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Publikumslieblinge 2018 stehen fest

v.l.n.r.: Manuel Struffolino, Mechthild Scrobanita, Peter Prautsch, Eva Pommer, Mona Becker, Svea Haugwitz, Kay Kuntze, Martin Burkhardt, Ulrich Burdack, Dr. Daniel Siekhaus (Foto: Jens Paul Taubert)


Die Vereinigung der Theaterfreunde Altenburg und Umgebung e. V. und die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. kürten auch am Ende dieser Spielzeit wieder ihre Favoriten der Saison.

In diesem Jahr wurden die Geheimnisse am 2. Juni im Heizhaus Altenburg gelüftet. Dort waren auch die Vorbereitungen auf die Verleihung getroffen worden. Für die einzelnen Sparten und die zu vergebenden Sonderpreise wurden Nominierungen ausgelobt. Eine siebenköpfige Jury der Vereine kürte die Preisträger. Durch das unterhaltsame Programm führte Schauspieldirektor Manuel Kressin mit Schwung. Die Oskar-Verleihung gilt als ein Dankeschön des Publikums an das Ensemble zur zu Ende gehenden Spielzeit.

Jedes Jahr aufs Neue steht die Jury vor der Qual der Wahl, welche Leistungen herauszuheben sind. Im Musiktheater fiel die Wahl 2018 auf Ulrich Burdack. Ob als Don Pasquale in Donizettis Komischer Oper, als Osmin in Mozarts „Entführung aus dem Serail“, Kotschubej in Tschaikowskis „Masepa“ oder jetzt zuletzt als Heiratsvermittler Kecal in Smetanas „Verkaufter Braut“ stets wusste der Bassbariton zu überzeugen. Aus dem Schauspielensemble wurde Manuel Struffolino zum Publikumsliebling gekürt. In der Weihnachtszeit schlüpfte er in das Kostüm des gestiefelten Kater, in dem Stück „Elling“ konnte er in der Inszenierung von Caro Thum als Frank auch zeigen was musikalisch in ihm steckt, eine herausragende Leistung war sein Stanley in Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“.

In diesem Jahr wurde kein Tänzer ausgezeichnet, sondern das gesamte Thüringer Staatsballett mit dem Oskar bedacht, um den Ensemblecharakter der Leistung hervorzuheben. Den Oskar für das Ballett nahm Ballettmanager und -dramaturg Dr. Daniel Siekhaus entgegen, da die Tänzer mit ihrer Chefin zum Gastspiel in Eisenach weilten und sich dort an der Gala „Thüringen tanzt“ beteiligten.

Im Bereich Orchester hatte der Orchesterverein Gera Mitspracherecht. Die Wahl fiel auf den stellvertretenden Solo-Pauker Martin Burkhardt, der an der erfolgreichen Reihe der Bauernhofkonzerte seinen besonderen Anteil hat.

Als beste Inszenierung wurde Tschaikowskis Oper „Masepa in der Regie von Kay Kuntze gekrönt. Der Generalintendant freute sich, dass sich ein solch anspruchsvolles Werk gegen Populäres durchsetzen konnte.

Mit dem Ehren-Oskar 2018 wurde Svea Haugwitz, Dramaturgin für Schauspiel und Puppentheater, überrascht, die nicht nur mit ungeheurem Engagement für ihr Ensemble weit in die Region hineinwirkt, sondern auch als Autorin mit Schauspieldirektor Manuel Kressin die Revue „Die große Liebe war es nicht – die Ruth Brandin Story“ auf die Beine stellte und sich mit ganzer Kraft für die Produktion „Cohn, Bucky, Levy – der Verlust“ sowohl in Altenburg als auch beim Gastspiel in Israel einsetzte. Damit sind wir auch beim Oskar für die besondere Inszenierung angekommen: Autorin Mona Becker, die Darsteller Mechthild Scrobanita und Peter Prautsch nahmen den Preis für alle daran Beteiligten entgegen. Eva Pommer empfing dazu noch für die Mitspieler-Akademie eine Ehren-Urkunde: Nicht nur bei „Cohn, Bucky, Levy“ wirken die Laien mit Begeisterung mit, auch in Max Frischs Stück „Biedermann und die Brandstifter“ erfüllen sie die Aufgabe des Chors mit Bravour.

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