Aktuelle Nachrichten

Postersteiner Krippenausstellung bis 19. Januar verlängert

Burg Posterstein (Foto: der uNi)


Auf Grund des besonders großen Besucherinteresses verlängert das Museum Burg Posterstein seine Ausstellung „Weihnachtskrippen aus fernen Ländern“.

Seit Eröffnung am ersten Advent sahen sich rund 1500 Menschen die Sonderschau an. Bis Sonntag, 19. Januar, besteht nun noch einmal die Gelegenheit, die vorwiegend lateinamerikanischen Krippen zu betrachten. Die kleinen und großen Kunstwerke bestehen aus verschiedensten Materialien, darunter Stroh, Steinnuss und Keramik. Ein ganz besonderer Hingucker sind die farbenfrohen peruanischen Retablos – das sind aufklappbare und kunstvoll gestaltete Figurenkästen. Hergestellt werden sie in langerer Tradition aus einer Masse aus Kartoffeln und Gips, die bemalt wird, nachdem sie getrocknet ist. Viele Fans der Postersteiner Krippenausstellungen lobten die diesjährige als besonders gelungen.

Viele südamerikanische Weihnachtsbräuche haben ihren Ursprung in der Zeit der spanischen Eroberung im 15. und 16.

Diese Krippe aus Ecuador ist die neuste in der Postersteiner Sammlung. (Foto: Burg Posterstein)

Jahrhundert. Die dort vorhandenen Hochkulturen – darunter Azteken, Maya und Inka – wurden gewaltsam unterdrückt und christianisiert. Die Elemente der indigenen Kulturen spiegeln sich bis heute in den dortigen Weihnachtsbräuchen. Viele der in der Ausstellung gezeigten Weihnachtskrippen leuchten in bunten Farben, manche sind in Kürbisse, Flaschen und Streichholzschachteln eingearbeitet und wieder andere zeigen Maria, Josef und das Jesuskind in einem indianischen Holzboot. Zu sehen sind unter anderem Krippen aus Mexiko und Retablos – das sind aufklappbare und kunstvoll gestaltete Figurenkästen – aus Peru.

Die Postersteiner Weihnachtskrippensammlung

Die Krippensammlung des Museums geht auf die Privatsammlung von Jürgen P. Riewe und seiner Frau Carolin Riewe aus Hannover zurück, die ihre Weihnachtskrippen 1994 dem Museum übergaben. 2013 kam eine zweite, umfangreiche Krippensammlung dazu – ebenfalls gestiftet von einer Sammlerin aus Hannover. Damit erweiterte sich der Bestand auf über 500 Positionen. 2018 erhielt das Museum eine Sammlung von Adventskalendern und 2019 erzgebirgische Räuchermännchen und Pyramiden geschenkt. Das Museum selbst kaufte weitere Krippen an, in diesem Jahr beispielsweise einige südamerikanische und spanische Krippen.

Die Postersteiner Krippensammlung zeigt damit die ganze Vielfalt der Darstellung der Geburt Christi. So stehen Krippen aus Israel neben farbenfrohen Exemplaren der Indios aus Südamerika, Holzkrippen aus dem Bayrischen oder dem traditionsreichen Erzgebirge neben tschechischen oder österreichischen Strohkrippen, afrikanische Holzkrippen neben deutschen Zinnkrippen, das Retablo neben der Nussschale oder die peruanische Keramikkrippe neben der polnischen Tragekrippe.

Öffnungszeiten:
Dienstag–Freitag: 10–16 Uhr | Wochenende/Feiertag: 10–17 Uhr

Museum Burg Posterstein

Öffnungszeiten
März bis Oktober: Dienstag – Samstag: 10.00 – 17.00 Uhr
Sonntag/Feiertag: 10.00 – 18.00 Uhr
November bis Februar: Dienstag – Freitag: 10.00 – 16.00 Uhr
Wochenende/Feiertag: 10.00 – 17.00 Uhr

In barocken Räumen der über 800-jährigen Burg entdecken Sie die Geschichte der Burg und der Region im Dreiländereck Thüringen-Sachsen-Sachsen-Anhalt. Die Ausstellung zur europäischen Salonkultur erzählt von den spannenden Ereignissen am Musenhof der Herzogin von Kurland im benachbarten Löbichau. Sie tauchen ein in die bewegte Zeit zwischen Französischer Revolution, Aufstieg und Fall Napoleons und Wiener Kongress. Vom 25 Meter hohen Burgturm bietet sich eine herrliche Aussicht.

Ständige Ausstellungen: Von Rittern und Salondamen
Ausstellungen zur regionalen Kulturgeschichte, besonders: Salon der Herzogin von Kurland.
Jean Pauls Orte: Litfaßsäule zu seinem 250. Geburtstag im Jahr 2013

Ständige Angebote für Gruppen
Führungen können Sie per E-Mail oder telefonisch unter (034496) 22 595 buchen:

Führung durch die Burg
Treffpunkt: Museum
Zwischen Metternich und Talleyrand – Der Musenhof der Herzogin von Kurland im Schloss zu
Löbichau
Treffpunkt: Museum
Geführte Wanderung auf Thümmels Spuren in Nöbdenitz
Treffpunkt: 1000-jährige Eiche Nöbdenitz

Hans Wilhelm von Thümmel wählte die 1000-jährige Eiche von Nöbdenitz zu seiner Grabstätte.
Der Sachsen-Gotha-Altenburgische Minister und Diplomat Hans Wilhelm von Thümmel wählte sich die 1000-jährigen Eiche im Postersteiner Nachbarort zur außergewöhnlichen Grabstätte. Zu seinem Nöbdenitzer Rittergut gehörte das Mausoleum der Familien Thümmel, Rothkirch und Trach und Wietersheim, ein idyllischer englischer Garten und ein altes und ein neues Schloss. Die Herzogin von Kurland war häufig zu Gast. Man segelte auf dem Teich oder spazierte zur “Einsiedeley” im schattischen Nöbdenitzer Wald. Die geführte Wanderung folgt Thümmels Spuren im Ort.

Burgkirche Posterstein
Leider gestattet uns die Kirchgemeinde nicht mehr die Fachführungen des Museums in der Burgkirche durchzuführen. Damit endet nach 65 Jahren dieser beliebte Besucherservice des Museums. Wir bedauern das sehr.
Die Kirche ist seit dem 1. Januar 2017 für den Besucherverkehr im Tagestourismus geschlossen und nur noch auf Anfrage oder während der Gottesdienste zu besichtigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.