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#Schlössersafari, Staubexpedition und Entdeckungsreisen – Das Jahr 2019 auf Burg Posterstein

Burg Posterstein (Foto: der uNi)


2019 steht auf Burg Posterstein ganz im Zeichen alter und neuer Entdeckungen – und Museumsgäste sind herzlich eingeladen, sich selbst auf Erkundungstouren zu begeben.

Es wird vier Sonderausstellungen geben, thematisch wechselnde Ferienprogramme in allen Schulferien in Thüringen und Sachsen sowie verschiedene Veranstaltungen. Vor der Europawahl soll ein Salonabend noch einmal die Zeit um 1800 ins Heute holen. Die beliebte Familienausstellung „Die Kinderburg“, die seit ihrer Eröffnung 2017 zu einer Verdreifachung der Zahl der Familienbesucher führte, ist weiter zu sehen. Und natürlich wird das große Mittelalterspektakel an Pfingsten wieder einer der Jahreshöhepunkte sein.

Entdecker mit Smartphone, Staubpinsel und Bleistift

Sieben Instagramer aus Mitteldeutschland erzählen von 24. Februar bis 12. Mai in der Sonderausstellung „Versteckte Orte – Instagramer auf #Schlössersafari in Mitteldeutschland“, wie sie die Region per Smartphone entdecken und führen uns nebenbei zu Schlössern und versteckten Winkeln. Zur Eröffnung am 24. Februar, 15 Uhr, geht es in einem Podiumsgespräch um das Reisen an bekannte und unbekannte Orte in der Region, immer auf der Suche nach dem perfekten Foto, um es der eigenen Instagram-Community vorzustellen. Ein Begleitprogramm rund ums Fotografieren wird es ebenfalls geben.

Die zweite Sonderausstellung öffnet mit umfangreichem Programm am Internationalen Museumstag, am 19. Mai, 15 Uhr: Der Kölner Historiker Wolfgang Stöcker gründete 2004 das „Deutsche Staubarchiv“. Mit akribischer Detailliebe sammelt er an besonderen Orten Stäube. Auf Burg Posterstein stellt er von 19. Mai bis 18. August unter dem Titel „Zum Wesen des Staubes – Staubexpeditionen auf Burg Posterstein“ in Wachs gegossene Postersteiner Stäube und ihre wechselvolle Geschichte aus. Er geht dabei mit einem Augenzwinkern ganz essentiellen Fragen nach: „Warum sammeln wir das eine und ignorieren das andere? Was ist es wert, für spätere Generationen bewahrt zu werden und was gerät für immer in Vergessenheit? Wie lange können wir alte Dinge erhalten, bevor auch sie irgendwann zu Staub zerfallen?“ Am Eröffnungstag wird es gemeinsam mit Wolfgang Stöcker eine Staubexpedition durch Burg Posterstein geben.

Einem Forscher aus dem Altenburger Land widmet sich die dritte Sonderausstellung. 2019 erinnern das Naturkundemuseum Mauritianum, das Lindenau-Museum und das Museum Burg Posterstein in einer gemeinsamen Ausstellungstrilogie an Alexander von Humboldt, dessen Geburtstag sich zum 300. Mal jährt. Das Museum Burg Posterstein stellt von 1. September bis 17. November in der Ausstellung „Wem Gott will eine Gust erweisen, den schickt er in die weite Welt“ – Aus Schönhaide nach Südamerika: Der Vogelkundler, Zeichner und Maler Anton Göring (1836-1905) den 1836 in Thonhausen bei Schmölln geborenen Südamerikareisenden Anton Göring vor. Ausgebildet an der Kunstschule Bernhard August von Lindenaus, reiste Göring später für botanische und geografische Studien nach Südamerika. Er wurde Mitglied der Zoological Society of London und trug mit Illustrationen zu „Brehms Tierleben“ bei.

Die traditionelle Weihnachtskrippenausstellung „Weihnachtskrippen aus fernen Ländern“ wird von 1. Dezember 2019 bis 5. Januar 2020 daran anknüpfen und besonders Krippen aus Südamerika und anderen fernen Gegenden in den Mittelpunkt stellen.

Öffnungszeiten
März bis Oktober: Dienstag – Samstag: 10.00 – 17.00 Uhr
Sonntag/Feiertag: 10.00 – 18.00 Uhr

In barocken Räumen der über 800-jährigen Burg entdecken Sie die Geschichte der Burg und der Region im Dreiländereck Thüringen-Sachsen-Sachsen-Anhalt. Die Ausstellung zur europäischen Salonkultur erzählt von den spannenden Ereignissen am Musenhof der Herzogin von Kurland im benachbarten Löbichau. Sie tauchen ein in die bewegte Zeit zwischen Französischer Revolution, Aufstieg und Fall Napoleons und Wiener Kongress.
Vom 25 Meter hohen Burgturm bietet sich eine herrliche Aussicht.

Ständige Ausstellungen: Von Rittern und Salondamen
Ausstellungen zur regionalen Kulturgeschichte, besonders: Salon der Herzogin von Kurland.
Jean Pauls Orte: Litfaßsäule zu seinem 250. Geburtstag im Jahr 2013

Ständige Angebote für Gruppen
Führungen können Sie per E-Mail oder telefonisch unter (034496) 22 595 buchen:

Führung durch die Burg
Treffpunkt: Museum
Zwischen Metternich und Talleyrand – Der Musenhof der Herzogin von Kurland im Schloss zu
Löbichau
Treffpunkt: Museum
Geführte Wanderung auf Thümmels Spuren in Nöbdenitz
Treffpunkt: 1000-jährige Eiche Nöbdenitz

Hans Wilhelm von Thümmel wählte die 1000-jährige Eiche von Nöbdenitz zu seiner Grabstätte.
Der Sachsen-Gotha-Altenburgische Minister und Diplomat Hans Wilhelm von Thümmel wählte sich die 1000-jährigen Eiche im Postersteiner Nachbarort zur außergewöhnlichen Grabstätte. Zu seinem Nöbdenitzer Rittergut gehörte das Mausoleum der Familien Thümmel, Rothkirch und Trach und Wietersheim, ein idyllischer englischer Garten und ein altes und ein neues Schloss. Die Herzogin von Kurland war häufig zu Gast. Man segelte auf dem Teich oder spazierte zur “Einsiedeley” im schattischen Nöbdenitzer Wald. Die geführte Wanderung folgt Thümmels Spuren im Ort.

Burgkirche Posterstein
Leider gestattet uns die Kirchgemeinde nicht mehr die Fachführungen des Museums in der Burgkirche durchzuführen. Damit endet nach 65 Jahren dieser beliebte Besucherservice des Museums. Wir bedauern das sehr. Die Kirche ist seit dem 1. Januar 2017 für den Besucherverkehr im Tagestourismus geschlossen und nur noch auf Anfrage oder während der Gottesdienste zu besichtigen.

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