walter Gropius mit Lyonel Feininger, dem Leiter der druckgrafischen Werkstatt am 1919 gegründeten Staatlichen Bauhaus Weimar, eines der wichtigsten transnationalen Kunstprojekte nach dem Ersten Weltkrieg: Unter dem Titel „Neue Europäische Graphik“ luden sie die künstlerische Avantgarde Europas ein, je eine Druckgrafik zu einer fünf Mappen umfassenden Werkschau aktueller Kunst beizusteuern.
Zusammen mit ihrem Partner Hans Müller übernahm Irmgard Kiepenheuer im Jahr 1921 den Vertrieb der Mappenfolge „Neue Europäische Graphik“ – ein Projekt, das für alle Beteiligten in einem wirtschaftlichen Fiasko endete. In der Lesung zeichnen die Schauspielerin und Urenkelin von Irmgard Kiepenheuer, Anna Schindler (Herisau), und der Kunsthistoriker Ulrich Röthke (Cottbus) anhand von Originaldokumenten die Geschichte dieser Kooperation nach.

Der Mappenzyklus „Neue Europäische Graphik“ ließ sich aufgrund verschiedener Schwierigkeiten nicht so realisieren, wie anfangs geplant. Daher erschienen zwischen 1921 und 1924 statt der geplanten fünf nur vier Mappen mit Druckgrafiken vornehmlich deutscher, italienischer und russischer Künstler. Das Lindenau-Museum ist eines der wenigen Museen, die im Besitz aller vier edierten Mappen sind, von denen heute nur wenige noch vollständig erhalten sind. Bereits Ende 1951 oder Anfang 1952 wurden sie für die Sammlung des Lindenau-Museums angekauft.
Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums werden alle Blätter der „Neuen Europäischen Grafik“ in einer Sonderausstellung präsentiert, darunter Arbeiten von Alexander Archipenko, Max Beckmann, Marc Chagall, Giorgio de Chirico, Jacoba van Heemskerck, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Ernst Ludwig Kirchner und Paul Klee.

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