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Lindenau-Museum: Einblicke in die Provenienzforschung

Lindenaumuseum Altenburg (Foto: der uNi)


Sarah Kinzel, Kunsthistorikerin und Provenienzforscherin wird den Besuchern an diesem Nachmittag spannende Einblicke in die Provenienzforschung am Lindenau-Museum Altenburg gewähren.

Eine zentrale Rolle wird dabei das Gemälde „Ilmbrücke bei Weimar“ (1892) des Malers Christian Rohlfs (1849 – 1938) spielen, welches trotz seines kleinen Formats zu den großen Kunstwerken der Sammlung zählt. Die frische grüne Sommerlandschaft war 1956 ein begehrtes Objekt auf dem Kunstmarkt. Der Frage, wie das Werk schließlich nach Altenburg kam, wird Sarah Kinzel im Rahmen ihrer Führung nachgehen.

Die Provenienzforschung ist seit einigen Jahren eines der bestimmenden Themen im Museumswesen. Ihr Ziel ist die möglichst lückenlose Nachverfolgung der Herkunft von Sammlungsobjekten. Auch am Lindenau-Museum Altenburg wird derzeit – ermöglicht durch eine Förderung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste in Magdeburg – eine Reihe von Gemälden und Plastiken genauer unter die Lupe genommen. So sollen einerseits Raubkunstwerke ausfindig gemacht und andererseits Objekte mit „weißer Weste“ zweifelsfrei als solche erkannt werden.

Mit dieser Aufgabe ist die Kunsthistorikerin Sarah Kinzel betraut. Als Provenienzforscherin am Lindenau-Museum Altenburg konzentriert sie sich in erster Linie auf Werke, die ihren Besitzern während der NS-Zeit unrechtmäßig entzogen wurden. Eine Schwerpunktsetzung, die gerade auf dem ehemaligen Staatsgebiet der DDR besonders angezeigt ist, gab es doch dort im Gegensatz zur BRD keine Entschädigungsgesetzgebung für Vermögensverluste unter den Nationalsozialisten. Der Handel mit den fraglichen Objekten blühte nach dem Zweiten Weltkrieg erst richtig auf. Somit gilt es beispielsweise auch jene Kunstwerke zu untersuchen, die unter Hanns-Conon von der Gabelentz erworben wurden, der von 1945 bis 1969 Direktor des Lindenau-Museums Altenburg war.

TERMIN

Sonntag, 12.8.2018, 15 Uhr, Lindenau-Museum Altenburg

Christian Rohlfs „Ilmbrücke bei Weimar“ – Einblicke in die Provenienzforschung, mit Sarah Kinzel

Sophie Thorak
Presse / Kommunikation

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